siciliamigranti.blogspot.com ist ein italienischsprachiges Monitoringprojekt zur Situation der Flüchtlinge in Sizilien, dort finden Sie die Original-Berichte, hier finden Sie die deutschen Übersetzungen. Klicken Sie auf die auf die Namen der Schlagworte (keywords), wenn Sie bestimmte Themen suchen.
Posts mit dem Label Catania-de werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Catania-de werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 3. Juni 2015

Hafen von Catania: Flüchtlingsankunft mit der "Dattilo" der italienischen Küstenwache

Seit wenigen Stunden sind die 350 Flüchtlinge, die u.a. von der "Dattilo CP 940" der italienischen Küstenwache gerettet wurden, in Catania angekommen. Kaum von Bord wurden sie alle fotografiert und nachdem sie Wasser erhalten hatten wurden sie mit einer Fingerabdrucknahme erkennungsdienstlich von der Polizei erfasst. Über die rechtlichen Folgen, die die Abgabe der Fingerabdrücke mit sich bringt, wurden sie nicht informiert. Damit wurden ihre Pläne, als Asylsuchende in die europäischen Länder zu gehen, in denen ihre Verwandten leben, verhindert. Es handelt sich neben 289 Männer auch um 54 Frauen und mindestens ein Dutzend Kinder. Sie warten nun auf den Bus, der sie nach Mineo bringen soll, nachdem sie einen Teller Nudeln erhalten haben. Eine Stadt wie Catania ist nicht in der Lage, eine würdige Aufnahme anzubieten, stattdessen zieht man es vor, sie in ein sehr umstrittenes Flüchtlingszentrum ca. 40 km von Catania entfernt zu bringen.

Ct 3/6/2015,  Rete Antirazzista Catanese

Aus dem Italienischen von Judith Gleitze

Freitag, 27. März 2015

Via Etnea, Catania: Junger Afrikaner wird verfolgt und verprügelt



Meridionews - Von Salvo Catalano. Ein farbiger Jugendlicher rennt aus einer Seitenstrasse in die Via Etnea. Er hat Blut auf seinem geschwollenen Gesicht. Er zittert und bittet um Hilfe. Wenige Sekunden später tauchen aus der gleichen Strasse, der Via Penninello, vier weisse Männer auf, einer mit nacktem Oberkörper. « Ausländischer Bastard» hätten sie noch gerufen, bevor sie verschwanden.

Mittwoch, 14. Januar 2015

Ohne Unterkunft – 6 Minderjährige flüchten aus dem La Madonnina. Wer ihnen hilft statt sie anzuzeigen macht sich strafbar

Meridionews - von Salvo Catalano. Dieser Ort sollte als Notunterkunft dienen. Doch sechs der 12 unbegleiteten minderjährigen Migranten, die am vergangenen 20. Dezember aus dem Zentrum La Madonnina in Mascalucia geflohen sind, sind noch immer an dem Ort, an dem sie auch die erste Nacht ihrer Flucht verbracht haben. Ein Notzufluchtsort, der geheim bleiben muss, denn derjenige der sie bei sich aufgenommen hat, verstößt dabei gegen das Gesetz. Die Person hätte sie bei der Polizei anzeigen und fort schicken müssen, denn so, ohne das Ok des Jugendgerichts, ist es eine Straftat. Und dennoch, die zuständigen Behörden, die Präfektur, die Gemeinde von Catania und das Polizeikommissariat Catania, sie alle kennen die Situation der vermissten minderjährigen Flüchtlinge.

Sonntag, 2. November 2014

Palaspedini in Catania: die beschämende „Aufnahme“ von Migranten und unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen

Dass einige Parlamentarier unserer Stadt bemerkt haben, wie beschämend die Aufnahmebedingungen von Migranten sind, kann uns nur freuen; seit Wochen verfolgen wir die Situation von 61 Migranten in der Palaspedini und schon seit einiger Zeit monieren wir, dass Turnhallen als Ort der Unterbringung von Migranten, die soeben mit dem Schiff angekommen sind, keine Option sind, auch nicht für wenige Tage; als Alternative haben wir vorgeschlagen, Krankenhäuser, die nicht mehr in Betrieb sind, zu nutzen.

Samstag, 1. November 2014

Catania: Lokaltermin im PalaSpedini: „Migranten unter unmenschlichen Bedingungen“

SiciliaWeb - Der Parlamentarier Berretta (Pd) in der Einrichtung, die 70 unbegleitete Minderjährige beherbergt: „Ohne Schuhe, ohne Medizin, seit einem Monat gezwungen, im Dreck zu leben. Das Ordnungsamt muss einschreiten.“

Donnerstag, 9. Oktober 2014

Catania, Schutzgeld unter Migranten: Man zahlt sogar für einen Schlafplatz auf der Straße.

Redattore Sociale – Mit dem Segen der lokalen Mafia erpressen die Migranten ihre eigenen Landsleute, die vom Aufnahmesystem ausgeschlossen sind, und nicht nur das: Wer kein Geld hat, um zu bezahlen, ist gezwungen, sich zu prostituieren oder mit Drogen zu handeln. Die Anklage des Zentrums Astalli: “Keiner spricht aus Angst”

Freitag, 3. Oktober 2014

Vom Mittelmeer in die Schweiz. Unser 3. Oktober

von Pinuccia Rustico und Mattia Lento
Am 3. Oktober diesen Jahres jährt sich ein tragischer Jahrestag. Genau vor einem Jahr starben 368 Personen bei einem der schwerwiegendsten Schiffsunglücke der Gegenwart im Mittelmeer. Ein in Libyen abgelegter Schiffskutter mit Menschen aus dem Horn Afrikas ist wenige Hundert Meter vor der Küste  von Lampedusa gesunken. Die Rettungsmaßnahmen der Küstenwache, für manch einen schuldhaft verspätet, haben vielen nicht mehr nicht genutzt.

Donnerstag, 18. September 2014

Es herrscht Stille über das gesunkene Schiff. Freiwillige Helfer: „Was sagen wir den Familien?“

Ctzen von Claudia Campese
Die Staatsanwaltschaft Catania informiert über die Entwicklungen im Fall des Bootes, welches mit über 400 Migranten an Bord im maltesischen Meer gesunken ist. Dennoch, bezüglich der Identität der Überlebenden wie auch der Toten, beruft sich die Abteilung weiterhin auf Zurückhaltung. „In diesen Tagen haben uns  dutzende Personen aus Gaza kontaktiert, um Informationen über Verwandte zu bekommen, aber auch wir erhalten keine Informationen von den Behörden,“ berichten Mitarbeiter des antirassistischen Netzwerks in Catania, La rete antirazzista catanese.

Freitag, 5. September 2014

Der Bahnhof von Catania - Tor nach Europa für Hunderte Syrier

Die 237 am 1. September von einem Frachtschiff geretteten syrische Flüchtlinge haben am Tag nach ihrer Ankunft das Zentrum Palaspedini von Catania verlassen. Sie wissen, wo sie hin müssen, sie haben Verwandte in Schweden, Norwegen, Holland, Deutschland. Sie treffen sich mit einigen Landsleuten, die vor ein paar Tagen in Pozzallo anlegten und mit anderen, die die letzten Nächte in der "Misericordia" (Gnade) - Moschee verbracht haben, um sich dann gemeinsam zum Hauptbahnhof aufzumachen. Am Bahnhof informiert Nawal, eine junge Marokkanerin, wie sie Mailand – den zweiten Knotenpunkt ihrer langen Reise - erreichen können.

Dienstag, 2. September 2014

Zweifache Anlandung im Hafen von Catania, und die Palaspedini erwacht wieder zum Leben

Es gibt nur das Meer in diesen großen blauen Augen, die mich ansehen, um sich gleich wieder abzuwenden und sich hinter dem müden Lächeln des Vaters zu verkriechen. Das kleine Meer, das nur 5 Monate alt ist, setzte gemeinsam mit den Eltern und dem kleinen 5jährigen Bruder, der jetzt im Dunkeln der Palaspedini in Catania mit einem Ball spielt und sich sein Recht nimmt Kind zu sein, wie die anderen, über.

Mittwoch, 13. August 2014

PalaSpedini in Catania in 24 Stunden belegt und geräumt

282 Migranten, die gestern vom Patrouillenschiff der Marine Borsini gerettet worden waren, wurden gegen 17 Uhr in die ehemalige Turnhalle PalaSpedini in Catania gebracht, um von dort aus weiter in andere Zentren Ostsiziliens verteilt zu werden. Es handelte sich jedoch nur um einen kurzen Aufenthalt, wie ich selber feststellen konnte, da ich heute morgen gegen 10:30 Uhr dort war.

Dienstag, 12. August 2014

Ankünfte in Catania: Die Mole füllt sich mit syrischen Kindern

Um 13:15 Uhr ist das Patrouillenschiff Borsini der italienischen Marine mit 282 auf dem Mittelmeer geretteten Migranten in den Hafen von Catania eingelaufen. Doch die Prozeduren, die Menschen an Land zu bringen beginnen erst um 14:30 Uhr. Vor Ort befinden sich der Krankenwagen des Roten Kreuzes, das auch zwei Tische zur Versorgung für die Erstankunft aufstellen, der Zivilschutz, die Polizei Catanias, je ein Vertreter von IOM und dem UNHCR.

Freitag, 25. Juli 2014

Wann endet der Leidensweg der Migranten im PalaSpedini?

Heute Morgen befanden sich im PalaSpedini ungefähr 170 Migranten. 70 gingen am 9. Juli von Bord und weitere 108 sind am 16. Juli angekommen. In Folge zahlreicher Anklagen unsererseits sind wir in ständiger Erwartung von Veränderungen, dass die Situation der Vernachlässigung und Ungewissheit, in der sich auch 11 Frauen und 14 Minderjährige seit geraumer Zeit befinden, verbessert. Ungefähr 50 Migranten stiegen gestern in einen Bus, der sie dann ins Aufnahmezentrum (CARA) von Mineo brachte. Ein Fortschritt, zumindest bezüglich dem  Zugang zum Asylverfahren. (Kein Fortschritt bedenkt man die Destination, CARA Mineo).

Dienstag, 8. Juli 2014

SOS Menschenrechte im PalaSpedini

Seit zwei Abenden sind die 261 Immigranten „Gäste“ des PalaSpedini. Es sind fast alle Eritreer, die vom Mare Nostrum-Schiff Chimera nach Catania gebracht wurden. Den letzten Neuankömmlingen – auch denen von Palanitta – konnten unsere Aktivisten ein Minimum an kultureller Vermittlung anbieten, wir haben Wörterbücher und Hygieneartikel verteilt. Wir konnten ihnen helfen, ihre Verwandten darüber zu informieren, dass sie im „gastfreundlichen“ Italien lebend angekommen sind.

Freitag, 13. Juni 2014

Schon wieder 1000 Flüchtlinge vor Italien geborgen

DW - Erneut haben mehr als 1000 Flüchtlinge die gefährliche Überfahrt von Nordafrika nach Europa gewagt. Italien will viele von ihnen in die sizilianische Stadt Porto Empedocle bringen. Dort liegen die Nerven blank.
Ein italienisches Marineboot bringt gerettete Flüchtlinge vor Lampedusa in einen Hafen (Foto: picture alliance)
Vor den Küsten Italiens und Maltas sind nach Angaben der Behörden erneut rund 1200 Flüchtlinge aus teils leckgeschlagenen und überfüllten Booten gerettet worden. Erst am Donnerstag und Freitag hatten die italienische Küstenwache und das Militär mehr als 3000 Migranten geborgen und in Sizilien an Land gebracht. Seit Januar sind damit fast 47.000 Menschen von Nordafrika über das Mittelmeer nach Italien gekommen - mehr als im gesamten Jahr 2013.

Donnerstag, 10. April 2014

Catania: 150 Neuankünfte wurden im Sportstadion PalaSpedini untergebracht

Eine Gruppe unter ihnen ist mit dem Zug Richtung Norden geflüchtet.
CTZEN – Ungefähr 300 Schwarzafrikaner sind heute Nacht im Hafen von Catania angekommen. Ein Frachter aus Singapur hatte sie südöstlich der sizilianischen Küste gerettet. Ein Mann kam auf der langen Überfahrt ums Leben, während zehn weitere Personen wegen ihres ernsten gesundheitlichen Zustandes ins Krankenhaus gebracht werden mussten. Ungefähr die Hälfte der Angekommen, darunter 6 Frauen und 30 Minderjährige, wurden zur Identifizierung in die Sporthalle Cibali gebracht. Dabei soll einigen von ihnen die Flucht gelungen sein und sie sollen per Eisenbahn Richtung Norden unterwegs sein.

Donnerstag, 30. Januar 2014

Portopalo di Capo Passero: Marine rettet ein Boot mit 175 Migranten

Siracusanews - Der Anlandungs-Notstand an unseren Küsten geht weiter. Die Korvette Fenice der Marine rettete südlich von Capo Passero ein ein Boot mit 175 Migranten an Bord, unter ihnen auch sechs Kinder. Sie kommen aus Syrien, Ägypten und dem Irak.
Die Fregatte Aliseo beschlagnahmte gleichzeitig im Auftrag der Direktion der bezirklichen Antimafiaeinheit der Staatsanwaltschaft Catania das "Mutterschiff" und nahm 15 Besatzungsmitglieder fest. Die Fenice wird zwischen heute und morgen mit den geretteten Migranten in Catania erwartet.

Aus dem Italienischen von Judith Gleitze

Sonntag, 10. November 2013

Eritreer angefahren nach tragischer Ausschiffung in Sampieri am 30. September

Am vergangenen 30. September fanden bei der dramatischen Ausschiffung am Strand von Contrada Pisciotto in Sampieri (http://siciliamigranti.blogspot.it/2013/09/migranti-morti-sampieri-rg.html) 13 Personen den Tod. Sofort nach dem Ankern des Schiffs rannten viele Migranten weg, aber die Flucht eines 25-jährigen Eritreers fand auf der SP 43 Modica-Marina di Modica, wo ihn ein Auto anfuhr, ein plötzliches Ende. Er blieb schwer verletzt am Boden liegen.

Sonntag, 13. Oktober 2013

Catania: Syrer flüchten aus dem Palasport

La Sicilia Web – Hunderte Migranten, die vor 5 Tagen angekommen sind, sind aus dem Cibali-Viertel geflohen. Sie haben PassantInnen gefragt, wie sie zum Bahnhof kommen, um nach Nordeuropa aufzubrechen.

Dienstag, 8. Oktober 2013

250 Migranten im Hafen von Catania angekommen

Lettera 43 – Die Anlandungen auf Sizilien und die Rettungseinsätze im Mittelmeer gehen weiter. Kurz nach 5 Uhr am Morgen des 8. Oktobers ist das Boot Begonia G, unter panamaischer Flagge fahrend, im Hafen Catanias angekommen. Am vorhergehenden Tag hatte es 60 Meilen vor der siracusischen Küste ca. 250 Migranten, unter ihnen angeblich Syrer und Palästinenser, gerettet.