Borderline Sicilia zeigt sich besorgt aufgrund der Worte, die bei der Anhörung der parlamentarischen Untersuchungskommission vom Präfekten Morcone ausgesprochen wurden:
„Da sind unsere Freunde von der Organisation Askavusa, und auch noch ein spanischer Herr, der bereits festgenommen wurde, die diese Personen auch noch ermutigen und bestärken darin, sich den Maßnahmen der Identifizierung zu entziehen, nicht zu erscheinen und nicht teilzunehmen. Dazu kommt wahrscheinlich auch noch ein Teil der Bevölkerung, der sich mit ihnen solidarisiert“ als Antwort auf die Frage, was momentan auf Lampedusa passiert.
Der Verein ist der Meinung, dass ein Akt der Solidarität gegenüber Personen, die in der Form von zivilem Ungehorsam protestieren, nicht kriminalisiert werden darf.
Es ist nicht das erste Mal, dass Gruppen von Asylsuchenden einen absolut friedlichen Protest in Bewegung bringen, um die Gesetze zum Zugang zum Schutzgesuch in Europa anzufechten, wie sie vom Dublin-Abkommen geregelt sind und im Scheitern der Hotspot-Ansätze und der „relocation“-Abkommen Bestätigung finden.
Borderline Sicilia hält es für wünschenswert, dass auch in Momenten höchster Anspannung und Meinungsverschiedenheit ein gegenseitiger Respekt aller Seiten im Interesse der Einhaltung grndlegender Menschenrechte aufrechterhalten wird.
Catania, 13.05.2016 Borderline Sicilia
Übersetzung aus dem italienischen von Sophia Bäurle
siciliamigranti.blogspot.com ist ein italienischsprachiges Monitoringprojekt zur Situation der Flüchtlinge in Sizilien, dort finden Sie die Original-Berichte, hier finden Sie die deutschen Übersetzungen. Klicken Sie auf die auf die Namen der Schlagworte (keywords), wenn Sie bestimmte Themen suchen.
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Freitag, 13. Mai 2016
Samstag, 7. Mai 2016
Lampedusa: Kommuniqué der streikenden Migrant*innen
Von
der website Askavusa
Seit
der Hotspot von Lampedusa in Betrieb genommen wurde, hat sich die
Situation der Bewohner*innen im Aufnahmezentrum und auf der ganzen
Insel allgemein verschlimmert. Auf die Protestaktionen der Eritreer
vom Dezember letzten Jahres reagierten die Ordnungskräfte mit
brutalen Repressionen - dies aber weit abseits von Fernsehkameras,
Fotoobjektiven und dem Hype der Medien, die von dieser Insel immer
noch hartnäckig als „Insel des Willkommens“ berichten.
Die
von Protest, Entbehrungen und Überfüllung bestimmte Situation hat
sich im Aufnahmezentrum von Lampedusa seit Jahrzehnten konstant
gehalten und hat sich noch verschlimmert, seit das Aufnahmezentrum in
einen Hotspot umgewandelt wurde.
Montag, 5. Mai 2014
«Ich würde das Ausschaffungszentrum verbrennen»
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| Giacomo Sferlazzo. (Bild: NZZ / Annick Ramp) |
Donnerstag, 20. Februar 2014
Porto M, wie Meer, Memoiren, Migration, Militarisierung, Mobilisierung und ....
Am 1. Februar wurde auf Lampedusa “Porto M” eingeweiht, ein Ort der Erinnerung an Migrationen. Der Ausstellungsraum Porto M wurde vom Kollektiv Askavusa und verschiedenen Freiwilligen aufgebaut, um den Objekten, die Migranten zurückließen, die auf ihrer Route Lampedusa passiert haben, einen Platz zu geben. Diese wurden seit 2009 von Askavusa gesammelt. Die Poesie der Ausstellung dieser Objekte liegt in der lebenden Erinnerung, in der kontinuierlichen Veränderung. Wie die Mitglieder von Askavusa erklären, wollen sie mit Porto M diesen Objekten einen Raum geben, damit sie durch ihre Präsenz das Leben derer bezeugen, denen sie gehörten. Sonntag, 3. November 2013
Lampedusa: Das verzweifelte Warten der Überlebenden
l'Unita/Flore Murard-Yovanovitch – Heute ist
ein Monat seit dem tragischen Schiffbruch von Lampedusa am
vergangenen 3.Oktober, wenige Meter vor der Küste der
Mittelmeerinsel, vergangen. Die Gemeinde will in Zusammenarbeit mit
Legambiente und unter Einbeziehung aller am Rettungsnetz Beteiligten
der Opfer mit einer laizistischen und bürgerlichen Feier gedenken.
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