siciliamigranti.blogspot.com ist ein italienischsprachiges Monitoringprojekt zur Situation der Flüchtlinge in Sizilien, dort finden Sie die Original-Berichte, hier finden Sie die deutschen Übersetzungen. Klicken Sie auf die auf die Namen der Schlagworte (keywords), wenn Sie bestimmte Themen suchen.
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Freitag, 28. August 2015

Migration: Ein Kriegsbericht – mehr als 300 Opfer in vier Tagen

Die Berichterstattung über die Migrationsströme in diesen Tagen in Europa wird zu einem Kriegsbericht. Während in den Medien der ganzen Welt darüber diskutiert wird, welche Terminologie man benutzten sollte, um das Phänomen zu beschreiben (Migranten oder Flüchtlinge), überschlagen sich im Internet die Nachrichten über neue Tragödien, die nicht mehr weit weg von Europa stattfinden, sondern die jeden Tag ein bisschen mehr näher kommen zum Herzen des sogenannten „alten“ Kontinents, der sich wie eine „Festung“ verschlossen hat.
Nach der Nachricht, die nicht nur Österreich, sondern ganz Europa schockiert hat, kommen aus dem Mittelmeerraum weitere Todesnachrichten zu uns. Mehr als 100 Migranten sollen auf dem Weg nach Europa ihr Leben verloren haben. Die Anzahl der Opfer steigt von Tag zu Tag. Nach Zählungen des UNHCR sind schon fast 2.500 Tote zu beklagen. 

Dienstag, 10. Februar 2015

Die Tragödie geht weiter. Weitere dutzende Tote im Meer. Nicht die Kälte sondern die Gleichgültigkeit haben sie getötet.

Pressemitteilung vom COORDINAMENTO ANTIRAZZISTA PALERMITANO*
Sonntag, 8. Februar. Matteo Salvini hat es wieder einmal in Palermo versucht, die Krise und die Angst der Menschen zu instrumentalisieren sowie seine Kampagne des Hasses und des Rassismus zu führen.  Aber Hass zeugt nur Hass. Dies zeigt uns unsere Welt, die von Kriegen und Terrorismus zerrissen ist.  Die soziale Gerechtigkeit kann nur auf Gleichheit und auf den Kämpfen um die Rechte jedes einzelnen Menschen aufgebaut werden.

Mittwoch, 24. September 2014

Tagebuch auf Lampedusa[InFestival]: Ein Tag vor dem Festival


Die Initiator_innen des Festivals, Juli 2013.
Heute ist ein ruhiger Tag auf Lampedusa. Doch die Ruhe trügt: Initiiert durch den lampedusanischen Verein ASKAVUSA beginnt morgen das sechste Mal in Folge das Filmfestival „LampedusaInFestival“ auf der kleinen Insel, die näher an Tunesien als an Italien grenzt.

In den nächsten Tagen werden wir, von borderline-europe, Menschenrechte ohne Grenzen e.V., an dieser Stelle jeden Tag einen Beitrag zum Festival mit Bildern veröffentlichen, um Euch über das Festival und unsere Arbeit vor Ort zu informieren. Heute nutzen wir die Ruhe vor dem Ereignis, um Euch einen kurzen Einblick über die Geschichte und zur Entstehung des Festivals zu geben.

Dienstag, 23. September 2014

Was hat die Politik aus vergangenen Katastrophen gelernt?

Fast ein Jahr ist es her, dass am 3. und 11. Oktober kurz hintereinander etwa 600 Menschen vor den Küsten Italiens und Maltas sterben mussten. Was hat das europäische Grenzregime aus den beiden Tragödien gelernt? Nichts.