siciliamigranti.blogspot.com ist ein italienischsprachiges Monitoringprojekt zur Situation der Flüchtlinge in Sizilien, dort finden Sie die Original-Berichte, hier finden Sie die deutschen Übersetzungen. Klicken Sie auf die auf die Namen der Schlagworte (keywords), wenn Sie bestimmte Themen suchen.
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Freitag, 12. Dezember 2014

Hauptstadtmafia - Mineo an vorderster Front?

„Flüchtlinge fühlen sich in Mineo wie im Gefängnis“
Die Versuchung, diesen Artikel mit “wir haben es ja gesagt” zu beginnen ist groß, aber  müßig. Genau so müßig ist es, sich zu empören, vor allem wenn diese Empörung, wie es meist geschieht in Italien, verpufft, sobald die Aufmerksamkeit für den Skandal der „Mafia Capitale“ in Italien nachlassen wird. Noch unnötiger für die Leidenden ist die bewährte und dem herrschenden System nützliche Jagd nach dem Sündenbock. Aktuell sind die Anwärter für diese Rolle allen voran Luca Odevaine. Zu ihm wird sich unserer Meinung nach der Untersekretär der regionalen Landwirtschaftsbehörde Giuseppe Castiglione gesellen. Wir könnten weiter berichten, wie gross und welche die Verantwortlichkeiten der eben genannten in der Gründung, der Geschäftsführung und der Befürwortung des  Aufnahmezentrums für Asylsuchende in Mineo sind, aber wir unterlassen das in diesem Bericht.

Dienstag, 25. Februar 2014

Doppelexemplar… Ja, dieser fehlt mir

Wieviel Zeit haben wir in der Schule mit den Kameraden verbracht, um Bildchen der Fußballer zu tauschen? Für viele 40jährige war es das faszinierendste Spiel, das man in der Pause machen konnte, und ich denke, dass genau jene 40jährigen dieses Verfahren auch in den Umgang mit den Einrichtungen zur Aufnahme und den Migranten exportiert haben.

Freitag, 16. September 2011

Die „roten“ Genossenschaften machen Geld mit Migranten


Von Antonio Mazzeo
Das Konsortium Sisifo kontrolliert die Lagerstruktur auf Lampedusa und bietet soziale Hilfsdienste in ganz Sizilien an. Der Monopolist im Bereich sozialer Dienstleistungen hat juristischen Ärger.

Mineo, aber nicht nur dort: das riesige Auffanglager für Asylsuchende in der Provinz Catania ist sicher nicht das einzige Beispiel für das lukrative Geschäft von Sisifo mit dem „Migrations-Notstand“. Das Konsortium, bestehend aus 25 Mitgliedern der sizilianischen sozialen Genossenschaft „Legacoop“, hat tatsächlich „LampedusaAccoglienza“ ins Leben gerufen, jene Gesellschaft mit beschränkter Haftung, die seit Juni 2007 das Zentrum für Rettung und Erstaufnahme (CSPA) im Ortsteil Imbriacola auf Lampedusa betreibt. Die Unterkünfte sind Teil der Lagerstruktur auf Lampedusa, wo unter haftähnlichen Bedingungen Migranten festgehalten werden, die sich auf der Flucht vor Krieg und sozio-ökonomischen Krisen auf dem afrikanischen Kontinent befinden. Fünfzehn Kilometer weiter wurde die ehemalige US-Militärbasis "Loran" in eine Mischung aus Herberge und Gefängnis für über 200 Jugendliche umgewandelt. Auch diese Einrichtung wird von Mitarbeitern der GmbH (Legacoop) im Auftrag von Sisifo betrieben.