„Wir sind Menschen“
Im Naturpark der Madonien gibt es außer wunderbarer und unberührter Landschaft, zahlreichen Tieren und einer üppigen Vegetation zwei Einrichtungen, die als Sammellager zur Aufnahme genutzt werden: Baita del Faggio und Piano Torre Hotel. Bei der Eröffnung im Dezember 2013 war die Verwaltung der Parrivecchio SRL übertragen worden. Im Mai fand eine Übergabe zugunsten der Kooperative Scarabeo statt.
Beide Zentren sind aufgrund ihres geografischen Standortes schwer zu erreichen.
siciliamigranti.blogspot.com ist ein italienischsprachiges Monitoringprojekt zur Situation der Flüchtlinge in Sizilien, dort finden Sie die Original-Berichte, hier finden Sie die deutschen Übersetzungen. Klicken Sie auf die auf die Namen der Schlagworte (keywords), wenn Sie bestimmte Themen suchen.
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Donnerstag, 30. Oktober 2014
Die Aufnahme-Zentren in den Madonie (Palermo) - zweiter Teil
Die zwei Gesichter der Aufnahme in Geraci Siculo
Im Altersheim der Parrivecchio SRL (GMBH) sind ungefähr 40 Antragsteller auf Internationalen Schutz untergebracht. Als ich am frühen Nachmittag dort eintreffen antwortet niemand auf mein Klingeln. Im Erdgeschoss begegne ich sieben Senioren, die auf einigen Stühlen der Wand entlang sitzen und sich ausruhen. Der schlafende junge Mann auf dem Sofa scheint der einzige potentielle Mitarbeiter sein zu können. Nachdem ich ihn aufgeweckt habe, versuche ich ihm zu erklären wer ich bin und was ich mache. Der Mann stammt aus Rumänien und kümmert sich hier um die Senioren. Er spricht weder gut Italienisch noch Englisch und versteht nur, dass ich mich mit Einwanderung beschäftige.
Im Altersheim der Parrivecchio SRL (GMBH) sind ungefähr 40 Antragsteller auf Internationalen Schutz untergebracht. Als ich am frühen Nachmittag dort eintreffen antwortet niemand auf mein Klingeln. Im Erdgeschoss begegne ich sieben Senioren, die auf einigen Stühlen der Wand entlang sitzen und sich ausruhen. Der schlafende junge Mann auf dem Sofa scheint der einzige potentielle Mitarbeiter sein zu können. Nachdem ich ihn aufgeweckt habe, versuche ich ihm zu erklären wer ich bin und was ich mache. Der Mann stammt aus Rumänien und kümmert sich hier um die Senioren. Er spricht weder gut Italienisch noch Englisch und versteht nur, dass ich mich mit Einwanderung beschäftige.
Freitag, 17. Oktober 2014
Sie findet das von ihr tot geglaubte Kind. Wiedergeburt einer jungen Eritreerin
Die junge Frau, welche am vergangenen Mai aus einem Boot im Meer vor Lampedusa gerettet wurde, hat bei ihrer Ankunft in Palermo ihren kleinen, in Libyen zur Welt gebrachten Jungen nicht mehr gefunden und ist daraufhin in eine tiefe Krise verfallen. Dank der Hilfe von Vermittlern und Sozialarbeitern hat sich ihr Zustand verbessert. Und sie hat ihr Kind wiedergesehen.
Freitag, 10. Oktober 2014
Harte Zeiten für die Caritas Palermo: die Grenzen der Gutwilligkeit
Auch wenn es schwer fällt während eines Notstandes das Adjektiv ‘organisiert’ zu verwenden, schienen die von der Caritas geleiteten Aufnahmezentren doch immer recht ordentlich. Freiwillige Mitarbeiter erwarteten ankommende Flüchtlinge am Hafen, mit Wasser und Sandalen. Dann wurden die Flüchtlinge in die verschiedenen Strukturen, entweder in das „Villaggio Ruffini, in die Kirche San Carlo oder nach Falsomiele, gebracht, wo ihnen meist Dusche, Kleidung und Essen angeboten wurde. Auch die Pfarrei Brancaccio stellte Unterkünfte zur Verfügung, um während der Sommermonate den ständigen Neuankünften gewachsen zu sein.
Samstag, 30. August 2014
Chronik einer Ankunft im Hafen von Palermo: 70 Kinder kommen an
Die Ausschiffung von 221 Syriern mit der „Sirio“ der italienischen Marine war für den gestrigen Morgen vorgesehen. Tatsächliche wurden aber nur 217 Personen an Land gebracht. Der Kapitän der Fregatte Mario Bilardi erklärte, ein Junge sei mit seiner Mutter in Porto Empedocle (AG) vor Bord gegangen. Angesichts des schlechten Gesundheitszustands (aufgrund der Dehydrierung) wurde eine unverzügliche Behandlung veranlasst. In Mazara del Vallo (TP) wurden noch zwei hochschwangere Frauen an Land gebracht, bei einer von ihnen schienen die Wehen bereits eingesetzt zu haben. Abgesehen von diesen Fällen waren die Passagiere allgemein bei guter Gesundheit.
Freitag, 13. Juni 2014
Schon wieder 1000 Flüchtlinge vor Italien geborgen
DW - Erneut haben mehr als 1000 Flüchtlinge die gefährliche Überfahrt von Nordafrika nach Europa gewagt. Italien will viele von ihnen in die sizilianische Stadt Porto Empedocle bringen. Dort liegen die Nerven blank.
Vor den Küsten Italiens und Maltas sind nach Angaben der Behörden erneut rund 1200 Flüchtlinge aus teils leckgeschlagenen und überfüllten Booten gerettet worden. Erst am Donnerstag und Freitag hatten die italienische Küstenwache und das Militär mehr als 3000 Migranten geborgen und in Sizilien an Land gebracht. Seit Januar sind damit fast 47.000 Menschen von Nordafrika über das Mittelmeer nach Italien gekommen - mehr als im gesamten Jahr 2013.
Vor den Küsten Italiens und Maltas sind nach Angaben der Behörden erneut rund 1200 Flüchtlinge aus teils leckgeschlagenen und überfüllten Booten gerettet worden. Erst am Donnerstag und Freitag hatten die italienische Küstenwache und das Militär mehr als 3000 Migranten geborgen und in Sizilien an Land gebracht. Seit Januar sind damit fast 47.000 Menschen von Nordafrika über das Mittelmeer nach Italien gekommen - mehr als im gesamten Jahr 2013.Donnerstag, 13. Februar 2014
Türen und Tore öffnen
In diesen Tagen hat das Innenministerium die Listen der SPRAR-Projekte (Servizio Protezione Richiedenti Asilo e Rifugiati, Zweitaufnahmesystem in Italien) veröffentlicht, die finanziert werden. Sizilien erwartet einen Geldregen in den Jahren 2014-2016, da circa 30% der Gesamtplätze in Italien hier genehmigt worden sind. Im Vergleich zu den letzten drei Jahren hat sich die Anzahl der Plätze deutlich erhöht, was uns erfreut, denn seit Jahren betonen wir immer wieder, dass die Notstandspolitik von einer mittel- bis langfristigen Aufnahmepolitik ersetzt werden muss.
In diesen nun begonnen drei Jahren fällt die starke Präsenz der Caritas als Träger für SPRAR-Zentren ins Auge, es gibt direkte (also die Caritas selber) und indirekte Trägerschaften durch Stiftungen oder "befreundete" Initiativen.
In diesen nun begonnen drei Jahren fällt die starke Präsenz der Caritas als Träger für SPRAR-Zentren ins Auge, es gibt direkte (also die Caritas selber) und indirekte Trägerschaften durch Stiftungen oder "befreundete" Initiativen.
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Freitag, 31. Januar 2014
In Palermo wird ein SPRAR eröffnet
In Palermo wird es zukünftig ein SPRAR geben, eine Zweitunterkunft für Asylsuchende und Flüchtlinge, in der es auch Integrationsangebote geben wird. 100 Plätze soll es geben: 84 davon für Inhaber eines internationalen Schutztitels, 12 für unbegleitete Minderjährige und 4 Plätze für Menschen mit einer (psychischen oder physischen) Behinderung.
Freitag, 22. November 2013
Die Jagd nach dem Gold
Auch in der Provinz Palermo ist – wie bereits 2011 – die Unterbringung zum Geschäft geworden.
Wie die Präfekturen anderer sizilianischer Provinzen, hat die Präfektur von Palermo nun Übereinkommen mit den Vereinigungen, Kooperativen und Konsortien getroffen, die die an sizilianischen Küsten ankommenden Migranten für 30 Euro pro ankommender Person “begrüßen” und “beherbergen”. Nach dem Ort Piana degli Albanesi (4 Zentren) haben auch Geraci Siculo, Petralia Soprana und Blufi die Tore geöffnet (für Geraci ist es eine Rückkehr zur Vergangenheit, genau wie für die Zentren in Piana degli Albanesi).
Wie die Präfekturen anderer sizilianischer Provinzen, hat die Präfektur von Palermo nun Übereinkommen mit den Vereinigungen, Kooperativen und Konsortien getroffen, die die an sizilianischen Küsten ankommenden Migranten für 30 Euro pro ankommender Person “begrüßen” und “beherbergen”. Nach dem Ort Piana degli Albanesi (4 Zentren) haben auch Geraci Siculo, Petralia Soprana und Blufi die Tore geöffnet (für Geraci ist es eine Rückkehr zur Vergangenheit, genau wie für die Zentren in Piana degli Albanesi).
Mittwoch, 1. Juni 2011
Man nennt sie Lampedusanerinnen
Man nennt sie die "lampedusane", die Frauen von Lampedusa. Aber es sind schwangere Nigeranerinnen, die in Lampedusa an Land gegangen sind und oft als Notfall ins städtische Krankenhaus von Palermo eingeliefert wurden. Bis zum 20.Mai waren es nur Nigeranerinnen, dann kamen 2 somalische Frauen, -Schwestern, eine Pakistanin und weitere Nigeranerinnen.
Dienstag, 17. Mai 2011
Gespäch mit dem tunesischen Konsul in Palermo
Nach einer kurzen Einführung in seine diplomatische Karriere berichtet und der Konsul, dass es am 14. Mai 2011 ein sit-in vor derm Konsulat gegeben habe, das seiner Meinung nach die Befürwortung der Revolution in Tunesien zum Ausdruck bringen wollte. Wir gehen zum Thema Migration über und er berichtet uns, dass laut dem italienischen Innenminister Maroni ca. 22-23.000 Tunesier seit Jahresanfang nach Italien gekommen seien, Hauptankunftsmonate seien Februar und März gewesen.
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