In den letzten Tagen haben wir die Erklärungen des Bürgermeisters von Gorino und über die Proteste seiner Mitbürger*innen gelesen. Viele von uns haben jene Fälle verurteilt. Ohne Zweifel haben Rassismus und Unwissenheit Ungeheuer für die Titelseiten geschaffen, aber es ist zu leicht „auf das Rote Kreuz zu feuern.“ Kein Medium hat die Fehler der Präfektur und der anderen übergeordneten Institutionen hervorgehoben, die es nicht geschafft haben einen Aufnahmeplan zu strukturieren. Es gibt kein Interaktionsprojekt zwischen den Neuankömmlingen und der lokalen Gemeinschaft. Man hat sicher erst in der Notsituation geregt, um den hundertsten sozialen Konflikt zu entfachen: eine Methode um das wahre Gesicht der Migrationspolitik zu verbergen und weiterhin Opfer zu fordern.
siciliamigranti.blogspot.com ist ein italienischsprachiges Monitoringprojekt zur Situation der Flüchtlinge in Sizilien, dort finden Sie die Original-Berichte, hier finden Sie die deutschen Übersetzungen. Klicken Sie auf die auf die Namen der Schlagworte (keywords), wenn Sie bestimmte Themen suchen.
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Freitag, 4. November 2016
Freitag, 11. März 2016
Besuch in der ehemaligen Kaserne Gasparro in Bisconte, Messina
Am 7. März haben wir zusammen mit Aktivist*innen und dem Abgeordneten der Partei Movimento 5 Stelle Francesco D’Uva die ehemalige Kaserne Gasparro in Bisconte in der Provinz Messina besucht. Als wir gegen fünf Uhr nachmittags eintreffen, finden wir das von Sicherheitsbeamten bewachte Tor offen. Zu Beginn der Besichtigung haben wir beim Vertreter der Betreibergesellschaft (die Associazione ARCA in Trapani) allgemeine Informationen über die aktuell anwesenden Bewohner eingeholt. Insgesamt sind es 198 Männer im Alter zwischen 18 und 25 Jahren aus Gambia, Mali, Nigeria und dem Senegal.
Mittwoch, 21. Oktober 2015
Lampedusa: Insel oder Versuchslabor?
Seit jeher ist der „Süden“ das Zentrum von Experimenten für die westliche Welt. Wieder werden die Insel Lampedusa und ihre Bewohner von europäischen Machthabern „benutzt“, um mit neuen Reglementierungen in Sachen Migration zu experimentieren. Und wieder müssen die Bewohner die Fehler dieses Systems ertragen. Zu Zeiten der Hotspots, der Verteilung von Menschen, müssen sie imstande sein, Solidarität zu zeigen und Aufnahmekapazitäten zu erweitern.
Trapani. Aufnahmemaschinerie außer Kontrolle
Anlandung ohne Ende, unbegleitete
minderjährige Flüchtlinge allein gelassen: 5 Monate zum Ausfüllen des Modells
C3*, 18 Monate Wartezeit für einen Termin vor der Gebietskommission, kein
Taschengeld mehr. Und schließlich ein Lager mit 600 Migranten, um auf „unserer“
Erde zu arbeiten und Oliven zu ernten für „unser“ extra reines Öl.
Dienstag, 20. Oktober 2015
Das Spezialaufnahmezentrum für Jugendliche von Mazara del Vallo: Sollte man es wirklich als solches bezeichnen?
Das Erstaufnahmezentrum für Jugendliche, welches
sich im ehemaligen Hotel Conte Ruggero II befindet, wird seit vergangenem Juni
von der Kooperative Fiori di Pesco
geleitet. Zugelassen ist es als Zentrum höchster Spezialisierung für die
unmittelbare Erstaufnahme, gemäß der Regionalverordnung des 25. Mai, was positiv
seitens der Gemeinde von Mazara del Vallo vermerkt wurde.
„Fiori del Pasco“ ist eine der vielen
Kooperativen, welche eigens für die Umstrukturierung von Hotelanlagen, wie die des
vier Sterne Hotels Conte Ruggero II, in Aufnahmezentren ins Leben gerufen
wurden. Laut diverser Stimmen innerhalb der Gemeinde und der Lokalpresse gehören der Verwaltung
dieser Kooperative auf direkte oder indirekte Weise Personen an, die bereits
andere Erstaufnahmezentren in der Provinz leiten.
Mittwoch, 27. Mai 2015
Das CAS/SPRAR in Piazza Armerina unter der Leitung der Vereinigung Don Bosco 2000
Am 25. Mai besuchten wir das Aufnahmezentrum in Piazza Armerina. Es steht unter der Leitung der Vereinigung Don Bosco 2000 und hat 46 Plätze im CAS* und 50 im SPRAR**. Die Vereinigung Don Bosco 2000 ist seit 2011 in der Migrantenaufnahme tätig und unterhält auch in der Stadt Aidone in der Provinz Enna ein Zentrum.
Freitag, 30. Januar 2015
Wiedereröffnung des CPA* von Pozzallo mit der Unterbringung von 70 Migranten
Von Corriere di Ragusa
Für 24 Tage war es geschlossen. Jetzt ist das Zentrum zur Erstaufnahem im Hafen von Pozzallo offiziell wieder eröffnet und beherbergt ungefähr 70 Migranten. Die Arbeiten zur Instandhaltung sind abgeschlossen. Sie wurden ausgeführt, um den ankommenden Migranten eine würdigere Unterbringung zu bieten. Jedoch sind keine Ankünfte vom Meer zu verzeichnen. Die 70 Migranten kommen aus anderen Aufnahmezentren, mit großer Wahrscheinlichkeit verlegt, um andere Einrichtungen auf der Insel zahlenmäßig zu „entlasten“. Eine weitere positive Nachricht ist: der bereits „berüchtigte“ Boiler, der die im CPA untergebrachten Personen mit warmem Wasser versorgen soll, ist angekommen.
Für 24 Tage war es geschlossen. Jetzt ist das Zentrum zur Erstaufnahem im Hafen von Pozzallo offiziell wieder eröffnet und beherbergt ungefähr 70 Migranten. Die Arbeiten zur Instandhaltung sind abgeschlossen. Sie wurden ausgeführt, um den ankommenden Migranten eine würdigere Unterbringung zu bieten. Jedoch sind keine Ankünfte vom Meer zu verzeichnen. Die 70 Migranten kommen aus anderen Aufnahmezentren, mit großer Wahrscheinlichkeit verlegt, um andere Einrichtungen auf der Insel zahlenmäßig zu „entlasten“. Eine weitere positive Nachricht ist: der bereits „berüchtigte“ Boiler, der die im CPA untergebrachten Personen mit warmem Wasser versorgen soll, ist angekommen.
Mittwoch, 7. Januar 2015
2014 sieht sich die Stadt mit dem Phänomen der Einwanderung konfrontiert. Zahlen und Polemiken
tempostretto.it - In diesem Jahr sind in der Stadt Messina zwei weitere Erstaufnahmeeinrichtungen entstanden – in der ehemaligen Kaserne Bisconte und in der ehemaligen öffentlichen Fürsorge- und Wohltätigkeitsanstalt (Ipab) – in Ergänzung zum Ende 2013 eingerichteten PalaNebiolo, der weiterhin voll ausgelastet in Betrieb ist. Insgesamt wurden 12.293 Personen aufgenommen und identifiziert, bei insgesamt 17 Anlandungen.
Dienstag, 10. Juni 2014
Aufnahme in Palermo: Nicht einmal Respekt Minderjährigen gegenüber
Die Situation in den Aufnahmezentren ist
paradox. Zentren, die für die Erstaufnahme da sein müssten und die sich
stattdessen faktisch in Gefängnisse verwandeln, in denen Migranten monatelang
eingesperrt sind, ohne dass jemand ihnen Hinweise irgendeiner Art gäbe, erst
recht keine Informationen über ihre eigenen Rechte.
In diesen Zentren werden die Menschen ihrer
Menschenwürde beraubt, und was noch schwerer wiegt, ist die Anwesenheit von
unbegleiteten Minderjährigen, die keiner haben will!
Montag, 23. Dezember 2013
Lampedusa: Khalid muss verlegt werden. Hier äußern sich seine Anwältinnen.
Wir veröffentlichen hiermit die zweite Pressemitteilung der Anwältinnen von Khalid, dem syrischen jungen Mann und Autor des Videos, das die Misshandlungen der Migranten im CSPA (Centro di Soccorso e Prima Accoglienza, Erstaufnahmezentrum) auf Lampedusa öffentlich gemacht hat. In diesem Zentrum wird Khalid seit 2 Monaten noch immer zusammen mit 26 anderen Migranten festgehalten, da er der Justiz zur Vefügung stehen muss.
Die Redaktion von Borderline Sicilia
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