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Mittwoch, 22. Oktober 2014

Fall Sharifi et al. gegen Italien und Griechenland – der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg verurteilt Italien.

Eine Klage stoppt Zurückweisungen von den Häfen der Adria. Diese wurden als unmenschliche und degradierende Behandlungen verurteilt.
 

Von meltingpot 
Alessandra Sciurba
Alles beginnt mit dem Tod von Zaher Rezai in Via Orlanda in Mestre [Stadtteil Venedigs] am 11. Dezember 2008. Ein afghanischer Junge der sich alleine, nach Monaten der Reise und 9.000 km Strecke, am Hafen in Patras, wie viele andere Minderjährige, versteckt unter einem Lastwagen auf einem Schiff begeben hatte, um den Gräueltaten in Griechenland zu entfliehen. Ein Land das bereits vom Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte für seine inhumane und erniedrigende Behandlung von Migranten verurteilt wurde und in dem es unmöglich ist ein internationales Schutzgesuch zu stellen.

Donnerstag, 18. September 2014

Es herrscht Stille über das gesunkene Schiff. Freiwillige Helfer: „Was sagen wir den Familien?“

Ctzen von Claudia Campese
Die Staatsanwaltschaft Catania informiert über die Entwicklungen im Fall des Bootes, welches mit über 400 Migranten an Bord im maltesischen Meer gesunken ist. Dennoch, bezüglich der Identität der Überlebenden wie auch der Toten, beruft sich die Abteilung weiterhin auf Zurückhaltung. „In diesen Tagen haben uns  dutzende Personen aus Gaza kontaktiert, um Informationen über Verwandte zu bekommen, aber auch wir erhalten keine Informationen von den Behörden,“ berichten Mitarbeiter des antirassistischen Netzwerks in Catania, La rete antirazzista catanese.

Mittwoch, 17. September 2014

Staatsanwaltschaft über den Schiffbruch der Migranten: Sie wurden versenkt.


Von Argo Catania
Bezirksstaatsanwalt der Republik
am Gericht von Catania
PRESSEMITTEILUNG
Die zu dem Schiffbruch, der sich in internationalen Gewässern ereignet hat, bisher durchgeführten Untersuchungen erlauben es, erste Ergebnisse bekannt zu geben.
Mehrere Quellen weisen darauf hin, dass die Versenkung eines Schiffes mit einer hohen, aber noch nicht präzise bestimmbaren Zahl, die mit mehr als 400 Migranten unterschiedlicher Nationalität angegeben wird, gewollt dadurch verursacht wurde, dass ein anderes, größeres Schiff das Boot gerammt hat. Dieses Verhalten sei verursacht worden durch die Weigerung der Migranten (und der Besatzung des dann untergegangenen Schiffes) in ein Boot umzusteigen, dass die Anzahl der Passagiere nicht verkraftet hätte.