siciliamigranti.blogspot.com ist ein italienischsprachiges Monitoringprojekt zur Situation der Flüchtlinge in Sizilien, dort finden Sie die Original-Berichte, hier finden Sie die deutschen Übersetzungen. Klicken Sie auf die auf die Namen der Schlagworte (keywords), wenn Sie bestimmte Themen suchen.
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Dienstag, 16. Juni 2015

Ein Land mit vielen Hindernissen

In Luxemburg hat gestern das Treffen der Europäischen Innenministern stattgefunden. Es ging um die neuen Politiken bezüglich Immigration, auch in Anbetracht der Vorschlägen der Europäischen Kommission und im  Hinblick auf den Gipfel, der Ende des Monats in Brüssel stattfinden wird. Anhand der ersten Informationen kann man sagen, dass beim Treffen entschieden wurde, die sogenannten “hotspots“ zu forcieren, jene Identifizierungs-  und Verteilungsknoten für ankommende Migranten, die dadurch noch einfacher zurückgeschickt werden können. Diese Entscheidung spiegelt das überhitzte Klima der letzten Tagen wieder, voll mit Erklärungen und Vorschlägen seitens der institutionellen Politik, die oft eine verfälschte Sprache ohne jede historische Dimension benutzen, um ihre Meinung bezüglich der schweren Situation der Migranten, die sich an die Grenzen Europas ansammeln, kund zu tun.

Dienstag, 30. September 2014

Tagebuch auf Lampedusa[InFestival]: Aufruf für ein „Alternatives Alarmnetzwerk“

Heute um 16.30 Uhr stellt Judith Gleitze von borderline-europe, Menschenrechte ohneGrenzen e.V. in der Area Marina Protetta, im Zuge des Filmfestivals „LampedusaInFestival“, das „Alternative Alarmnetzwerk“ vor. In Zukunft soll damit Migrant_innen in Seenot, mithilfe der Unterstützung zivilgesellschaftlicher Akteur_innen, in Echt-Zeit geholfen werden. 

Mittwoch, 24. September 2014

Tagebuch auf Lampedusa[InFestival]: Ein Tag vor dem Festival


Die Initiator_innen des Festivals, Juli 2013.
Heute ist ein ruhiger Tag auf Lampedusa. Doch die Ruhe trügt: Initiiert durch den lampedusanischen Verein ASKAVUSA beginnt morgen das sechste Mal in Folge das Filmfestival „LampedusaInFestival“ auf der kleinen Insel, die näher an Tunesien als an Italien grenzt.

In den nächsten Tagen werden wir, von borderline-europe, Menschenrechte ohne Grenzen e.V., an dieser Stelle jeden Tag einen Beitrag zum Festival mit Bildern veröffentlichen, um Euch über das Festival und unsere Arbeit vor Ort zu informieren. Heute nutzen wir die Ruhe vor dem Ereignis, um Euch einen kurzen Einblick über die Geschichte und zur Entstehung des Festivals zu geben.

Dienstag, 23. September 2014

Was hat die Politik aus vergangenen Katastrophen gelernt?

Fast ein Jahr ist es her, dass am 3. und 11. Oktober kurz hintereinander etwa 600 Menschen vor den Küsten Italiens und Maltas sterben mussten. Was hat das europäische Grenzregime aus den beiden Tragödien gelernt? Nichts.

Dienstag, 6. August 2013

Der Fall „Salamis“ – erneuter Versuch, Flüchtlinge nach Libyen zurückzudrängen

In der Nacht vom 4. auf den 5. August hat der unter liberianischer Flagge fahrende Tanker “M/T Salamis“ 102 Migranten 46 Seemeilen vor der libyschen Küste aus einem sinkenden Schlauchboot gerettet. Die Flüchtlinge waren in Richtung Europa, die „Salamis“ Richtung Malta unterwegs. Der griechische Kapitän hatte die Order zu Rettung von der römischen Seenotrettungszentrale erhalten und ist seiner Aufgabe unweigerlich nachgekommen, so wie es die internationalen Konventionen vorsehen.

Freitag, 9. November 2012

Mehr Flüchtlinge, mehr Mauern: Netzwerk Migreurop veröffentlichte seinen zweiten Migrationsatlas

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Foto: dpa/Francesco Malavolta
Von Susanne Götze, Neues Deutschland - In Zeiten der Globalisierung gibt es weltweit mehr Hochsicherheitsanlagen an den Grenzen als je zuvor. Die Organisation Migreurop dokumentiert in ihrem neuen Migrationsatlas die Wege von Menschen auf der Flucht und die Asylpolitik der EU. Die meisten Flüchtlinge versuchen weiterhin, über das Mittelmeer nach Europa zu gelangen. Die libyschen Passagiere dieses Bootes haben es auf die italienische Insel Lampedusa geschafft.

An Europas Außengrenzen sterben jeden Tag fünf Menschen

WAZ - Sie müssen ihre Heimat verlassen und hoffen auf ein neues Leben in Europa. Aber für viele Flüchtlinge endet der Versuch, ohne Visum in die EU einzureisen, tödlich. Laut Netzwerk Migreurop kamen 2011 mehr als 2000 Menschen an den Außengrenzen der EU um. Viele davon Libyer auf der Flucht vor Gewalt. An den europäischen Grenzen sind im vergangenen Jahr im Durchschnitt fünf Menschen pro Tag bei Versuchen der illegalen Einreise ums Leben gekommen: