siciliamigranti.blogspot.com ist ein italienischsprachiges Monitoringprojekt zur Situation der Flüchtlinge in Sizilien, dort finden Sie die Original-Berichte, hier finden Sie die deutschen Übersetzungen. Klicken Sie auf die auf die Namen der Schlagworte (keywords), wenn Sie bestimmte Themen suchen.
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Montag, 26. Juni 2017

Migrant*innen: Die CIE* und die Hotspots, die mit ihrem Dreck, der Kälte und der Entwürdigung an Lager erinnern

MeridioNews.it – Der erste Bericht des Staatsbeauftragten für die Rechte der Inhaftierten und der Freiheitsberaubten unterstreicht die lange Mängelliste, die den Aufenthalt der in Italien angekommenen ausländischen Mitbürger*innen kennzeichnet. Hier kommen strukturelle Probleme und Verfahrensweisen zusammen, die Fragen aufwerfen zum Einhalten der Regeln. 


Mittwoch, 22. Juni 2016

Westsizilien: Eine Höllenwoche


Foto von Alberto Biondo
Das ist die einzige Erklärung für die Tatsache, dass das Ministerium seit dem 25. Mai immer noch nicht die Genehmigung erteilt hat, die mehr als 200 Personen, die sich im Hotspot Milo aufhalten zu verlegen. Diese Migrant*innen, unter ihnen Frauen und ca. 20 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, sind alle identifiziert worden und werden dort unrechtmäßig festgehalten: Und die einzigen Nutznießer dieser Situation sind die Kassen der Badiagrande.  

Freitag, 8. April 2016

Wir empfangen euch mit offenen Armen

Foto Alberto Biondo

Unsere erste Empfindung bei der Ankunft im "Cas San Marco" in Licata war die der Beschämung und der Verlegenheit. Unmittelbar gegenüber der Eingangstür des Gebäudes, das 68 junge Männer beherbergt, steht eine Christusfigur, die mit ausgebreiteten Armen die Menschen zu trösten scheint. Wenn wir nur daran denken, dass all die jungen Menschen, die hier aus dem Fenster schauen alles andere als getröstet sind, wird auch uns das Herz schwer, wie eine ältere Dame ihre Empfindung beschreibt, die vor der Statue stehengeblieben ist.

Montag, 7. September 2015

Geschichten aus Siculiana, Teil 2: Licht und Schatten auf der Villa Sikania


Beschäftigen wir uns weiter mit der Villa Sikania (Siculiana, Provinz Agrigent). Sie ist eine ehemalige Drei-Sterne-Unterkunft für Touristen, 2014 umgewandelt in ein Zentrum für die allererste Aufnahme, ein Durchgangsort. Verwaltet wird das Zentrum von der Kultur-Vereinigung Cometa, eine der viele Vereinigungen, die mit Acuarinto verbunden sind, eine der Körperschaften, die das Oligopol der Aufnahme in der Provinz Agrigent fest in den Händen hält. Wenn man jedoch die Schlüsselworte „Villa Sikania“ in eine Suchmaschine eingibt, sind die ersten Resultate, die Google vorschlägt, der Bewertung des Hotels (z.B. TripAdvisor) oder der Buchung gewidmet; als ob die Verwalter den Zweck des Hauses nicht geändert hätten. Nur wenn man verschiedene Online-Zeitungen durchforstet und in der Vergangenheit wühlt, findet man Spuren des radikalen Wechsels, den das alte Parkhotel in Siculiana überrollt hat.

Donnerstag, 3. September 2015

Geschichten aus Siculiana: Licht und Schatten der Aufnahme im Zentrum für Erstaufnahme „Villa Sikania“*

 „Zeit existiert hier nicht. Man verbringt die Tage mit essen, schlafen und warten; mit der Zeit ist es, als ob es sie gar nicht gäbe.“ Das sind die Worte von A., einem sehr jungen Afrikaner, der uns sagt, dass er gerade am Tag zuvor 18 Jahre alt geworden sei. Wir beglückwünschen ihn mit Verspätung, er lächelt, aber sofort verdunkelt sich sein Blick von neuem. Sein Freund B. hat ein weißes Pflaster in der rechten Armbeuge. „Ich war krank, sie mussten mich vor ein paar Tagen ins Krankenhaus bringen. Hier (ndr, in der Villa Sikania) geben sie keine Medizin aus, überhaupt keine.“ Wir wissen aber, dass es in der Einrichtung eine Krankenschwester gibt. Es gelingt uns nicht, genau zu verstehen, woran B. leidet. Fakt ist, dass ihn ein Mitarbeiter ins Krankenhaus begleitet hat, wo er behandelt wurde.

Freitag, 5. Dezember 2014

Agrigent - Eine Mauer des Schweigens

Im Unterschied zu anderen Orten auf Sizilien scheint in der Provinz Agrigent ein Zustand des Friedens und der Ruhe zu herrschen. Aber das ist nur scheinbar so. In der Provinz Italiens, in der die wenigsten leben möchten (statistische Daten aus diesen Tagen), scheint in den Aufnahmezentren alles in Ordnung zu sein.

Freitag, 18. April 2014

Kommunizierende Röhren

Das Prinzip der kommunizierenden Gefäße oder Röhren ist ein physikalisches: eine Flüssigkeit in  zwei oder mehreren miteinander in Verbindung stehenden Gefäßen erreicht immer die gleiche Höhe, wenn sie der Schwerkraft unterworfen ist.  Das bedeutet, die Flüssigkeit hat in allen miteinander verbundenen Gefäßen den gleichen Höhenlevel.