Yvan Sagnet kommt aus Kamerun. 2007
kommt er nach Italien um zu studieren und schreibt sich am
Polytechnikum in Turin ein. Im Sommer 2011 arbeitet er in Nardò in
Apulien, auf dem Gut Boncuri um sich das Studium zu finanzieren; dort
werden Arbeiter für die Tomatenernte eingestellt. Und dort wird er
sich der unmenschlichen Lebens- und Arbeitsbedingungen zu denen die
„Vorarbeiter“ die Hilfsarbeiter zwingen, bewusst und erfährt
über den ersten autonomen Streik der Hilfsarbeiter in Italien. Wir
haben Yvan in Vittoria, anlässlich einer Diskussion über das Thema
„Territorium und Rechte“, organisiert von der CGIL FLAI
(italienische Landwirtschaftsgewerkschaft) und der Sozialen
Kooperative Proxima, getroffen.
siciliamigranti.blogspot.com ist ein italienischsprachiges Monitoringprojekt zur Situation der Flüchtlinge in Sizilien, dort finden Sie die Original-Berichte, hier finden Sie die deutschen Übersetzungen. Klicken Sie auf die auf die Namen der Schlagworte (keywords), wenn Sie bestimmte Themen suchen.
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Mittwoch, 6. Februar 2013
Mittwoch, 2. Mai 2012
10 Stunden Feldarbeit für 15 Euro
Von argocatania.org
Für 15 Euro 10 Stunden auf dem Feld zu arbeiten, ist nicht nur in Paternò die Realität (siehe dazu die Untersuchung von M. Barresi, in der Ausgabe der Zeitung La Sicilia vom 24.4.2012), sondern in einem Großteil unseres Landes, vorbehalten für alle ausländischen Arbeitskräfte. Die Modalitäten der Bezahlung sind seit zig Jahren die Gleichen: Um fünf Uhr am Morgen, an vereinbarten Orten, suchen die „Vorarbeiter“ Sizilianer und Ausländer aus, lassen sie auf die Kleinlaster oder Lastwagen steigen, um sie aufs Feld zu bringen. 5 Euro muss der Angeheuerte dem Vorarbeiter dafür geben.
Wer für die Orangenernte von Scordia oder Lentini bezahlt wird, kann entscheiden, ob er sich 20 Euro (für den Tag) oder 50 Cent pro Kiste bezahlen lässt. Für den sizilianischen Tagelöhner beträgt die Bezahlung 40-45 Euro pro Tag.
Für 15 Euro 10 Stunden auf dem Feld zu arbeiten, ist nicht nur in Paternò die Realität (siehe dazu die Untersuchung von M. Barresi, in der Ausgabe der Zeitung La Sicilia vom 24.4.2012), sondern in einem Großteil unseres Landes, vorbehalten für alle ausländischen Arbeitskräfte. Die Modalitäten der Bezahlung sind seit zig Jahren die Gleichen: Um fünf Uhr am Morgen, an vereinbarten Orten, suchen die „Vorarbeiter“ Sizilianer und Ausländer aus, lassen sie auf die Kleinlaster oder Lastwagen steigen, um sie aufs Feld zu bringen. 5 Euro muss der Angeheuerte dem Vorarbeiter dafür geben.
Wer für die Orangenernte von Scordia oder Lentini bezahlt wird, kann entscheiden, ob er sich 20 Euro (für den Tag) oder 50 Cent pro Kiste bezahlen lässt. Für den sizilianischen Tagelöhner beträgt die Bezahlung 40-45 Euro pro Tag.
Freitag, 24. Februar 2012
Vittoria, gedemütigte und beleidigte ausländische Arbeiter
Von Antonello Mangano
„Wir arbeiten Tag und Nacht“, das sagte uns einer der Tunesier aus Vittoria. Einer von denen, die ihre eigenen Ersparnisse eingesetzt haben, um ein wenig Eigentum zu erwerben. Einer von denen, die einem dreißigjährigen System von Ausbeutung entkommen sind, das den Italienern grünes Gold (Gemüse) und den Ausländern Hunger garantiert hat. Ein heute erschienener Artikel in der Repubblica (italienische Tageszeitung) beschuldigt die Migranten Strohmänner der Mafia zu sein. Ohne den Hauch eines Beweises.
„Wir arbeiten Tag und Nacht“, das sagte uns einer der Tunesier aus Vittoria. Einer von denen, die ihre eigenen Ersparnisse eingesetzt haben, um ein wenig Eigentum zu erwerben. Einer von denen, die einem dreißigjährigen System von Ausbeutung entkommen sind, das den Italienern grünes Gold (Gemüse) und den Ausländern Hunger garantiert hat. Ein heute erschienener Artikel in der Repubblica (italienische Tageszeitung) beschuldigt die Migranten Strohmänner der Mafia zu sein. Ohne den Hauch eines Beweises.
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