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Mittwoch, 6. Februar 2013

Mein Traum ist die Gegenwart – Ein Interview mit Yvan Sagnet

Yvan Sagnet kommt aus Kamerun. 2007 kommt er nach Italien um zu studieren und schreibt sich am Polytechnikum in Turin ein. Im Sommer 2011 arbeitet er in Nardò in Apulien, auf dem Gut Boncuri um sich das Studium zu finanzieren; dort werden Arbeiter für die Tomatenernte eingestellt. Und dort wird er sich der unmenschlichen Lebens- und Arbeitsbedingungen zu denen die „Vorarbeiter“ die Hilfsarbeiter zwingen, bewusst und erfährt über den ersten autonomen Streik der Hilfsarbeiter in Italien. Wir haben Yvan in Vittoria, anlässlich einer Diskussion über das Thema „Territorium und Rechte“, organisiert von der CGIL FLAI (italienische Landwirtschaftsgewerkschaft) und der Sozialen Kooperative Proxima, getroffen.

Mittwoch, 2. Mai 2012

10 Stunden Feldarbeit für 15 Euro

Von argocatania.org
Für 15 Euro 10 Stunden auf dem Feld zu arbeiten, ist nicht nur in Paternò die Realität (siehe dazu die Untersuchung von M. Barresi, in der Ausgabe der Zeitung La Sicilia vom 24.4.2012), sondern in einem Großteil unseres Landes, vorbehalten für alle ausländischen Arbeitskräfte. Die Modalitäten der Bezahlung sind seit zig Jahren die Gleichen: Um fünf Uhr am Morgen, an vereinbarten Orten, suchen die „Vorarbeiter“ Sizilianer und Ausländer aus, lassen sie auf die Kleinlaster oder Lastwagen steigen, um sie aufs Feld zu bringen. 5 Euro muss der Angeheuerte dem Vorarbeiter dafür geben.
Wer für die Orangenernte von Scordia oder Lentini bezahlt wird, kann entscheiden, ob er sich 20 Euro (für den Tag) oder 50 Cent pro Kiste bezahlen lässt. Für den sizilianischen Tagelöhner beträgt die Bezahlung 40-45 Euro pro Tag.

Freitag, 24. Februar 2012

Vittoria, gedemütigte und beleidigte ausländische Arbeiter

Von Antonello Mangano

„Wir arbeiten Tag und Nacht“, das sagte uns einer der Tunesier aus Vittoria. Einer von denen, die ihre eigenen Ersparnisse eingesetzt haben, um ein wenig Eigentum zu erwerben. Einer von denen, die einem dreißigjährigen System von Ausbeutung entkommen sind, das den Italienern grünes Gold (Gemüse) und den Ausländern Hunger garantiert hat. Ein heute erschienener Artikel in der Repubblica (italienische Tageszeitung) beschuldigt die Migranten  Strohmänner der Mafia zu sein. Ohne den Hauch eines Beweises.