siciliamigranti.blogspot.com ist ein italienischsprachiges Monitoringprojekt zur Situation der Flüchtlinge in Sizilien, dort finden Sie die Original-Berichte, hier finden Sie die deutschen Übersetzungen. Klicken Sie auf die auf die Namen der Schlagworte (keywords), wenn Sie bestimmte Themen suchen.
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Montag, 21. August 2017

„Licht am Ende des Tunnels oder wie die Abschottung Europas zu einer menschlichen Tragödie wird“

Schiffe, die von Italien nach Libyen transferiert werden, ein Verhaltenskodex für Seenotrettungs-NGOs, der keinerlei legale Basis hat, Einschüchterungsversuche durch die italienische Regierung und durch Teile der libyschen Küstenwache, die massive Kriminalisierung der Seenotrettung, all das lässt uns an längst vergangenen Zeiten erinnern. Damals, 2004, als die Cap Anamur Menschen rettete und die Retter dafür fünf Jahre vor Gericht saßen. Die EU und Italien schließen Abkommen mit einem libyschen Staat, der nicht existiert. Die Ankünfte in Italien gehen zurück, weil Libyen nun den Polizisten spielt – ohne Rücksicht auf die Lebensbedingungen der Geflüchteten in libyschen Gefängnissen und connection houses. Ein Überblick von Judith Gleitze, borderline-europe/Borderline Sicilia, Palermo

Sonntag, 31. Juli 2016

Die Aufnahme von Minderjährigen, genannt „Die Hölle“

Wir blicken den Maßnahmen, die hier in Sizilien von institutioneller Seite ergriffen werden, mit starkem Kummer entgegen. Die Institutionen haben die Pflicht alle Menschen und vor allem Minderjährige zu schützen, unter Einhaltung der nationalen und internationalen Normen.

Sonntag, 24. Juli 2016

Geflüchtete Kinder leben allein auf den Straßen Siziliens nachdem sie ihr Leben im Mittelmeer riskiert hatten

"Ahmed!, Ahmed!, Ahmed!". Eine keuchende Stimme erschallt am anderen Ende des Platzes und mit einem Domino-Effekt weckt sie alle, die in der Gegend sich ausruhten. Sie stehen auf und versuchen nervös den Glücklichen auszumachen und wiederholen ehrfürchtig seinen Namen. Derjenige der schreit, hat ein Handy in der Hand, Ahmed (ein erfundener Name) springt auf von der Bank und rennt hin zu diesem Menschen, um ein in der italienischen Stadt Catania sehr wertvolles Geschenk entgegen zu nehmen: einen Anruf aus einem anderen europäischen Land.

Unbegleitete, minderjährige Geflüchtete müssen eine letzte Hürde überwinden – die Mafia

Aus The Guardian

Viele unbegleitete, minderjährige Geflüchtete sind von der Insel verschwunden, während Anschuldigungen aufkommen es handele sich um Menschenhandel von organisierten kriminellen Gruppen.


Samstag, 14. November 2015

Auf der Flucht – Wenn Menschen ihre Heimat verlassen

neuneinhalb reist in dieser Folge auf die italienische Insel Sizilien. Für viele Bootsflüchtlinge beginnt Europa hier - wenn Sie nach Tagen auf dem Mittelmeer zum ersten Mal europäischen Boden betreten. Giovanna ist eine von vielen Freiwilligen auf Sizilien, die sich für die Flüchtlinge einsetzen. Sie beobachtet, wie seit Jahren immer mehr Flüchtlinge in ihrer Heimat ankommen und kämpft dafür, dass sie gut aufgenommen werden. Giovanna zeigt uns nicht nur Boote, auf denen Flüchtlinge gereist sind, sondern auch, wie es mit den Flüchtlingen nach ihrer Ankunft weitergeht. Außerdem treffen wir Mamadou, der als 15-Jähriger ohne Eltern die gefährliche Überfahrt über das Mittelmeer gewagt hat. Jetzt hat er auf Sizilien eine zweite Heimat gefunden und hilft selbst Flüchtlingen. Mehr über seine Geschichte erfährst du hier bei neuneinhalb! 
Videobeitrag

Freitag, 4. September 2015

Migranten: Ein Schlauchboot sinkt vor Libyen, ein Toter. Auf dem Patrouillenboot wird ein Kind geboren.

Repubblica.it – Italienische Rettungseinheiten helfen den Schiffsbrüchigen, es wird nach den Vermissten gesucht. 23 Menschen wurden als vermisst gemeldet. Migranten erreichen Messina, Augusta und Cagliari. Das Patrouillenboot wird nach einer Rettung mit einer blauen Schleife geschmückt.
In der Odyssee der Migranten gehen Tod und Hoffnung weiterhin Hand in Hand. Der Leichnam eines Migranten wurde vom Personal der Küstenwache und der Finanzwache geborgen. Diese haben wenige Meilen vor der libyschen Küste 91 Personen in Sicherheit gebracht, die auf einem halb gesunkenen Schlauchboot in Richtung Italien unterwegs waren. In diesen Gewässern wird auch die Suche nach eventuellen Vermissten fortgeführt. Die Küstenwache nach dem Eingang eines Notrufs drei Wachboote aus Lampedusa und eine Einheit der Finanzwache zu dem havarierten Schlauchboot geschickt.

Dienstag, 20. Januar 2015

Mediterranean Hope. Das Haus der Kulturen an der Grenze seiner Aufnahmefähigkeit

NEV - Ein besonderes Projekt für die unbegleiteten Minderjährigen. Ein stetig anwachsendes Phänomen.
Scicli (NEV), 7.Januar 2015 – „Zuerst bin ich in die Türkei geflüchtet. Dann wollte ich nach Griechenland, aber sie haben mich zurückgeschickt. Am Ende habe ich mich mit ungefähr 250 Personen, vor allem Frauen und Kindern, Richtung Sizilien eingeschifft. Aber der Motor hatte eine Panne und wir waren vier Tage und Nächte auf See, ohne Trinkwasser und Essen, bis wir endlich gerettet wurden. Aber meine Reise ist nichts ist nichts im Vergleich zu dem, was ich in Syrien gesehen und erlebt habe.“ Mustafa ist 14 Jahre alt, und er ist einer der 38 Bewohner, die aktuell im Haus der Kulturen von Scicli von den Mitarbeitern des Projektes Mediterranean Hope aufgenommen wurden.

Dienstag, 23. September 2014

Was hat die Politik aus vergangenen Katastrophen gelernt?

Fast ein Jahr ist es her, dass am 3. und 11. Oktober kurz hintereinander etwa 600 Menschen vor den Küsten Italiens und Maltas sterben mussten. Was hat das europäische Grenzregime aus den beiden Tragödien gelernt? Nichts.

Donnerstag, 3. Juli 2014

45 Leichen im Fischerboot: Schlepper verhaftet

newsat - Die Flüchtlingstragödien vor Italiens Küste reißen nicht ab: Die italienische Polizei hat am Donnerstag zwei weitere mutmaßliche Schlepper an Bord des Fischerbootes mit 590 Flüchtlingen identifiziert, in dem in der Nacht auf Montag 45 Leichen gefunden worden waren. Dabei handelt es sich um zwei Senegalesen. Am Mittwoch waren bereits zwei mutmaßliche Schlepper festgenommen worden. Sie sollen von den Organisatoren der Überfahrt 15.000 Euro kassiert haben.

Montag, 30. Juni 2014

Drama vor Italien: Küstenwache entdeckt 30 Leichen auf Flüchtlingsboot

Rettungsschiff der italienischen Marine (Archivbild): Mehr als 60.000 Flüchtlinge trafen 2014 in Italien einSpiegel Online - Hunderte Flüchtlinge sind am Wochenende aus Nordafrika kommend in Italien gelandet. Für mindestens 30 von ihnen endete die gefährliche Flucht tödlich: Italiens Küstenwache barg von einem Boot Dutzende Leichen.

Freitag, 20. Juni 2014

Internationaler Flüchtlingstag: „Aufnahme nicht nur im Süden“

Die Feierlichkeiten zum Internationalen Flüchtlingstag, dem 20. Juni, finden in diesem Jahr zu einer besonderen Zeit für unser Land statt: 50.000 Menschen sind vom 1. Januar bis heute an den Küsten Siziliens an Land gegangen. Die Operation Mare Nostrum hat Flüchtlinge aus vielen Ländern der Welt und von unterschiedlichen Kontinenten im Mittelmeer aufgegriffen und bis zu den Häfen gebracht.

Montag, 9. Juni 2014

Die große Flucht

Tempostretto - Weitere 3.000 Menschen sind im Laufe des Wochenendes auf Sizilien an Land gegangen. Die Zeltstadt Messina ist abermals voll und schließt weitere Ankommende nicht aus. Die Daten von Frontex über die MigrantInnenströme und die Migrationsrouten zeigen ein vollständiges Bild jenes Phänomens, das sich nicht nur auf Sizilien beschränkt.

Donnerstag, 6. Februar 2014

Anlandungen auf Sizilien: 1000 Menschen gerettet

Repubblica Palermo – 6 Wasserfahrzeuge von der Marine identifiziert. 126 Personen in Sicherheit gebracht. Es sind sechs Wasserfahrzeuge, die von den Schiffen und Helikoptern der Marine, die in dem Unternehmen „Unser Meer“ eingesetzt sind, in den Gewässern süd-östlich von Lampedusa entdeckt wurden.

Freitag, 25. Oktober 2013

Vor Sizilien: Hunderte Bootsflüchtlinge gerettet

FAZ - Im Rahmen verstärkter Kontrollen der italienischen Küstenwache sind zwischen Sizilien und der tunesischen Küste mehr als 700 Flüchtlinge aufgegriffen worden. Die Menschen waren mit vier Kuttern auf dem Weg nach Italien.

Dienstag, 15. Oktober 2013

Rund 300 Flüchtlinge im Mittelmeer gerettet

Rom (Reuters) - Die italienische Marine hat am Dienstag rund 300 weitere Einwanderer auf dem Mittelmeer zwischen Libyen und Sizilien gerettet.

Freitag, 11. Oktober 2013

Erneut Schiffbruch im Kanal von Sizilien: es werden weitere 50 Tote gezählt. Die Überlebenden stundenlang als Geiseln auf Grund eines diplomatischen Vorfalls zwischen Italien und Malta

Hundertster Schiffbruch 70 Meilen vor der Küste Lampedusas, in maltesischen Gewässern. Ein Boot mit 250 Migranten an Bord hatte das SOS-Signal per Satellitentelefon gesendet. Es wurde von einem maltesischen Helikopter gesichtet und die Passagiere hatten, aus Angst nicht abgefangen zu werden, begonnen mit den Armen zu winken. Von da an begann die Tragödie. Auf Grund des Ungleichgewichts, verursacht durch das Durcheinander an Bord, kenterte das Boot und alle Migranten wurden ins Meer geworfen.

Dienstag, 8. Oktober 2013

250 Migranten im Hafen von Catania angekommen

Lettera 43 – Die Anlandungen auf Sizilien und die Rettungseinsätze im Mittelmeer gehen weiter. Kurz nach 5 Uhr am Morgen des 8. Oktobers ist das Boot Begonia G, unter panamaischer Flagge fahrend, im Hafen Catanias angekommen. Am vorhergehenden Tag hatte es 60 Meilen vor der siracusischen Küste ca. 250 Migranten, unter ihnen angeblich Syrer und Palästinenser, gerettet.

Donnerstag, 3. Oktober 2013

Krokodilstränen: Kommentar des Vereins Naga zum erneuten Schiffbruch

Mailand 3.10.2013 - Wir haben vom erneuten Schiffbruch heute Nacht vor der sizilianischen Küste gelesen und zusammen mit Schmerz fühlen wir Wut über das Vorgefallene und wie es interpretiert wird. Die Verantwortung für die Toten im Meer wird den Schleusern oder den Wetterbedingungen zugeschrieben, je nachdem: verantwortlich sind jedoch die europäischen Länder, die Politik der Zurückweisungen und der fehlenden Aufnahme.“ Dies erklärt die Vorsitzende des Vereins Naga, Cinzia Colombo.

Dienstag, 1. Oktober 2013

3 der 13 toten Migranten von Sampieri identifiziert

Il clandestino - Für drei der 13 Migranten, die gestern bei der Anlandung in Sampieri ertrunken sind, wird es einen Namen geben, an den erinnert werden kann, der auf einen Gedenkstein geschrieben werden kann. Dank der Dokumente, die in den Taschen der Kleidung gefunden wurde, konnte die Identifizierung ermöglicht werden.

Montag, 30. September 2013

Tragische Anlandung in Sampieri, 13 Migranten tot

Il clandestino - Immigrationstragödie, heute Vormittag, in Sampieri. Ein Holzboot, das ca. 300 Personen transportierte, unter ihnen 20 Kinder und eine Schwangere in schlechtem Zustand, wurde auf dem Meer nahe der Gegend Pisciotto von Touristen gemeldet. Da sie der Strömung misstrauten, sind die Migranten ins Meer gesprungen, um das Ufer schwimmend zu erreichen. Einige von ihnen konnten der Kraft der Wellen nicht standhalten und kamen um.