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Freitag, 14. April 2017

Die aktuelle Lage im Camp Pian del Lago nach der x-ten Räumung

Die Ordnungskräfte haben das Camp Pian del Lago in Caltanissetta Mitte März erneut geräumt. Dies hatte nur die Folge, dass die Personen, die unter der Überführung der nahen Landstraße vorläufig Zuflucht gefunden hatten, nur für kurze Zeit vertrieben wurden. Nach dem Polizeieinsatz am frühen Morgen wurden einige Geflüchtete in Aufnahmezentren von Caltanissetta gebracht. Viele andere, die keine neue Bleibe gefunden haben, waren gezwungen noch in der selben Nacht ihre Zelte wieder aufzubauen. 


Donnerstag, 9. Februar 2017

Schwerste Verletzungen der Rechtsnormen auf Lampedusa

In diesen, aus menschlicher Sicht, so gefühllosen Zeiten, stellen wir uns immer wieder die selbe Frage, wie viel weiter können wir noch gehen? Die eingeschlagene Richtung ist klar, Mauern, Ablehnung und Vernachlässigung. Die Konsequenzen dieser unmenschlichen politischen Entscheidungen bezahlen die Migrant*innen. Entweder werden sie in Libyen zu Schlachtfleisch (der Staat hat die Genfer Konvention nicht unterzeichnet), sie sterben im Meer oder sie werden in Italien ausgenutzt und allein gelassen. Heute, nachdem die Jagd auf Migrant*innen offiziell eröffnet wurde, hat sich ihre Lage noch verschlimmert und die Suchaktionen in den Städten sind bereits angelaufen.
Migrant*innen aus Lampedusa sind in Porto Empedocle angekommen. Ph: Alberto Todaro

Donnerstag, 2. Februar 2017

Besuche im Zeltlager von Pian del Lago

Im Monat Januar haben wir zwei Mal das Zeltlager in Pian del Lago, bei Caltanissetta, zusammen mit den Mitarbeiter*innen von Oxfam besucht, im Rahmen des Projekts OpenEurope. Die Räumung des Lagers einige Tage vor Weihnachten war in allen Printmedien präsent, hat aber so gut wie keine Auswirkungen auf das Leben der Migrant*innen gehabt: Sie lebten davor auf der Straße und dort sind sie immer noch. Sobald die Nachricht aus der Presse verschwand, haben sich etliche von ihnen einfach wieder unter den Autobahnbrücken eingerichtet, wo sie mit Hilfe von halbkaputten Zelten, Pappkartons und Plastikplanen ihre Behelfsunterkünfte wieder aufgebaut haben. Und hier harren sie aus, einem der kältesten Winter der letzten Jahre trotzend.