- In Tunesien zurückgewiesene Flüchtlinge. Videodokumentation des Flüchtlingslagers in Shousha.
- Erneut Anlandungen in Lampedusa und Überführungen nach Pozzallo.
Zahlen der Ankünfte und der Verschollenen.
- Suche nach den verschollenen tunesischen Migranten. Mütter stürmen die italienische Botschaft in Tunis.
- Protest einer Gruppe von nigerianischen Asylbewerbern in Palma di Montechiaro.
Spannungen auch in der Gegend von Ragusa.
- Berichte aus der Hölle in Milo (Identifikations- und Abschiebezentrum in Trapani).
- Beobachtung der Verletzungen des Rechts auf Verteidigung.
siciliamigranti.blogspot.com ist ein italienischsprachiges Monitoringprojekt zur Situation der Flüchtlinge in Sizilien, dort finden Sie die Original-Berichte, hier finden Sie die deutschen Übersetzungen. Klicken Sie auf die auf die Namen der Schlagworte (keywords), wenn Sie bestimmte Themen suchen.
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Samstag, 31. März 2012
Samstag, 18. Februar 2012
Und alles beginnt erneut in Rom...
Nachdem sie 22 Tage in Palermo verbracht haben, verlagerten sich die Nachforschungen der tunesischen Delegation nach Rom, wo ihre Mitglieder heute Morgen vergeblich versucht haben, eine Audienz beim tunesischen Botschafter Naser Mistiri zu bekommen. Der erste Tag des Aufenthalts der Delegation der Familien von Verschwundenen in Rom ist jedoch ohne irgendein Ergebnis zu Ende gegangen; vergeblich hatten sie heute Morgen um eine Audienz beim tunesischen Botschafter Naser Mistiri gebeten, doch er war bei einem Treffen mit einigen italienischen Ministern. Der Tag stand im Zeichen von Nervosität und Durcheinander, nachdem Imed Soltani, Sprecher und Mitglied der Delegation, ein Telefonanruf von Adel Laied, dem Direktor der tunesischen NGO "Front National de Concorde", erhalten hat, in welchem er ihm die aktuellen Ereignisse mitteilte. Das Treffen mit dem Botschafter Mistiri sei aufgrund des Sit-Ins vor der tunesischen Botschaft in Rom, organisiert von Rebecca Kraiem, abgesagt worden.
Montag, 6. Februar 2012
Die Abrechnung
vom Blog „Nische des Patrioten“
Ein Treffen zwischen Mitgliedern der neuen tunesischen Regierung und der tunesischen Comunity auf Sizilien:
Es ist ein sehr intensives Treffen zwischen Houcine Jaziri – Staatssekretär für Emigration und verantwortlich für die im Ausland lebenden Tunesier – und der tunesischen Gemeinschaft von Palermo. Der Konsul (in Palermo) Abd Rahman Ben Mansour und Osama Sghaier, stellvertretendes Mitglied für die in Italien lebenden Tunesier der verfassungsgebenden Versammlung Tunesiens nehmen ebenfalls teil. Während der Rede des Staatssekretärs fehlte es nicht an Tränen und Schreien der Mütter der Verschwundenen. Sie klagen die neue provisorische Regierung an, da sie einen Mantel des Schweigens über die zahlreichen „Desparecidos“ des Mittelmeers hüllen, die als die wahre Macher der Tunesischen Revolution gelten.
Ein Treffen zwischen Mitgliedern der neuen tunesischen Regierung und der tunesischen Comunity auf Sizilien:
Es ist ein sehr intensives Treffen zwischen Houcine Jaziri – Staatssekretär für Emigration und verantwortlich für die im Ausland lebenden Tunesier – und der tunesischen Gemeinschaft von Palermo. Der Konsul (in Palermo) Abd Rahman Ben Mansour und Osama Sghaier, stellvertretendes Mitglied für die in Italien lebenden Tunesier der verfassungsgebenden Versammlung Tunesiens nehmen ebenfalls teil. Während der Rede des Staatssekretärs fehlte es nicht an Tränen und Schreien der Mütter der Verschwundenen. Sie klagen die neue provisorische Regierung an, da sie einen Mantel des Schweigens über die zahlreichen „Desparecidos“ des Mittelmeers hüllen, die als die wahre Macher der Tunesischen Revolution gelten.
Freitag, 3. Februar 2012
Die Frage der von Trauer Erfüllten: Wo sind unsere Kinder
aus dem Blog „L'angolo del patriota“ ("Nische des Patrioten“)
Der x-te Tag voller Termine und Interviews für die Delegation der Familienangehörigen der Verschwundenen; nach dem Treffen mit dem tunesischen Konsul Abdel Rahman Ben Mansour heute Morgen… Der Knoten in der Frage über die digitalen Fingerabbdrücke der verschwundenen jungen Menschen scheint sich endlich zu lösen. Die von allen erwartete Nachricht kam heute morgen über den tunesischen Konsul: Das tunesische Innenministerium hat zugestimmt, die digitalen Fingerabdrücke zwecks Überprüfung nach Italien zu schicken; in den nächsten Wochen wird man mehr über das Schicksal der im Mittelmeer „Vermissten“ erfahren. Im Verlauf des heutigen Vormittags wurde die Delegation an den Sitz der Rundfunkanstalt RAI Palermo eingeladen, wo sie zu ihrer Recherchereise in Italien interviewt werden sollen; in der Zwischenzeit hat ein Mitglied der Delegation erklärt, dass er ein Telefonat von einem Landsmann mit gebrochenem Kiefer erhalten habe, der in einem Lager nahe Trapani inhaftiert sei: „Er weinte, er flehte uns an, ihn nach Tunesien zurückzubringen, er hat gesagt, dass er nach unserem Besuch noch einmal geschlagen wurde.“
In den nächsten Tagen ist ein weiterer Besuch der Delegation in den Lagern von Caltanissetta und Mineo vorgesehen.
Die Recherche wird weitergehen…
Schauen Sie Fotos an
(aus dem Italienischen von Rainer Grüber)
Mittwoch, 1. Februar 2012
Die Eltern der Verschwundenen: „Italien, hilf uns, unsere Kinder zu finden.“
Sie sind am 28. Januar nach Palermo gekommen, um nach ihren vermissten Angehörigen zu suchen.
Aus der Tageszeitung „Il Manifesto“, Enrico Montalbano und Laura Verduci
Am Samstag ist eine Delegation von Eltern der mehr als 200 tunesischen Jugendlichen, die nach Italien aufgebrochen und dann verschwunden sind, in Italien angekommen: „Wir möchten verstehen.“ Sie sind Verwandte der etwa 200 Jugendlichen, die im März mit vier Booten aufgebrochen waren - am 1., am 14., und zwei Boote am 29. März - und von denen jegliche Spur fehlt. Einige von ihnen haben zu Hause angerufen und gesagt, sie seien gerade angekommen oder könnten die Küste und italienische Schiffe sehen. Doch dann gab es keine Nachrichten mehr. In jenen Tagen wurden keine Schiffbrüche gemeldet.
Aus der Tageszeitung „Il Manifesto“, Enrico Montalbano und Laura Verduci
Am Samstag ist eine Delegation von Eltern der mehr als 200 tunesischen Jugendlichen, die nach Italien aufgebrochen und dann verschwunden sind, in Italien angekommen: „Wir möchten verstehen.“ Sie sind Verwandte der etwa 200 Jugendlichen, die im März mit vier Booten aufgebrochen waren - am 1., am 14., und zwei Boote am 29. März - und von denen jegliche Spur fehlt. Einige von ihnen haben zu Hause angerufen und gesagt, sie seien gerade angekommen oder könnten die Küste und italienische Schiffe sehen. Doch dann gab es keine Nachrichten mehr. In jenen Tagen wurden keine Schiffbrüche gemeldet.
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