siciliamigranti.blogspot.com ist ein italienischsprachiges Monitoringprojekt zur Situation der Flüchtlinge in Sizilien, dort finden Sie die Original-Berichte, hier finden Sie die deutschen Übersetzungen. Klicken Sie auf die auf die Namen der Schlagworte (keywords), wenn Sie bestimmte Themen suchen.
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Mittwoch, 4. Oktober 2017

Alcamo und Campobello di Mazara: Kein Ende der Ausbeutung auf sizilianischen Feldern in Sicht

Einige Wochen nach unserem letzten Besuch in Campobello sind wir wieder hier, um die jungen Menschen zu besuchen, die im provisorischen Lager von Erbe Bianche leben. Die Zeltstadt hat sich in der Zwischenzeit stark vergrößert: Mehr als 400 Personen halten sich nun hier auf, in Erwartung der bald beginnenden Olivenernte.


Campobello di Mazara (TP) - Das provisorische Lager von Erbe Bianche

Samstag, 10. Juni 2017

Auf dem Weg zu einer Zink-Barackenstadt für Migrant*innen in Messina-Bisconte

Stampalibera.it . Matteo Salvini wird sich mit Sicherheit freuen. Den Asylsuchenden, die für die nächsten Monate im Zentrum-Lager-Hotspot der ehemaligen Kaserne “Bisconte” in Messina bleiben, werden keine Unterkunft in den Holz-Fertighäuschen finden, die für die Erdbebenopfer in Mittelitalien genutzt wurden. Stattdessen sollen graue stählerne Zinkblöcke eingesetzt werden. Wie wir befürchtetet haben hat uns das Ausschreibungsverfahren für die Errichtung der neuen “Zeltstadt” für Migrant*innen (die in Wirklichkeit eine Barackenstadt aus Zink sein wird) zum xten Mal eine bittere Überraschung beschert.



Sonntag, 5. Februar 2017

Messina: Zeltstadt am PalaNebiolo endlich abgebaut. Dreieinhalb Jahre beherbergte man hier Asylsuchende unter erniedrigenden Bedingungen

Quelle: stampalibera.it

Dreieinhalb Jahre nach seiner Umwandlung zum Zentrum der schlechten Aufnahme für Asylsuchende aus Ländern, die von Krieg, Notständen und Umweltverbrechen gezeichnet sind, findet das am nördlichen Stadtrand, in der sogenannten Conca d’Oro dell‘Annunziata gelegene Sportzentrum PalaNebiolo der Universität Messina nun vielleicht wieder zu seiner ursprünglichen Bestimmung zurück: ein Spielfeld für Baseballkurse am Fuße des Peloritanischen Gebirges.

Donnerstag, 5. Januar 2017

Unbegleitete Minderjährige in Zeltstädten und Hotspots. Die Fälle von Pozzallo, Augusta, Catania und Messina

2016 endet mit weiteren Ankünften, Toten, Vermissten. 2017 beginnt mit dem Vorschlag für neue Haftzentren und weitere Eingrenzung der Bewegungsfreiheit der Migrant*innen. Die kriminelle Politik der Festung Europa verursacht immer mehr Auseinandersetzungen und aktive Gedenk- und Solidaritätsmaßnahmen. Am 24. Dezember kamen in Pozzallo 111 Migrant*innen an Land, aber die Berichterstattung konzentriert sich nur auf die unmittelbaren Festnahmen der zwei mutmaßlichen Schleuser. Hiermit sind es 200 Festnahmen im Jahr 2016 in der Provinz von Ragusa, Sizilien. 
Der Hotspot von Pozzallo - Foto: Lucia Borghi

Donnerstag, 22. Dezember 2016

Messina: große Zeltstadt für Migrant*innen in der Ex-Kaserne "Gasparro" – Ausschreibung bereits im Amtsblatt der Republik mit einem Auftragsvolumen von 1.932.000 Euro und dennoch…

aus Stampalibera.it

Es wird nur noch ein paar Monate dauern für die Umfunktionierung der Ex-Kaserne Gasparro in Messina (im Viertel Bisconte) in eines der größten "Aufnahmezentren" Italiens für Migrant*innen, die auf eine eventuelle Umplatzierung in andere Aufnahmezentren Europas oder (für die überwiegende Mehrzahl von ihnen) auf die Abschiebung in ihre Herkunftsländer warten.

Mittwoch, 28. September 2016

Wird es in Augusta jemals eine menschenwürdige Aufnahme für Migrant*innen geben?


Dutzende Migrant*innen, die meisten unbegleitete minderjährige Geflüchtete, sind über Wochen in der Zeltstadt zusammengepfercht, errichtet im überwachten Militärhafen, die hygienischen und sanitären Konditionen sind unwürdig. Die Menschen die sich dort befinden sind ohne wirkliche Perspektive auf eine Aufnahme und ohne elementarsten Rechtsschutz, der die Einhaltung ihrer Menschenrechte überwacht.

Freitag, 8. April 2016

Besuch im Zeltlager von Pian del Lago

Das Zeltlager vor der staatlichen Aufnahmeeinrichtung Pian del Lago in Caltanissetta besteht immer noch. Während unseres Besuchs letzten Donnerstag haben wir festgestellt, dass die Zahl der Migrant*innen in den Zelten im Bereich um das staatliche Aufnahmezentrum abgenommen hat. Es sind nur noch um die 30, weniger als an unserem letzten Besuch im vergangenen Januar.

Sonntag, 1. November 2015

Die Zeltstadt von Campobello di Mazzara

Im Herzen von Campobello di Mazzara, wo der Olivenanbau eine 30-jährige Geschichte hat, ist es bis jetzt niemandem gelungen, Alternativen zu den beschämenden und menschenunwürdigen Erntemethoden zu finden; Wieder einmal müssen wir über die Ausbeutung der Migranten während der Ernte sprechen. Wir sind erneut zu der Zeltstadt gefahren, um die Problematik besser zu verstehen, die sich hinter der Ausbeutung in Campobello verbirgt. 

Mittwoch, 7. Oktober 2015

Contrada Pian del Lago in Caltanisetta: Lager 2015

Räumungsmaßnahmen und Umzäunungen sind nicht ausreichend um das Problem hunderter Asylbewerber zu lösen, die bis zu vier Wochen warten müssen bevor sie Zugang zu den Prozeduren für die Beantragung auf internationalen Schutz erhalten.
Nach den Räumungen der spontan entstandenen Lager im vergangenen Jahr sind hunderte von Asylbewerbern, die die Stadt erreichten, in Häusern von Spekulanten untergekommen, wo sie bis zu 100 Euro für eine Matratze auf dem Boden zahlen. 
Diese zu den Lagern alternativen Unterkünfte haben das Phänomen zwar weniger sichtbar gemacht, aber das Problem rund um die auf Identifizierung und Aufnahme wartenden Asylbewerber nicht gelöst.

Foto: Giovanna Vaccaro

Montag, 28. September 2015

Messina, Polemik bzgl. der Aufnahme von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen und des Zeltlagers von Pala Nebiolo

In diesen Tagen gibt es zahlreiche Artikel über die Debatte zwischen dem Bürgermeister von Messina, Renato Accorinti, und dem Präfekten, Stefano Trotta, die das Thema unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge (umF) betreffen. 
Zwei Monate vor Ablauf der Vergabe der Verwaltung der Einrichtung für umF an die Kooperative Ahmed in den Räumlichkeiten des  ehemaligen Ipab* “Scandurra Conservatori Riuniti”, wirft die Präfektur der kommunalen Verwaltung erneut vor, absolut desinteressiert gegenüber der Situation der Aufnahme der Minderjährigen zu sein.

Mittwoch, 2. Juli 2014

Borderline Sicilia besucht Palanebiolo in Messina

Am 23.06. ist uns der Einlass in das Zeltlager bei Pala Nebiolo in Messina gewährt worden. Die Mitarbeiter des Betreibers (RTI Senis Hospes, der auch La Cascina Cooperativa und den Consorzio Sol Calatino mitumfasst) haben uns bei unserem Besuch durch das Zeltlager geführt. Es war lediglich 10.30 Uhr am Morgen, aber die Sonne glühte und es herrschten unvorstellbare Temperaturen im Inneren der Zelte.

Donnerstag, 26. Juni 2014

Messina, 500 Migranten kommen im Hafen an. 20 Syrer versuchen zu fliehen. 2 Schlepper verhaftet, die die Weiterreise in Lieferwagen nach Mailand für 3000€ anboten

Repubblica.it – 500 Migranten sind im Hafen von Messina mit dem Marineschiff „Etna“ angekommen. Es handelt sich hauptsächlich um Eritreer, Somalier und Pakistaner: 372 Männer, 32 Minderjährige und 96 Frauen, 7 von ihnen schwanger. Sie waren auf zwei Booten unterwegs und wurden von zwei Schiffen gerettet und dann anschließend auf die „Etna“ verlegt. Viele von ihnen werden in den Zeltstädten untergebracht, die die Stadt aufgrund der vielen Anlandungen eingerichtet hat; Andere werden auf verschiedene Zentren in Sizilien verteilt. 

Mittwoch, 4. Juni 2014

Caltanissetta: Zeltlager werden wieder aufgebaut

Der „große Blitz“ im letzten März und die damit verbundene Räumung des Zeltlagers in Pala-Cannizzaro hatte anscheinend nur einen temporären Effekt. Angesichts eines Aufnahme-Systems wie das Italienische sollte man sich nicht wundern, dass es nie eine geeignete und langfristige Lösung für die Aufnahme von Flüchtlingen gibt. Seit zwanzig Jahren hangelt sich der Staat von einem Notstand zum anderen und steht daher mittlerweile kurz vor dem Kollaps.

Mittwoch, 9. April 2014

Messina, PalaNebiolo: ist ein Aufnahme-Zentrum für Asylantragssteller im Entstehen?

In der Zeltstadt im PalaNebiolo sind, den mehrmals angekündigten Schließungsmaßnahmen zum Trotz, aktuell 32 Zelte zu je 8 Schlafplätzen, also 256 Plätze insgesamt belegt. Es ist voll ausgelastet.
Die Ankünfte und Abfahrten der Mirgantengruppen folgen einander noch am selben Tag. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer vor Ort wird aktuell auf vier Wochen geschätzt.
Das Unternehmen Cascina Global Service liefert die Mahlzeiten, wie es bereits unter der Leitung des Roten Kreuz der Fall war. Die Mahlzeiten bestehen vor allem aus Nudelgerichten, Proteine hingegen gibt es nur selten. Auch die Auswahl der Kleiderkammer ist limitiert. Jeder Migrant erhält einen Nylonanzug, der jedoch nicht warm genug ist für die Jahreszeit, wenig Unterwäsche und ein Paar Schuhe.