Die sizilianische Abteilung von ASGI (Verein für juristische Studien zur Immigration) und Borderline Sizilien Onlus (gemeinnütziger Verein) zeigen sich zufrieden über den Freispruch, der in der Berufungsverhandlung gegen die zwei tunesischen Kapitäne erfolgt ist. Sie hatten 2007 im Kanal von Sizilien 44 Schiffbrüchige aus Seenot gerettet und wurden nach ihrer Ankunft auf Lampedusa verhaftet und vor Gericht gestellt.
Am Ende des Plädoyers fordert der Staatsanwalt Umberto di Giglio den Freispruch für Abdelbasset Zenzeri und Abdelkarim Bayoudh. Es sei unverständlich, warum das Gericht in Agrigento die beiden von dem Vorwurf der Beihilfe zur illegalen Einreise freigesprochen, den damit zusammenhängenden Vorwurf des Widerstandes aber beibehalten habe. Stattdessen sprach das Appellationsgericht, 3. Sektion, die Fischer von allen Vorwürfen frei, da die Tat der Seenotrettung keinen Straftatbestand, sondern eine Notwendigkeit darstelle.
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Donnerstag, 22. September 2011
Freispruch für die beiden tunesischen Kapitäne, die 44 Migranten aus Seenot gerettet haben
borderline-europe begrüßt den Freispruch der beiden tunesischen Kapitäne Abdelbasset Zenzeri und Abdelkarim Bayoudh durch das Berufungsgericht Palermo. Diese hatten im August 2007 44 Schiffbrüchige vor Lampedusa aus Seenot gerettet, wurden dann verhaftet und in erster Instanz am Gericht Agrigento wegen Widerstand gegen ein Kriegsschiff zu zweieinhalb Jahren verurteilt.
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