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| Protest der Kaufleute von Porto Empedocles (AG) gegen die Eröffnung eines Zentrums für Minderjährige |
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Mittwoch, 2. August 2017
Die Aufnahme in Agrigent, Trapani und Palermo: Durcheinander, Chaos und Verwahrlosung
Das Spiel um Menschenleben geht weiter – Europa befindet sich in einer Sackgasse, deren einzige Folge der Tod einer gesamten Gesellschaft ist. Der Refrain, den wir jeden Tag zu hören bekommen, lautet „Invasion“ und „lass uns ihnen helfen, dort wo sie zu Hause sind“. Dieser Reim hat Wiederausbrüche eines schleichenden Rassismus verursacht, der in unseren Städten, von Aosta im Norden bis Palermo im Süden, wie auch in kleineren Zentren, wie Castell’Umberto und Porto Empedocle, zu hässlichen Zwischenfällen geführt haben.
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Mittwoch, 5. Juli 2017
Die Kriminalisierung der Unterstützer*innen für Migrant*innen seitens derer, die in Wirklichkeit für Tod und Gewalt verantwortlich sind
Vor kurzem wurde der Internationale Tag des Geflüchteten mit viel Heuchelei und großen Widersprüchen begangen. Einige begnügten sich mit der Veranstaltung eines Fußballmatchs oder eines Festes auf der Piazza. Andere öffneten sogar ihr Aufnahmezentrum, damit die Bürger*innen es wie einen Zoo besichtigen konnten. Die Politiker*innen hatten so Gelegenheit, einen großartigen Auftritt hinzulegen und wortreich für das Schicksal der Migrant*innen einzutreten. Aber es gab auch einige, die ungestört ein Mal mehr Unwahrheiten im Fernsehen sagen und die öffentliche Meinung zu hasserfülltem Rassismus anstacheln konnten.
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| Hafen von Palermo, 19. Juni, Ankunft des Schiffs Diciotti - Migrant*innen stehen Schlange unter der Sonne, sie warten auf ihre Erstidentifizierung |
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Freitag, 4. November 2016
Von der Schwierigkeit, Menschen aufzunehmen: Agrigent
Den letzten Angaben nach scheint Zurückweisung wieder gängige Praxis in den sizilianischen Polizeidirektionen zu sein. Letzte Woche wurden in Agrigent 26 Marokkaner*innen und 3 Algerier*innen abgewiesen, nachdem sie mit einer Fähre aus Lampedusa in Porto Empedocle angekommen waren. Mit ihnen zusammen war auch ein Tunesier gereist, der als „mutmaßlicher Schleuser“ festgenommen wurde. Aus der Fähre, die die Pelagischen Inseln mit Sizilien verbindet, sind ferner ca. zwanzig unbegleitete minderjährige Geflüchtete ausgestiegen, die sich zu den vielen Minderjährigen gesellen werden, die schon in den unzähligen Aufnahmezentren der Provinz Agrigent untergebracht sind. Die Konzentration von Erstaufnahmezentren für Minderjährige, die wie immer als Notlösung funktionieren, ist hier die höchste im ganzen Land.


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Freitag, 21. Oktober 2016
Westsizilien: das Versagen auf Kosten der Hoffnungssuchenden
Die hohe Zahl an Unterbringungen für unbegleitete Minderjährige in der Provinz von Agrigento (mehr als 40), macht ihre Beobachtung umso schwieriger. Viele der sogenannten „hoch spezialisierten“ Erstaufnahmeeinrichtungen für Minderjährige sind höchstens auf Nichtfunktion spezialisiert. Die kritischsten Situationen findet man in Licata, Palma di Montechiaro und Porto Empedocle, jedoch sind die Meldungen, die uns erreichen, unzählige.
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Unterbringung von minderjährigen Geflüchteten
Freitag, 26. August 2016
Die Stimmen der Abgeschobenen, zwischen tötenden Mauern und Gleichgültigkeit
In diesen schwülen Augusttagen lesen wir verschiedene Geschichten über Gewalt an Migrant*innen. Vom Politiker, der Verordnungen erfindet um die Solidarität gegenüber einem um Essen bettelnden, Migranten zu verbieten; über die Jugendlichen, die beim Versuch ihre Eltern zu erreichen sterben, weil sie von einer gleichgültigen Gesellschaft erdrückt werden; bis hin zu niederträchtigen Strafverlegungen gegen Migrant*innen, die die Landschaft vieler italienischer Städte bevölkern. Das Klima das wir erleben ist das Ergebnis eines zunehmenden institutionellen Rassismus. Dieser schafft und legitimiert eine Gewalt, die Mauern errichtet und, vor allem, tötet. Aus diesen Gründen spült das Meer weiterhin Leichen an, die letzten fünf am vergangenen 21. August.
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Sonntag, 31. Juli 2016
Tote: das Meer kann nicht mehr
Die Toten sind dermaßen viele, dass das Meer sie, entlang der libyschen Küsten, wieder ausspuckt. An dem Ort an dem viele aufbrechen,
auf der Suche nach einem neuen Leben, das sowohl den Frauen, als auch
den Männern jeden Alters bisher vorenthalten wurde. Weitere Tote wurden
in den letzten Wochen von den humanitären Schiffen wie Acquarius und Dignity
von Ärzte ohne Grenzen geborgen. Die letzten in dieser Chronologie,
sind die Leichen von 22 jungen Frauen, in der letzten Woche in Trapani
an Land gebracht. Frauen und Minderjährige sind die ersten Opfer der
Überfahrt von Libyen nach Italien, denn sie befinden sich im Inneren der
Boote.
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Dienstag, 12. Juli 2016
Agrigento, Trapani und Palermo: Ankünfte und Abweisungen
Ausgang der Ladungsoperationen in den Häfen von Palermo, Trapani und Porto Empedocle am 7. Juli 2016:
1038 Palermo
658 Trapani
246 Porto Empedocle
Für den italienischen Staat sind dies lediglich Zahlen. Oftmals werden Menschen ebenfalls nur wie Zahlen behandelt.
1038 Palermo
658 Trapani
246 Porto Empedocle
Für den italienischen Staat sind dies lediglich Zahlen. Oftmals werden Menschen ebenfalls nur wie Zahlen behandelt.
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Freitag, 8. Juli 2016
Viele kommen, wenig Hilfe. Migrant*innen sind unter immer schlimmeren Bedingungen auf sich selbst gestellt
4.500 Menschen wurden innerhalb weniger Stunden gerettet und in die großen sizilianischen Häfen gebracht: Pozzallo, Augusta, Catania, Messina, Porto Empedocle und Palermo. Die Ankunft einer großen Zahl von Migrant*nnen geht paradoxerweise mit einer größeren Unsichtbarkeit der Geflüchteten und geringerer Fürsorge einher. Kommt es zu mehreren Landungen an einem Tag, geschieht es häufig, dass die Mitarbeiter*innen der Nichtregierungsorganisationen sich auf die verschiedenen Häfen aufteilen müssen, damit niemand übersehen wird.
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Samstag, 28. Mai 2016
Porto Empedocle und Lampedusa: Promiskuität und wahlloses Durcheinander
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Villa Sikania
Montag, 14. Dezember 2015
Morgen wird der EU-Bericht über Italien veröffentlicht. Er drängt auf die Einrichtung zwei neuer Hotspots in Pozzallo und Porto Empedocle
LaRepublica.it - Brüssel fordert von Italien eine „Beschleunigung“ bei „der Schaffung des rechtlichen Rahmens für die Tätigkeit der Hotspots, insbesondere um den Einsatz von Gewalt für die Abnahme von Fingerabdrücken zu ermöglichen und die Migranten, die sich widersetzen, länger festhalten zu können.“ Dies geht aus einer Vorabversion des Berichts der EU-Kommission über Italien hervor.
„Die Umverteilung aus Italien ist derzeit durch fehlende Kandidaten beeinträchtigt, da die Ankunftzahlen niedrig sind und sich vor allem auf Nationalitäten konzentrieren, die nicht für die Umverteilung in Frage kommen“, heißt es in dem Dokument. Außerdem erwartet Brüssel weitere Anstrengungen im Hinblick auf die Migrant*innen und hofft, dass die Zentren in Pozzallo und Porto Empedocle in wenigen Tagen eröffnet werden, da bisher – wie die Kommission betont – nur einer der sechs bestimmten Hotspots voll in Betrieb ist, nämlich der in Lampedusa.
Samstag, 10. Oktober 2015
„Consecutio temporum“. Pressemitteilung des „Sportello Immigrati“ (Beratungsstelle und Anlaufpunkt für Flüchtlinge) Caltanissetta
In einer Zeit, in der jegliches Mitgefühl mit fremdem Leid verloren gegangen ist, ist das Gesetz der einzige Anhaltspunkt, um nicht völlig vor dem Bösen im Menschen zu kapitulieren.
Doch zuerst eine kurze Zusammenfassung der Geschehnisse des 8. Oktobers: An der Station kommt eine Gruppe fremder Menschen an, offensichtlich verwirrt. Was jedoch unsere Neugierde weckt: alle haben die gleiche Reisetasche, als seien sie eine Gruppe von Sportlern. Sie nähern sich und wir bemerken plötzlich Kunststoffbänder an ihren Handgelenken (jene, die benutzt werden um Kabel zusammenzuhalten) mit einer daran hängenden Nummer. Da wir neugierig sind, bitten wir um Informationen.
Dienstag, 22. September 2015
Donnerstag, 3. September 2015
Geschichten aus Siculiana: Licht und Schatten der Aufnahme im Zentrum für Erstaufnahme „Villa Sikania“*
„Zeit existiert hier nicht.
Man verbringt die Tage mit essen, schlafen und warten; mit der Zeit ist es, als
ob es sie gar nicht gäbe.“ Das sind die Worte von A., einem sehr jungen
Afrikaner, der uns sagt, dass er gerade am Tag zuvor 18 Jahre alt geworden sei.
Wir beglückwünschen ihn mit Verspätung, er lächelt, aber sofort verdunkelt sich
sein Blick von neuem. Sein Freund B. hat ein weißes Pflaster in der rechten
Armbeuge. „Ich war krank, sie mussten mich vor ein paar Tagen ins Krankenhaus
bringen. Hier (ndr, in der Villa Sikania) geben sie keine Medizin aus,
überhaupt keine.“ Wir wissen aber, dass es in der Einrichtung eine
Krankenschwester gibt. Es gelingt uns nicht, genau zu verstehen, woran B.
leidet. Fakt ist, dass ihn ein Mitarbeiter ins Krankenhaus begleitet hat, wo er
behandelt wurde.
Montag, 13. April 2015
Schlepperboot kentert im Norden Libyens. Neun Tote geborgen.
Von
Meridionews
Ein Schlepperboot mit
Migranten ist im Norden Libyens gekentert. Nach ersten Informationen
haben die Einheiten der Küstenwache 9 Leichname geborgen und 144
Personen gerettet.
Am Nachmittag hingegen
legt gegen 17.30 Uhr in Porto Empedocle der Schlepper Cougar mit 242
Flüchtlingen an, die aus dem Kanal von Sizilien gerettet wurden. Die
Maßnahmen des Landgangs werden von der Einsatzzentrale des Hafenamts
Küstenwache von Porto Empedocle koordiniert.
Montag, 9. März 2015
Die Zeit der Menschenrechte - Neue Ankünfte und neue Todesfälle auf See
Wieder 10 Tote und mindestens 30 Vermisste. Mit der leichten Verbesserung der meteorologischen Bedingungen auf See erreicht uns in den letzten Tagen die traurige aber voraussehbare x-te Nachricht des Todes von Migranten (GdS).
Die letzte Rettungsaktion fand am 4. März etwa 50 Meilen vor der libyschen Küste statt: in nur drei Tagen wurden etwa 1.000 Personen von Schlauchbooten und Holzbarken gerettet, die daraufhin in die Häfen von Augusta, Pozzallo und Porto Empedocle gebracht wurden, die letzten 94 Geretteten wurden vorübergehend nach Lampedusa gebracht. (ANSA).
Die letzte Rettungsaktion fand am 4. März etwa 50 Meilen vor der libyschen Küste statt: in nur drei Tagen wurden etwa 1.000 Personen von Schlauchbooten und Holzbarken gerettet, die daraufhin in die Häfen von Augusta, Pozzallo und Porto Empedocle gebracht wurden, die letzten 94 Geretteten wurden vorübergehend nach Lampedusa gebracht. (ANSA).
Mittwoch, 18. Februar 2015
Wir sind stets unvorbereitet
Wir erleben einen Exodus von Männern, Frauen und Kindern auf der Flucht vor Krieg, Gewalt, Drohungen und extremer Armut. Die rasche Verschlechterung der Situation in Libyen hat in den letzten Tagen Tausende von Menschen buchstäblich dazu gezwungen, in Richtung der italienischen Küsten aufzubrechen. Über die Angriffe und die brutale Gewalt hinaus, von denen uns die Medien berichten, sprechen die Migranten auch von Drohungen und sich wiederholenden Übergriffen innerhalb und außerhalb der libyschen Gefängnisse. Zudem verschärft sich durch die Lockerung unserer menschenverachtenden Gesetze und die Kurzsichtigkeit Europas das Verhalten derjenigen, die die Bootsüberfahrten organisieren und durchführen.
Freitag, 5. Dezember 2014
Agrigent - Eine Mauer des Schweigens
Im Unterschied zu anderen Orten auf Sizilien scheint in der Provinz Agrigent ein Zustand des Friedens und der Ruhe zu herrschen. Aber das ist nur scheinbar so. In der Provinz Italiens, in der die wenigsten leben möchten (statistische Daten aus diesen Tagen), scheint in den Aufnahmezentren alles in Ordnung zu sein.
Montag, 9. Juni 2014
Die große Flucht
Tempostretto - Weitere 3.000 Menschen sind im Laufe des Wochenendes auf Sizilien an Land gegangen. Die Zeltstadt Messina ist abermals voll und schließt weitere Ankommende nicht aus. Die Daten von Frontex über die MigrantInnenströme und die Migrationsrouten zeigen ein vollständiges Bild jenes Phänomens, das sich nicht nur auf Sizilien beschränkt.
Sonntag, 1. Juni 2014
Ein Samstag in Porto Empedocle
Der gesamte Samstag, 31.Mai, zeichnete sich durch
drei hintereinander folgende Anlandungen aus. Der Tag hat mit dem Mare Nostrum Flottenschiff
“EURO” begonnen, das ca. 530 Migranten davon vorwiegend Eritreer, Syrier sowie
Palästinenser, an den Hafen von Porto
Empedocle verbracht hat.
Samstag, 31. Mai 2014
Neue Ankünfte: 3.300 Menschen erreichen Italien in wenigen Stunden
Heute Morgen gegen 7:30
Uhr sind 200 Eritreer im Hafen von Lampedusa angekommen, darunter 12 Kinder; sie
haben den ganzen Vormittag auf der Mole Favorolo verbracht. Es wurden Pavillons
geschickt, aber die Migranten haben sich nie von dort weg bewegt (also macht
das Lager auch in Notfällen nicht wieder auf). Das Rote Kreuz hat wissen
lassen, dass Kleidung für die Kinder gebraucht wird und einige Bewohner von
Lampedusa haben eine kleine Sammlung begonnen. Um den Eingang zu schützen und
die Vertraulichkeit an der Mole Favorolo zu garantieren, waren das Schlauchboot
von Lampedusa Accoglienza (das ganze Personal des Lagers ist noch immer unter
Vertrag) und 4 Mannschaftswagen des Heeres (jene der Operation „sichere
Straßen“) vor Ort. Die Fähre liegt noch immer an der Mole und wird Porto
Empedocle heute Nacht gegen 3:30 Uhr erreichen.
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