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Freitag, 15. September 2017

Besorgniserregende Zunahme der rassistischen Vorfälle in Palermo

Beobachtungsstelle rassistischer Diskriminierung “Noureddine Adnane”, Palermo
Pressemitteilung vom 13. September 2017


Während des Sommers hat die Organisation zur Beobachtung rassistischer Diskriminierung “Noureddine Adnane” eine besorgniserregende Zunahme rassistischer Vorfälle in Palermo registriert. Wir haben festgestellt, dass die Intoleranz zugenommen hat: sowohl die Anzahl als auch die Stärke der verbalen und physischen Angriffe ist gestiegen. Solche Intoleranz richtete sich gegen „schwarze“ Menschen und auch Menschen arabischer Herkunft.

dirittiglobali.it

Dienstag, 13. Juni 2017

Wer hat Interesse an den Migrant*innen?

„Wenn dich die Militärs auf ihrem Schiff aufnehmen, kannst du beruhigt sein, denn deine Route wird bis zum Eintreffen internationaler Hilfe fortgeführt; wenn dich Männer ohne Uniform auf ein Schlauchboot stoßen, ist es sehr wahrscheinlich, dass mit ihrem Verschwinden andere Räuber kommen, um dir alles wegzunehmen und dich dahin zu schicken, woher du gekommen bist. Ich habe die Flucht dreimal versucht, erst beim dritten Versuch habe ich nach vier Tagen Sizilien erreicht.“
Das Schiff Golfo Azzurro in Pozzallo

Samstag, 20. Mai 2017

Ein Meer der Straffreiheit

Am 8. Mai informieren einige Migrant*innen bei ihrer Ankunft in Pozzallo die Behörden, dass mindestens 40 ihrer Mitreisenden auf dem Schlauchboot ertrunken seien.

An den folgenden Tagen wird die Zahl der vermuteten Opfer der zwei Schiffskatastrophen vor der Küste Libyens auf 230 steigen. Am Montag, den 15. Mai erreicht die "Diciotti" der italienischen Küstenwache Trapani mit 484 Migrant*innen und 7 Leichen an Bord.

Die Internationale Organisation für Migration (IOM) teilt mit: seit Beginn dieses Jahres wurden mehr als 43.000 Migrant*innen im Meer gerettet und bei 1150 liegt die Zahl der Toten und Ertrunkenen, die die europäische Küste nicht erreichen konnten. Diese Zahlen erwecken die Vorstellung von ganzen Ländern, die verschwinden, eine schleichende stumme Katastrophe, über die viele lieber schweigen als die Verantwortlichen dafür zu benennen.