In den vergangenen Tagen sind wir in das Viertel Santa Croce zur Piazza Armerina zurückgekehrt. Wir wollten einige Bewohner*innen des neuen Zentrums treffen, das vom Verein Solidarietà geleitet wird. Dieses Zentrum hat starke Spannungen zwischen Bürger*innen und Ordnungsamt hervorgerufen und wir hatten Gelegenheit, schon mehrere Male darüber zu schreiben. Zu unserer Erleichterung konnten wir zuallererst feststellen, dass die Transparente, die für die Proteste des Bürger*innenkomitees aufgehängt worden waren und von denen einige für die Bewohner*innen des Zentrums beleidigende Sätze trugen, endlich abgehängt worden sind.
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Freitag, 29. April 2016
Freitag, 4. März 2016
Die Falschheit des staatlichen Asylsystems in Enna
Während der seit März 2015 durchgeführten Besuche der außerordentlichen Aufnahmezentren in der Provinz Enna hatten wir immer Schwierigkeiten, zu verstehen, inwieweit im Aufnahmesystem für Asylsuchende in der Provinz die Aufträge an Einrichtungen durch eine öffentliche Ausschreibung vergeben wurden.
Sonntag, 7. Februar 2016
Das SPRAR von Aidone
Wir lernen das SPRAR* von Aidone durch ein zufälliges Treffen mit einigen Begünstigten in einer Straße im kleinen Stadtzentrum kennen. Sie erklären uns, dass ihr größtes Problem die Ablehnung des Antrags auf internationalen Schutz ist: im Juni 2014 sind sie nach Italien gekommen, im September 2015 hatten sie eine Anhörung bei der territorialen Kommission und letzten Dezember haben sie deren endgültige Entscheidung empfangen. Nach 18 bis 19 Monaten Wartezeit befinden sie sich also wieder am Anfang. Für die Anhörung bei der Kommission, um dort Asyl zu beantragen, wurden sie von einem Rechtsberater unterstützt, der im SPRAR* mitarbeitet und der ihnen auch bei ihrer Ankunft die ersten Informationen vermittelte.
Donnerstag, 12. November 2015
Lieber alt sein
In der vergangen Woche sind wir in der Region um Agrigento gewesen, um die Gäste des CAS* in Canciattì zu treffen. Als wir in dem Ort ankamen, bemerkten wir die sehr große Struktur sofort. Das IPAB** „Burgio Corsello“ ist in zwei Bereiche unterteilt: einer ist für ältere Menschen und ist seit langem aktiv, während ein weiterer Flügel den Migranten zur Verfügung gestellt wird. Dort sind momentan 35 Männer, zwischen 20 und 30 Jahren, untergebracht. Sie kommen vorwiegend aus Nigeria. Sie sind vor ca. 2 Jahren in Canicattì angekommen.
Mittwoch, 7. Oktober 2015
Ein Besuch im CAS* „La città del sole“ von Piazza Armerina
Aktuell zählt
Piazza Armerina drei CAS* für circa 100 Asylsuchende. Bis Dezember vergangenen
Jahres verfügte die Gemeinde zusätzlich über ein viertes außerordentliches Aufnahmezentrum,
welches in einem Seitengebäude des Hotels „Park Paradiso“ untergebracht war.
Dieses fungierte als Ort der direkten Aufnahme, von welchem aus die
Asylsuchenden anschließend in die verschiedenen CAS* der Provinz Enna verteilt
wurden.
Aufgrund der
Verwicklung des Betreibers des vier Sterne Hotels bei den Ermittlungen der Mafia Capitale, hat auch der
Gebäudeteil, welcher als Aufnahmezentrum diente, im Dezember wieder seine
ursprüngliche Funktion als Hotel aufgenommen. Wir wissen nicht, ob in
Anbetracht der oben genannten Ereignisse, die Anordnung des Präfekten bereits
widerrufen wurde oder ob die Präfektur
von Enna es vermieden hat die Verlängerung der abgelaufenen Anordnung
anzuerkennen.
Donnerstag, 9. Juli 2015
Warten ohne Ende
Endlich, nach einem Jahr und drei Monaten langer Wartezeit geht es weiter in der Aufnahmeprozedur mit einer ihr weiteres Schicksal bestimmenden Unterredung vor der territorialen Subkommission in der Präfektur von Agrigento. Für einige Gäste der Einrichtungen für Asylbewerber und Flüchtlinge in Piana del Belice (die von der Kooperative Quadrifoglio geführt werden), wird sich dann entscheiden, ob ihr Asylantrag angenommen oder zurückgewiesen wird.
Manchmal denke ich, es wäre besser gewesen, in Libyen zu sterben
„Wir sind nicht dumm:
vielleicht sprechen nicht alle gut eure Sprache, aber wir alle haben Augen, um
zu sehen. Wir beobachten alles, was um uns herum geschieht, und verstehen, wie
die Dinge laufen.“
Es sind starke Worte, die A. hier sagt, der im Schutzsystem
für Asylsuchende und Flüchtlinge (SPRAR) in Montevago untergebracht ist, das
von der Sozialkooperative Quadrifoglio betrieben wird; ich habe ihn vor einigen
Tagen vor der Präfektur in Agrigento getroffen, wo er auf sein Gespräch mit der
Asylkommission wartete. „Wir haben tausend Gedanken im Kopf, die uns nicht
schlafen lassen: die langen Wartezeiten, Sorge um unsere Familien ... zu viele
Dinge, die uns beschäftigen und uns an nichts anderes denken lassen.“
Mittwoch, 27. Mai 2015
Das CAS/SPRAR in Piazza Armerina unter der Leitung der Vereinigung Don Bosco 2000
Am 25. Mai besuchten wir das Aufnahmezentrum in Piazza Armerina. Es steht unter der Leitung der Vereinigung Don Bosco 2000 und hat 46 Plätze im CAS* und 50 im SPRAR**. Die Vereinigung Don Bosco 2000 ist seit 2011 in der Migrantenaufnahme tätig und unterhält auch in der Stadt Aidone in der Provinz Enna ein Zentrum.
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