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Donnerstag, 10. November 2016

Palermo: 50 zurückgewiesene Migrant*innen ziehen ziellos umher. Sie haben kein Geld für die Reise

Quelle: Repubblica.it

Die Vereine des Freiwilligenhilfsdienstes schlagen Alarm: „Dieses System schafft Unsichtbare.“

250 Menschen aus dem Maghreb, vornehmlich marokkanischer Herkunft, sind zusammen mit weiteren 798 Migrant*innen am Montagmorgen an Bord der Dattilo angekommen. Sie haben, nachdem sie für fast 30 Stunden im Hafen festgehalten wurden, die zweite Nacht in Kälte und Regen in der Stadt verbracht, mit dem Zurückweisungsbescheid in der Tasche. Wie vom Gesetz vorgesehen, haben sie jetzt 7 Tage Zeit, „sich freiwillig zu entfernen“. Von diesem Augenblick an haben sie kein Anrecht mehr auf irgendeinen Schutz auf italienischem Territorium. Unter ihnen sind auch drei Libyer*innen.

Dienstag, 20. Oktober 2015

Treffen der Organisationen und Institutionen in Catania, um über die Abschiebungen zu sprechen

Angesichts der wiederholten Abschiebungen, die seit Ende September in verschiedenen Provinzen Siziliens stattgefunden haben, hat der Verein Borderline Sicilia, stellvertretend für mehrere Vereine aus Catania, um ein Treffen mit dem Präfekt und dem Polizeidirektor gebeten, um Erklärungen bezüglich dieses Vorgehens zu erhalten.    
An dem Treffen, das gestern stattfand, haben Vertreter der Vereine Borderline Sicilia, Rete Antirazzista Catanese, Centro Astalli, Arci Catania, Asgi sez. Sicilia, Arci Catania, Catania bene comune teilgenommen, wie auch der stellvertretende Präfekt, der für die Immigration zuständig ist, die Verantwortlichen der Polizeidirektion für die Ankünfte an den Häfen und die Leiterin des Immigrationsbüro der Polizeidirektion.

Dienstag, 13. Oktober 2015

Die Behörden weisen mögliche Asylsuchende ab und die Zivilgesellschaft stopft die Löcher

Trotz Anzeigen und Pressemitteilungen geben die Polizeidirektionen weiterhin Maßnahmen zur Abweisung an der Grenze bekannt. Sie treffen damit willkürlich Gruppen von Migranten, die gerade erst angelandet sind. Es ist vor allem die Polizeidirektion von Ragusa, die auf diese Weise in fast zweiwöchentlichem Rhythmus das CPSA* von Pozzallo teilweise leert. Die letzte kollektive Abschiebung fand am 10. Oktober statt. Betroffen waren davon 38 Männer aus Gambia, dem Senegal, Mali und Nigeria. Zu zwanzigst sind sie bis gestern durch die Straßen von Pozzallo gezogen, haben am Strand geschlafen und hatten keine Ahnung, wohin sie gehen sollten; vor allen Dingen hatten sie nichts von dem verstanden, was ihnen zugestoßen war.

Montag, 10. November 2014

Kinder Flüchtlinge? Behandelt wie Postpakete!

Aus L’Espresso
Foto: Marta Bellingreri
Allein in den letzten Monaten sind 12.000 unbegleitete Minderjährige in Italien angekommen. Sie müssten geschützt werden, aber sie sind Gefangene der Bürokratie. 4 Malier sind von einem lombardischen Bürgermeister nach Sizilien zurückgeschickt worden, dem zufolge „sie doch nicht vor dem Fernsehen zu sitzen und Geld abzugreifen haben“. Und auf der Insel gibt es viele schwierige Situationen.
Von MARTA BELLINGRERI und ANTONELLO MANGANO

Dienstag, 19. August 2014

Die Aufnahmeeinrichtung Don Pino Puglisi – Wenn Ressourcen vorhanden sind, aber verschwendet werden

In der Via Francesco Del Pino, einer versteckten Querstraße der Via Gelso Bianco in dem in Catania gelegenen Viertel Zia Lisa, befindet sich die Aufnahmeeinrichtung Don Pino Puglisi. Es handelt sich um ein Anwesen, das der Mafia im Jahr 2002 beschlagnahmt wurde. Die Gemeinde von Catania hat es dem Centro Astalli im Dezember 2013 nach einer langjährigen  bürokratischen Odyssee zur unentgeltlichen Nutzung überlassen.  Die Struktur ist dem Centro Astalli de facto bereits 2006 überlassen und anschließend 2009 geschlossen worden, weil sie als als unrechtsmäßig erachtet wurde.