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siciliamigranti.blogspot.com ist ein italienischsprachiges Monitoringprojekt zur Situation der Flüchtlinge in Sizilien, dort finden Sie die Original-Berichte, hier finden Sie die deutschen Übersetzungen. Klicken Sie auf die auf die Namen der Schlagworte (keywords), wenn Sie bestimmte Themen suchen.
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Montag, 6. November 2017
Ein religionsübergreifendes Gedenken der verstorbenen Migrant*innen in Palermo
Redattoresociale.it - Katholische, muslimische und waldensische Gläubige haben der hundert Migrant*innen gedacht, die auf dem Friedhof von Palermo beigesetzt sind, sowie all jenen, die auf dem Weg nach Europa im Meer gestorben sind: „Wir können niemandem das Recht verweigern auf ein besseres Leben zu hoffen.“
Sonntag, 23. April 2017
Zur Erinnerung an die schwerste Katastrophe im Mittelmeer und um alle Migrant*innen, die immer noch auf dem Meer sterben, nicht zu vergessen
In der Nacht zwischen dem 17. und dem 18. April 2015 haben ca. 800 Menschen ihr Leben in dem seit der Nachkriegszeit folgenschwersten Schiffsbruch im zentralen Mittelmeer verloren. Bangladesch, Eritrea, Nigeria, Somalia: Aus diesen und aus anderen Ländern kamen die Migrant*innen, die in Libyen in dem verzweifelten Versuch, Europa zu erreichen, in die Schleppkähne gestiegen sind.
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Dienstag, 3. November 2015
Christen, Juden und Muslime legen eine symbolische Blume für die begrabenen Flüchtlinge nieder
Redattore Sociale – Auf dem Friedhof
Cimitero dei Rotoli in Palermo hat ein interreligiöses Gebet in Gedenken an die
Toten stattgefunden. Pater Domenico Guarino: „Als Zeugen haben wir die Pflicht
zu erinnern und davon zu berichten, was passiert, um die Mauer des Schweigens
und der Gleichgültigkeit zu durchbrechen“.
Samstag, 3. Oktober 2015
Pressemitteilung Borderline Sicilia: Mit unrechtmäßigen Zurückweisungen wird der Feiertag des 3. Oktober begangen
Mit Empörung haben wir
erfahren, dass das Polizeipräsidium Ragusa am vergangenen Montag, den 28.
September, Zurückweisungsanordnungen an 22 Migranten im CSPA* in Pozzallo
zugestellt hat. Darunter auch an 9 Frauen, von denen zwei bereits als
minderjährig identifiziert wurden und eine schwanger ist.
Ihre Nationalitäten: Madagaskar, Komoren, Ägypten und Somalia.
Zeugen geben an, dass die Migranten, nachdem sie gegen etwa 20 Uhr vor die Tür
des Zentrums gesetzt worden waren, wenige Minuten durch die Straßen Pozzallos irrten,
bis sich ihnen ein Kleinbus näherte und der Fahrer ihnen anbot, sie aus
Sizilien wegzubringen.
Sonntag, 2. November 2014
Am heutigen Sonntag, den 2. November 2014, erinnern wir hier, auf dem Friedhof Dei Rotoli, unserer lieben Verstorbenen. Wir wollen auch der anderen Toten gedenken.
Heute gedenken wir auch der 12 Migranten, vermutlich aus Eritrea, die im Meer den Tod gefunden haben und die seit Monaten ohne Name unter der nackten Erde liegen.
Wir, Bürgerinnen und Bürger von Palermo, bringen Blumen und errichten eine Gedenktafel aus Holz als Zeichen der Wiederherstellung der Menschenwürde dieser Ertrunkenen. Wir verlangen eine sofortige Veränderung der Migrationspolitik, sowohl in Italien als auch in Europa. Niemand soll auf der Suche nach einer besseren Existenz sein Leben verlieren. Denn kein Mensch ist illegal.
Seit 1988 haben auf dem Weg nach Europa mindestens 21 436 Menschen den Tod gefunden. Seit 1994 sind im Kanal von Sizilien über 6200 Menschen ertrunken, mehr als die Hälfte von ihnen - 4790 Tote - werden bis heute vermisst. Das Jahr 2011 war das schlimmste mit 1800 Toten und Vermissten: 150 jeden Monat – 5 jeden Tag. Weitere Kriege und Konflikte entflammten in Irak, in Syrien, im Gazastreifen und in Lybien.
Wir, Bürgerinnen und Bürger von Palermo, bringen Blumen und errichten eine Gedenktafel aus Holz als Zeichen der Wiederherstellung der Menschenwürde dieser Ertrunkenen. Wir verlangen eine sofortige Veränderung der Migrationspolitik, sowohl in Italien als auch in Europa. Niemand soll auf der Suche nach einer besseren Existenz sein Leben verlieren. Denn kein Mensch ist illegal.
| Ein zerstörter Traum... |
Seit 1988 haben auf dem Weg nach Europa mindestens 21 436 Menschen den Tod gefunden. Seit 1994 sind im Kanal von Sizilien über 6200 Menschen ertrunken, mehr als die Hälfte von ihnen - 4790 Tote - werden bis heute vermisst. Das Jahr 2011 war das schlimmste mit 1800 Toten und Vermissten: 150 jeden Monat – 5 jeden Tag. Weitere Kriege und Konflikte entflammten in Irak, in Syrien, im Gazastreifen und in Lybien.
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