![]() |
siciliamigranti.blogspot.com ist ein italienischsprachiges Monitoringprojekt zur Situation der Flüchtlinge in Sizilien, dort finden Sie die Original-Berichte, hier finden Sie die deutschen Übersetzungen. Klicken Sie auf die auf die Namen der Schlagworte (keywords), wenn Sie bestimmte Themen suchen.
Posts mit dem Label Migrant*innen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Migrant*innen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Dienstag, 5. Dezember 2017
Migrationspolitik und Unmenschlichkeit
„Das Leiden der Migrant*innen, die in Libyen gefangen gehalten werden, ist eine Beleidigung für das Gewissen der Menschheit.“ Wer diese Erklärung abgibt ist kein*e Aktivist*in sondern ein Repräsentant des Hochkommissariats für Menschenrechte der UNO.
Labels:
Abkommen,
Ausbeutung,
Folter,
Hochkommissariat für Menschenrechte,
Libyen,
Migrant*innen,
Missbrauch,
Neu-Volljährige,
Schleuser,
UN,
unbegl. Minderjährige Geflüchtete
Mittwoch, 19. Juli 2017
Das Geschäft mit den Migrant*innen: 143 Tausend Euro am Tag, verwaltet von der Gruppe der Kooperativen
Palermo.repubblica.it – Der Ex-Regionalassessor für Familienangelegenheiten, der Ippocrate di Enna leitet: „Für uns bleiben nur 3€ pro Bewohner*in*.“
Vor dem Tor des ehemaligen Hotels Canguro, zeigen die Bürger*innen von Castell’Umberto mit dem Finger besonders auf sie: Die Kooperativen. „Sie stecken das Geld ein und wir nehmen die Migrant*innen.“ Das ist der Satz, den man hinter vorgehaltener Hand sagt.
Vor dem Tor des ehemaligen Hotels Canguro, zeigen die Bürger*innen von Castell’Umberto mit dem Finger besonders auf sie: Die Kooperativen. „Sie stecken das Geld ein und wir nehmen die Migrant*innen.“ Das ist der Satz, den man hinter vorgehaltener Hand sagt.
![]() |
| Migrant*innen, beherbergt im Hotel von Sinatra (lapresse) |
Labels:
Asylsuchende,
businnes,
CAS,
Castell'Umberto,
Koop. Ippocrate,
Kooperative Azione Sociale,
Kooperative Terre di Mazzarino,
Migrant*innen,
Palermo,
Paolo Colianni,
Ragusa,
SPRAR,
Trapani
Donnerstag, 1. Juni 2017
Am 5. Juni startet die Crowdfundingkampagne von Thraedable, einem sozial engagierten Unternehmen, das von Ausgrenzung erzählende Schicksale in faire Kleidung verwandelt.
Thraedable ist ein sozial engagiertes Unternehmen für faire Mode. Es produziert T-Shirts und Handtaschen, um damit zugleich die Geschichte von Menschen zu erzählen, die – fernab vom Interesse der Medien - mit ihrer Ausgrenzung kämpfen, und von denen man deshalb nur selten hört. Ziel ist es, Aufmerksamkeit für diese Geschichten zu wecken, und so den Personen, den Protagonist*innen der Erzählungen, eine Stimme zu geben. Gleichzeitig sollen auf diesem Weg finanzielle Unterstützungsfonds für die kleinen örtlichen Vereine, die nachhaltige Lösungswege für die Probleme dieser Personen anbieten, geschaffen werden. Cristina Orsini und Aghiles Ourad – Mitbegründer*innen von Thraedable – stellen die Crowdfundingkampagne vor und berichten wie sie die Erzählungen von sozialer Ausgrenzung in faire Mode verwandeln.
Dienstag, 30. Mai 2017
Von Helden zu Verdächtigen: wie Rettungsaktionen von Migrant*innen und Geflüchteten in den Medien dargestellt werden
Cartadiroma.org- Vorstellung des Reports “Auf Sicht steuern - Erzählungen über Such- und Rettungsaktionen von Migrant*innen im Mittelmeer”: “Wer versucht, die Akteur*innen der Such- und Rettungsoperationen zu delegitimisieren, fördert Abschiebepolitiken“.
![]() |
| Foto von Ärzte ohne Grenzen an Bord des Schiffes Vos Prudence |
Mittwoch, 24. Mai 2017
Der Schiffbruch der Kinder: “Dies ist der Grund, warum gegen diese Offiziere wegen Mord ermittelt werden sollte“
L'Espresso - Der Schiffbruch der Kinder “war eindeutig vorhersehbar“. So schreibt es Francesco Provenzano, der Richter der Voruntersuchungen des Gerichtes in Agrigent, in dem Beschluss, in dem die vier Offiziere im Dienst am 11. Oktober 2013 des Mordes mit dem Umstand des eventuellen Tatvorsatzes beschuldigt werden. Dabei handelt es sich um den Kapitänleutnant Catia Pellegrino, 41 Jahre alt, damals die Kapitänin des Schiffes Libra, die beiden Kapitänleutnants der Kommandozentrale der Küstenwache, Clarissa Torturo, 40, und Antonio Miniero, 42, und den Generalissimus des Cincnav, der Kommandozentrale der militärischen Marine, der noch zu identifizieren ist.
![]() |
| Ph. L' Espresso |
Montag, 6. März 2017
Die Räumung des ehemaligen Postgebäudes in Catania, Sizilien
Montag, der 28. Februar, 06.00 Uhr am Morgen: Die Ortspolizei räumt das ehemalige Postgebäude in Viale Africa. Obwohl es schon seit Jahren verlassen und im baufälligen Zustand war, wurde es bis jetzt als provisorische Unterkunft für Obdachlose genutzt, darunter vor allem Migrant*innen und Asylsuchende. Am Ende des Einsatzes sind 18 Menschen wegen Hausfriedensbruchs angezeigt worden.
Samstag, 24. Dezember 2016
Auch der Abfall landet in schwarzen Säcken
Am Freitag, den 16. Dezember, sind wir zum Hafen von Palermo gefahren, um die 388 Migrant*innen willkommen zu heißen, die über den Tod gesiegt hatten und an Bord des spanischen Militärschiffes Navarra angekommen waren. Zusammen mit den Überlebenden ist auch ein Leichnam angekommen. Den Mitarbeiter*innen der Ämter und Hilfsorganisationen, die sich am Hafen befanden, um die Landungsoperationen zu begleiten, wussten nicht von dem Leichnam, bis zur Ankunft des Schiffs in Palermo. Wahrscheinlich ist dieser Mensch, der in einem schwarzen Sack an Land gebracht wurde und von dem immer am Hafen anwesenden Comboni-Missionar gesegnet wurde, erst nach der Rettung im Meer auf dem Weg nach Palermo verstorben. Er litt an Diabetes und hat es nicht geschafft, unter psychophysischem Stress und den unmenschlichen Bedingungen den ungleichen Kampf zu gewinnen. Der Tod hat wieder einmal mit Hilfe der Europäischen Migrationspolitiken gewonnen.
Labels:
Anlandung,
Boccadifalco,
CAS,
CAS per donne,
digitale Fingerabdrücke,
Identifizierung,
Migrant*innen,
Notfall,
Palermo,
Trennung von Familien,
unbegleitete Minderjährige Gefl.
Dienstag, 15. November 2016
Handelsware: Überleben in einem zurückweisenden System
Die Geschichte von A. wiederholt sich in vielen anderen Orten auf Sizilien und betrifft nicht nur Minderjährige, sondern auch Männer und Frauen, die schon seit etlichen Monaten hier sind und die von den selben Institutionen, die sie schützen sollten, zurückgewiesen werden. In den letzten Wochen am Hafen von Catania sind mehr als tausend Migrant*innen angekommen: Allein am Sonntag waren es 850 Menschen an Bord des Schiffes Bourbon Argos und einige Tage zuvor kamen außerdem 288 zusammen mit 20 Leichnamen an.
Labels:
Ausbeutung,
caporalato,
CARA Mineo,
CAS Marina di Modica,
Catania,
hotspot Pozzallo,
Leichen,
Migrant*innen,
Prostitution,
prostituzione,
respingimento,
Überlebende,
Zeltstadt Porto Augusta,
Zurückweisungen
Montag, 31. Oktober 2016
Kampagne #overthefortress: eine zweimonatige Reise von Sizilien nach Rom auf der zentralen Mittelmeerroute und darüber hinaus
Quelle: Meltingpot.org
40 Etappen, 3400 Kilometer, ein Camper: nimm teil an der Reise und unterstütze das Crowdfunding!
Der Camper von #overthefortress schifft sich im Hafen von Igoumenitsa nach Süditalien ein um Umfragen und unabhängigen Austausch Seite an Seite mit Migrant*innen und der Gesellschaft vor Ort zu verwirklichen, um Gemeinplätze und vorherrschende Meinungen zur Diskussion zu stellen, um einer guten Aufnahmepolitik, der Solidarität und zivilem Engagement dem Weg zu bereiten.
40 Etappen, 3400 Kilometer, ein Camper: nimm teil an der Reise und unterstütze das Crowdfunding!
Der Camper von #overthefortress schifft sich im Hafen von Igoumenitsa nach Süditalien ein um Umfragen und unabhängigen Austausch Seite an Seite mit Migrant*innen und der Gesellschaft vor Ort zu verwirklichen, um Gemeinplätze und vorherrschende Meinungen zur Diskussion zu stellen, um einer guten Aufnahmepolitik, der Solidarität und zivilem Engagement dem Weg zu bereiten.
Mittwoch, 26. Oktober 2016
Libysche Küstenwache greift Flüchtlingsboot und Sea-Watch an
In der Nacht zu Freitag (21.10.2016) kam es nun zu einem Übergriff der Libyschen Küstenwache auf eine unserer Rettungsaktionen, in dessen Folge bis zu 30 Flüchtende ertranken. Ein Schnellboot der Libyschen Küstenwache hatte zunächst die Rettungsaktion in internationalen Gewässern, mit der unser Schiff Sea-Watch 2 von der Rettungsleitstelle in Rom beauftragt worden war, behindert und anschließend eine Paniksituation verursacht in deren Folge fast alle der ca. 150 Insassen ins Wasser fielen und viele dabei ertranken.
Abonnieren
Posts (Atom)




