![]() |
| Foto von Alberto Biondo |
siciliamigranti.blogspot.com ist ein italienischsprachiges Monitoringprojekt zur Situation der Flüchtlinge in Sizilien, dort finden Sie die Original-Berichte, hier finden Sie die deutschen Übersetzungen. Klicken Sie auf die auf die Namen der Schlagworte (keywords), wenn Sie bestimmte Themen suchen.
Posts mit dem Label Hotspots werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Hotspots werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Mittwoch, 22. Juni 2016
Westsizilien: Eine Höllenwoche
Labels:
Ankunft,
Ankünfte,
Hotspot,
Hotspots,
Lampedusa,
Palermo,
Rettung,
Siculiana,
Tote auf See,
Trapani,
unbegleitete Minderjährige,
unbegleitete minderjährige Flüchtlinge,
Villa Sikania
Mittwoch, 16. März 2016
Unbegleitete Minderjährige in Pozzallo: Seit Wochen im Hotspot
Die letzte Anlandung im Hafen von Pozzallo geht auf den 24. Februar dieses Jahres zurück. 313 Migrant*innen sind an Bord der Diciotto, einem Schiff der Küstenwache, angekommen. Unter ihnen befanden sich 33 unbegleitete Minderjährige, die sich zu den Vielen hinzu addieren, die in den vergangenen Tagen angekommen sind; es war eine Woche, in der es eine Abfolge von zahlreichen Ankünften gegeben hat.
Mittwoch, 2. März 2016
Das Schweigen vor und nach der Landung. Stimmen aus der Hölle Libyens.
Am 25. Februar kamen im Hafen von Augusta die Leichen von fünf Migrant*innen an. Sie waren an Bord des Militärschiffes Cigala Fulgosi gewesen, das bei vier verschiedenen Einsätzen Geflüchtete an Bord genommen hatte. Die Aufmerksamkeit der nationalen Medien wandte sich wieder für einen Tag den Anlandungen zu, was vorhersehbar und gewöhnlich erscheint, wenn die Ankunft der Migrant*innen von Menschen begleitet wird, die die Überfahrt nicht überlebt haben, vor allem wenn es sich um höhere Anzahl an Toten handelt. Leider kam genauso vorhersehbar und pünktlich auch das Schweigen, das auf die Meldung folgte. Die Meldung war dafür bestimmt, für einige Minuten und in wenigen Worten die nationale Öffentlichkeit zu erreichen, um dann in Vergessenheit zu geraten, wie viele Ereignisse der täglichen Berichterstattung.
Donnerstag, 31. Dezember 2015
Zum Glück ist das Jahr 2015 zu Ende
Die
Zahlen von 2015 sind furchtbar, sie erinnern an Morde, an tägliche Katastrophen
ohne Unterbrechung, die von einer Politik geschürt werden, die ihren Kurs nicht
mal vor dem Hintergrund rassistischen Abdriftens und Kindestoden korrigiert.
931
- 237 - 150 - 200 - 73, das sind nur die jüngsten Zahlen der Angekommenen, der
Minderjährigen, der marokkanischen Staatsbürger*innen, der im neuen Hotspot in
Trapani festgehaltenen Geflüchteten und derer, die tagelang in Agrigento
protestiert haben.
Zahlen
und Tatsachen, die offenbaren, dass 2015 genauso endet wie es angefangen hat:
im totalen Chaos, in der Gleichgültigkeit der Institutionen und im Eingreifen
der Freiwilligen und Aktivist*innen, die es dem System noch erlauben, auf den
Beinen zu bleiben und nicht zu implodieren.
Dienstag, 22. Dezember 2015
Die Wahrheit über das Hot Spot-System – Rechtsverletzungen und Illegalität auf Lampedusa – Die Anklage der Unterstützer
In den letzten Wochen
sind in Palermo, aber auch in Catania und weiteren sizilianischen Städten,
dutzende von Personen aus Mali, Gambia, Pakistan, Somalia, Eritrea und Nigeria
angekommen, die nur mit einer Verfügung zur „verzögerten Abschiebung“ in den
Händen, welcher sie auffordert, das italienische Staatsgebiet über Roma
Fiumicino innerhalb von 7 Tagen zu verlassen. Sie kommen alle von der Insel Lampedusa,
auf die sie gebracht wurden nachdem sie auf offenem Meer aufgegriffen wurden.
Diesen Migrant*innen
wurde es nicht erlaubt einen Antrag auf internationalen Schutz zu stellen, obwohl
sie mit dem Hohen Kommissariat der Vereinigten Nationen für Geflüchtete in
Kontakt getreten sind.
Sonntag, 20. Dezember 2015
Minder erhörte Stimmen
Gestern ereignete sich eine weitere Flüchtlingskatastrophe, die
Vielen vor den türkischen Küsten den Tod gebracht hat, als diese den verzweifelten
Versuch unternommen hatten, Gewalt und einem sicheren Tod zu entkommen, und in
der Hoffnung waren an einen Ort zu gelangen, an dem das Überleben kein
tägliches Problem darstellt. Unter ihnen sind einige Kinder, deren Todeszahlen konstant
ansteigen und auf die sich die mediale Aufmerksamkeit immer mehr
konzentriert. Bilder des Schmerzes und des Kummers, die bloß stillen Respekt
und eine ernsthafte Reflektion verdienen, aber anstelle dessen
instrumentalisiert werden, um Mitleid anzuregen und erfolgreich Nachrichten zu
verkaufen, in Artikeln, die alles bezwecken, außer korrekte Informationen zu
liefern.
Montag, 14. Dezember 2015
Morgen wird der EU-Bericht über Italien veröffentlicht. Er drängt auf die Einrichtung zwei neuer Hotspots in Pozzallo und Porto Empedocle
LaRepublica.it - Brüssel fordert von Italien eine „Beschleunigung“ bei „der Schaffung des rechtlichen Rahmens für die Tätigkeit der Hotspots, insbesondere um den Einsatz von Gewalt für die Abnahme von Fingerabdrücken zu ermöglichen und die Migranten, die sich widersetzen, länger festhalten zu können.“ Dies geht aus einer Vorabversion des Berichts der EU-Kommission über Italien hervor.
„Die Umverteilung aus Italien ist derzeit durch fehlende Kandidaten beeinträchtigt, da die Ankunftzahlen niedrig sind und sich vor allem auf Nationalitäten konzentrieren, die nicht für die Umverteilung in Frage kommen“, heißt es in dem Dokument. Außerdem erwartet Brüssel weitere Anstrengungen im Hinblick auf die Migrant*innen und hofft, dass die Zentren in Pozzallo und Porto Empedocle in wenigen Tagen eröffnet werden, da bisher – wie die Kommission betont – nur einer der sechs bestimmten Hotspots voll in Betrieb ist, nämlich der in Lampedusa.
Donnerstag, 10. Dezember 2015
Agrigent: Hunderte von Geflüchteten, darunter Menschen aus Somalia und unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, zurückgewiesen und auf der Straße stehen gelassen
„Seven Days“, so nennen die Geflüchteten die Verfügung
zur „verzögerten Abschiebung“ nach Artikel 10 Absatz 2 des vereinheitlichten
Texts zur Migration, die sie dazu auffordert, das italienische Territorium
innerhalb von sieben Tagen vom Flughafen Fiumicino in Rom aus zu verlassen. In
den letzten Monaten hat dieses Schicksal Hunderte von Menschen getroffen und, wie
in den letzten Tagen registriert wurde, steigt das Phänomen konstant an. In der
Provinz von Agrigent wurde die kritischste Situation aufgezeichnet, was kein
Zufall ist.
Mittwoch, 2. Dezember 2015
Das Schweigen über Lampedusa. Die Schande von Agrigent
Allwöchentlich
landen auf Lampedusa kleinere Boote an mit 15-20 Personen an Bord. Sie kommen
aus Libyen oder Tunesien. Am 23. November sind in Lampedusa 130 Migranten von
Bord gegangen. Weder die Zeitungen noch das Fernsehen berichten darüber. Warum?
Den Grund
dafür vermuten wir (nach dem neuerlichen Durchlesen der «Road Map», den Strategien
für die Migrationspolitik) im Druck, den die Europäische Union auf die
italienische Regierung ausübt. Die Politiker überlassen die Umsetzung und Durchführung
der Aufnahmeverfahren dem Ermessen der jeweiligen italienischen oder
europäischen Polizeiorgane und das ohne juristische Rechtmässigkeit und
Zuständigkeit. Dieses Vorgehen ist unrechtmässig und ungesetzlich, denn es hat
unmenschliche und entwürdigende Behandlung der Person zur Folge.
Freitag, 6. November 2015
Von der Ankunft, zum Hotspot, bis zur Ausweisung. Wie über das Schicksal der Migranten entschieden wird
Von Redattore Sociale – Willkürliche
Unterscheidungen zwischen Wirtschaftsflüchtlingen und Asylsuchenden, Blitzausweisungen,
irreführende Methoden, um an die Fingerabdrücke zu gelangen, zu wenige
Informationen an die Migranten bezüglich ihrer Rechte und ihres Schicksals.
Francesco Rita, Psychologe von Ärzte Ohne Grenze, der in dem
Erstaufnahmezentrum arbeitet, erzählt uns was seit einem Monat in dem
sogenannten hotspot in Pozzallo geschieht. „Was hier passiert, ist
entsetzlich!“ fasst er ohne Umschweife zusammen während eines von Laboratorio 53 in Rom organisierten
Kongress.
Samstag, 12. September 2015
Hotspots seit dem 17. September in Betrieb: "Es werden Abschiebungshaftzentren"
Die ersten,
die in Betrieb genommen werden, sind die in Pozzallo und Lampedusa.
Arci*
meint: «In den "Hotspots" werden die Rechte der unrechtmäßig
Inhaftierten missachtet werden». CIR* kommentiert:
”Nach unserem Kampf gegen die Abschiebungshaftzentren finden wir uns mit einer
neuen Art der Inhaftierung konfrontiert”.
Redattore Sociale – Schnellere
Rückführungen, "Hotspots" in den Ankunftsländern um sofort zu
unterscheiden, wer Anrecht hat auf den internationalen Schutzstatus für
Flüchtlinge hat und wer nicht, eine Auflistung der "sicheren Rückführungsländer"
um die Asylanfragen zu reduzieren. Das ist die andere Seite der Medaille des
Junckerischen Planes zur Wiederansiedelung der 160000 Flüchtlinge in den
Ländern der europäischen Union. Bei der Einreise
in die europäischen Länder soll eine klare Auslese und Unterscheidung erfolgen
– das kritisieren die Menschenrechtsorganisationen, die sich seit jeher für den
Schutz der Migranten engagieren. Denn das Risiko besteht, dass systematisch
deren Rechte missachtet werden durch eine Unterscheidung in Flüchtlinge der
Kategorie A und der Kategorie B.
Abonnieren
Posts (Atom)

