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Samstag, 24. Juni 2017

Besuch im CAS* „Mondonuovo*“ von Testa dell’Acqua (SR)

„Ich bin sehr glücklich in Italien angekommen zu sein, aber ich muss noch die Italiener*innen kennenlernen“, sagt uns J., der aus Bangladesch stammt und Anfang April im Hafen von Augusta angekommen ist. J. lebt seit 2 Monaten im CAS*, das von der Kooperative „Mondonuovo“ in Testa dell’Acqua geleitet wird. Testa dell’Acqua mit kaum mehr als 500 Einwohner*innen ist ein Ortsteil von Noto in der Provinz Syrakus. Der Ort liegt sowohl von Noto wie auch von Palazzolo Acreide 15 Km entfernt.
Das CAS Mondonuovo in Testa dell'Acqua (SR)

Dienstag, 11. April 2017

Neue Zurückweisungen, Festnahmen und Hotspots. Migrant*innen, die Italien nicht schützen will, aber weiterhin ausbeutet



Ungefähr 250 mit einer einzigen Anlandung. Das ist die Zahl der Migrant*innen zumeist marokkanischer Herkunft, die, nach ihrer Ankunft mit dem Schiff Golfo Azzurro in Pozzallo vor gut einer Woche, abgewiesen wurden. Fotokopien von Ausweisungsbescheiden, mit der Auflage, sich innerhalb von 7 Tagen vom italienischen Territorium zu entfernen; Landesgrenze ist der Flughafen Rom Fiumincino. Und wieder einmal wiederholt sich das absurde Drehbuch, mit dem diese ungesetzlichen und verfassungswidrigen Verfahren implementiert wurden, die zurückführen auf die kollektiven Ausweisungen; für diese ist Italien auch vom europäischen Gerichtshof für Menschenrechte verurteilt worden.


Das Schiff Aquarius im Hafen von Catania

Donnerstag, 2. März 2017

Um nicht im Schweigen zu verharren

Pozzallo, Augusta, Catania, Lampedusa, Palermo: in Sizilien enden die Seereisen der Geflüchteten aus Libyen. Entlang der Küsten gehen Rettungen, Schiffbruch und Tod in einander über. Geflüchtete sterben in Kühl-LKWs, in denen sie als Waren transportiert wurden, von der Wüste bis zur Küste Libyens, von wo sie vermutlich die Überfahrt nach Italien versucht hätten.

Die, die vor einer Woche überlebten und die Aufmerksamkeit der Medien fanden, sind wenige von Tausenden, die jeden Tag Opfer des Menschenhandels werden. Uns in Italien versuchen die Überlebenden den erlebten Horror zu beschreiben, aber sie bleiben meistens ungehört.
Ankunft der Golfo Azzurro im Hafen von Pozzallo


Dienstag, 16. August 2016

Außerordentliche Aufnahmezentren, der Fall Palermo. Borderline: „Einige schlagen Profit aus der Unsichtbarkeit der Migrant*innen.“

Quelle: MeridioNews

Alberto Biondo hat für den Verein Borderline außerordentliche Aufnahmezentren in der Regionshauptstadt und der Provinz kontrolliert: „Die Asylsuchenden sind frustriert von der Bürokratie. Das System der Aufnahme hat keinen Anfang und kein Ende und ist absichtlich so aufgebaut, um Menschen in einem Schwebezustand zu lassen.“