siciliamigranti.blogspot.com ist ein italienischsprachiges Monitoringprojekt zur Situation der Flüchtlinge in Sizilien, dort finden Sie die Original-Berichte, hier finden Sie die deutschen Übersetzungen. Klicken Sie auf die auf die Namen der Schlagworte (keywords), wenn Sie bestimmte Themen suchen.
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Mittwoch, 24. Mai 2017

Der Schiffbruch der Kinder: “Dies ist der Grund, warum gegen diese Offiziere wegen Mord ermittelt werden sollte“

L'Espresso - Der Schiffbruch der Kinder “war eindeutig vorhersehbar“. So schreibt es Francesco Provenzano, der Richter der Voruntersuchungen des Gerichtes in Agrigent, in dem Beschluss, in dem die vier Offiziere im Dienst am 11. Oktober 2013 des Mordes mit dem Umstand des eventuellen Tatvorsatzes beschuldigt werden. Dabei handelt es sich um den Kapitänleutnant Catia Pellegrino, 41 Jahre alt, damals die Kapitänin des Schiffes Libra, die beiden Kapitänleutnants der Kommandozentrale der Küstenwache, Clarissa Torturo, 40, und Antonio Miniero, 42, und den Generalissimus des Cincnav, der Kommandozentrale der militärischen Marine, der noch zu identifizieren ist. 

Ph. L' Espresso

Freitag, 3. Februar 2017

Rasterfahndungen und Abkommen mit Libyen: die Manöver von Italien und EU zur Immigration sind immer beunruhigender

Pressemitteilung. Die Organisation Borderline Sicilia drückt ihre tiefe Beunruhigung über das heute in Malta unterzeichnete Abkommen von Italien und Libyen und das am vergangenen 26. Januar an die italienischen Polizeipräsidien verschickte Telegramm des Präfekten Pinto aus, welches das Auffinden von sich illegal in Italien aufhaltenden nigerianischen Staatsangehörigen anordnet, mit dem Ziel, sie in den CIE* festzuhalten und abzuschieben. Demnach ist es nicht nur der Illegalitätsstatus, der das Kriterium einer solchen Vorgehensweise vorgibt, sondern seine Verknüpfung mit einer spezifischen Nationalität.

Donnerstag, 18. September 2014

Es herrscht Stille über das gesunkene Schiff. Freiwillige Helfer: „Was sagen wir den Familien?“

Ctzen von Claudia Campese
Die Staatsanwaltschaft Catania informiert über die Entwicklungen im Fall des Bootes, welches mit über 400 Migranten an Bord im maltesischen Meer gesunken ist. Dennoch, bezüglich der Identität der Überlebenden wie auch der Toten, beruft sich die Abteilung weiterhin auf Zurückhaltung. „In diesen Tagen haben uns  dutzende Personen aus Gaza kontaktiert, um Informationen über Verwandte zu bekommen, aber auch wir erhalten keine Informationen von den Behörden,“ berichten Mitarbeiter des antirassistischen Netzwerks in Catania, La rete antirazzista catanese.

Mittwoch, 17. September 2014

Staatsanwaltschaft über den Schiffbruch der Migranten: Sie wurden versenkt.


Von Argo Catania
Bezirksstaatsanwalt der Republik
am Gericht von Catania
PRESSEMITTEILUNG
Die zu dem Schiffbruch, der sich in internationalen Gewässern ereignet hat, bisher durchgeführten Untersuchungen erlauben es, erste Ergebnisse bekannt zu geben.
Mehrere Quellen weisen darauf hin, dass die Versenkung eines Schiffes mit einer hohen, aber noch nicht präzise bestimmbaren Zahl, die mit mehr als 400 Migranten unterschiedlicher Nationalität angegeben wird, gewollt dadurch verursacht wurde, dass ein anderes, größeres Schiff das Boot gerammt hat. Dieses Verhalten sei verursacht worden durch die Weigerung der Migranten (und der Besatzung des dann untergegangenen Schiffes) in ein Boot umzusteigen, dass die Anzahl der Passagiere nicht verkraftet hätte.

Freitag, 29. November 2013

Über 200 Bootsflüchtlinge sterben, weil die rechtzeitige Rettung verweigert wurde - Italienische Küstenwache sendet Notruf weiter an Malta und bleibt tatenlos!



Presseerklärung 29.11.2013

Acht Tage nach der Lampedusa-Tragödie vom 3. Oktober 2013: Admiral der Italienischen Küstenwache rechtfertigt sich mit Verweis auf die Zuständigkeit von Malta; aktuelle Recherchen dokumentieren die verweigerte Seenotrettung am 11.Oktober 2013.

Die Angst vor dem Asylantrag

Die Grenzschutzagentur Frontex soll Flüchtlingsschiffen früher zu Hilfe kommen. Wie dringend das erforderlich ist, belegt das Protokoll eines Untergangs.

BRÜSSEL taz - Christian Jakob | In dieser Woche hat das Europäische Parlament über die Neuregelung der Seeaußengrenzen beraten. Dabei geht es unter anderem um die Frage, ob Einheiten der Grenzschutzagentur Frontex verbindlich verpflichtet werden sollen, in Seenot Geratenen Hilfe zu leisten.

Mittwoch, 6. November 2013

Schiffbruch vom 11.10.2013: die Libyer, die von Italien mit Waffen ausgerüstet wurden, schießen auf die Flüchtlinge


Nachdem die Tränen des Schmerzes, die die Presse ein Zeit lang über das Schiffsunglück genährt hatte, versiegen und die Toten wieder in der Dunkelheit versinken, sind Presse und öffentliche Meinung wieder zum Alltag übergegangen und niemand fragt sich, was denn aus den Überlebenden geworden ist. Borderline Sicilia hatte von dem Unglück des 11. Oktober von Lampedusa aus berichtet. In den darauffolgenden Tagen trafen wir einen Syrer, nennen wir ihn Hamed. Ein Teil von ihm hat sein Leben bei diesem Schiffbruch gelassen, er hat an diesem Tag seine Frau, seine Schwiegertochter und sein Enkelkind verloren.

Freitag, 11. Oktober 2013

Erneut Schiffbruch im Kanal von Sizilien: es werden weitere 50 Tote gezählt. Die Überlebenden stundenlang als Geiseln auf Grund eines diplomatischen Vorfalls zwischen Italien und Malta

Hundertster Schiffbruch 70 Meilen vor der Küste Lampedusas, in maltesischen Gewässern. Ein Boot mit 250 Migranten an Bord hatte das SOS-Signal per Satellitentelefon gesendet. Es wurde von einem maltesischen Helikopter gesichtet und die Passagiere hatten, aus Angst nicht abgefangen zu werden, begonnen mit den Armen zu winken. Von da an begann die Tragödie. Auf Grund des Ungleichgewichts, verursacht durch das Durcheinander an Bord, kenterte das Boot und alle Migranten wurden ins Meer geworfen.

Dienstag, 6. August 2013

102 Flüchtlinge sitzen auf Tanker vor Malta fest

Pro Asyl - Der Tanker „Salamis“ hat bei einer Rettungsaktion nahe der libyschen Küste 102 Flüchtlinge aufgenommen. Doch Malta und Italien weigern sich, die vermutlich aus Eritrea und Äthiopien stammenden Bootsflüchtlinge aufzunehmen, obwohl sie dazu nach internationalem Recht verpflichtet sind. PRO ASYL fordert die EU auf, die Aufnahme der geretteten Bootsflüchtlinge in einem sicheren Hafen in Europa zu gewährleisten.