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| Das Schiff von SOS Mediterranee im Hafen von Palermo |
siciliamigranti.blogspot.com ist ein italienischsprachiges Monitoringprojekt zur Situation der Flüchtlinge in Sizilien, dort finden Sie die Original-Berichte, hier finden Sie die deutschen Übersetzungen. Klicken Sie auf die auf die Namen der Schlagworte (keywords), wenn Sie bestimmte Themen suchen.
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Mittwoch, 18. Oktober 2017
Das Chaos regiert während die Migrant*innen sterben
Der Kampf gegen die Migrant*innen fordert immer mehr Opfer, ohne Unterbrechung. Die Opfer werden immer jünger und sind das Resultat einer europäischen Politik, die sich immer weiter abschottet. Ein Europa der ewigen Angst vor Belagerung, welches das Leben von Menschen in eine Hölle verwandelt. So auch das der 606 Personen, die am vergangenen Freitag auf dem Schiff von SOS Mediterranee eingetroffen sind, welches von allen Zeitungen inzwischen das Schiff der Kinder genannt wird.
Donnerstag, 2. März 2017
Um nicht im Schweigen zu verharren
Pozzallo, Augusta, Catania, Lampedusa, Palermo: in Sizilien enden die Seereisen der Geflüchteten aus Libyen. Entlang der Küsten gehen Rettungen, Schiffbruch und Tod in einander über. Geflüchtete sterben in Kühl-LKWs, in denen sie als Waren transportiert wurden, von der Wüste bis zur Küste Libyens, von wo sie vermutlich die Überfahrt nach Italien versucht hätten.
Die, die vor einer Woche überlebten und die Aufmerksamkeit der Medien fanden, sind wenige von Tausenden, die jeden Tag Opfer des Menschenhandels werden. Uns in Italien versuchen die Überlebenden den erlebten Horror zu beschreiben, aber sie bleiben meistens ungehört.
Die, die vor einer Woche überlebten und die Aufmerksamkeit der Medien fanden, sind wenige von Tausenden, die jeden Tag Opfer des Menschenhandels werden. Uns in Italien versuchen die Überlebenden den erlebten Horror zu beschreiben, aber sie bleiben meistens ungehört.
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| Ankunft der Golfo Azzurro im Hafen von Pozzallo |
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Tote,
unbegl. Minderjährige Gefl.,
Vittoria
Sonntag, 12. Februar 2017
Rassistische Gesetze und täglich Diskriminierungen. Szenen aus der alltäglichen Gewalt in Ostsizilien
Die italienische Regierung verstärkt ihre rassistische und auf Abschottung ausgerichtete Politik: ein Vertragsabkommen mit Libyen, stark diskriminierende Erlässe und das jüngste Abkommen, das gestern vom Ministerrat gebilligt wurde: dieses sieht vor, neue Maßnahmen einzuführen, die den „Prozess der Anerkennung auf Asyl für die Geflüchteten beschleunigen“ soll. Zugleich sollen die Möglichkeiten, Migrant*innen für gemeinnützige Arbeiten „heranzuziehen“, erleichtert und die Anzahl der Zentren für die Feststellung der Personalien und für „permanente“ Abschiebung erhöht werden. Diese Zentren heißen ab sofort CPR* und nicht mehr CIE*.
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Abkommen zwischen Italien und Libyen,
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Rassismus,
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syrien,
unbegl. Minderjährige Gefl.,
Zeltstadt Porto Augusta
Montag, 31. Oktober 2016
Warum weiter gestorben wird
Wenig mehr als 100 Euro und einige Wochen Wartezeit - das ist, was jede*r italienische Staatsangehörige braucht, um einen Pass zu erhalten. Ob wir, wenn wir unsere persönlichen Dokumente anfordern und brauchen, uns bewusst sind, dass diese banalen und routinemäßigen Behördengänge für viele noch nie möglich waren oder noch immer nicht möglich sind. Ob die Bürger*innen der europäischen Union auch nur einen Moment daran denken, dass andere für die ihnen selbstverständlichen Freiheiten mit dem Leben bezahlen, oder ins Gefängnis kommen oder ihren Körper verkaufen müssen.
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Freitag, 16. September 2016
EIN PARTISAN ERZÄHLTE MIR… Crowdfunding für das neue Buch von Gabriele del Grande
Liebe "Produzent*innen „dal basso“, von unten"* von «Io sto con la sposa» - »An der Seite der Braut»,
Ich, Gabriele del Grande, wende mich von neuem an euch. Vor zwei Jahren haben wir zusammen dieses kulturelle und politische Abenteuer möglich gemacht, das unsere eigene Geschichte und die Erfahrung von Hunderttausenden von Zuschauer*innen in 53 Ländern geprägt hat.
Wer mich kennt, der weiß, wie viele Male ich seither in Erwägung gezogen habe, mich aus der Öffentlichkeit zurückzuziehen, denn die Anstrengung ist groß, immer wieder bei null zu beginnen.
Die Attentate in Europa ließen mich meine Meinung ändern. Weil ich Bescheid wusste.
Ich, Gabriele del Grande, wende mich von neuem an euch. Vor zwei Jahren haben wir zusammen dieses kulturelle und politische Abenteuer möglich gemacht, das unsere eigene Geschichte und die Erfahrung von Hunderttausenden von Zuschauer*innen in 53 Ländern geprägt hat.
Wer mich kennt, der weiß, wie viele Male ich seither in Erwägung gezogen habe, mich aus der Öffentlichkeit zurückzuziehen, denn die Anstrengung ist groß, immer wieder bei null zu beginnen.
Die Attentate in Europa ließen mich meine Meinung ändern. Weil ich Bescheid wusste.
Dienstag, 23. September 2014
Was hat die Politik aus vergangenen Katastrophen gelernt?
Fast
ein Jahr ist es her, dass am 3. und 11. Oktober kurz hintereinander
etwa 600 Menschen vor den Küsten Italiens und Maltas sterben mussten.
Was hat das europäische Grenzregime aus den beiden Tragödien gelernt?
Nichts.
Dienstag, 10. Juni 2014
„Shufna el mut“ – Wir haben den Tod gesehen
Und wir suchen einen Ort, an dem wir neu beginnen können …
Die Situation der MigrantInnen in Catania. Ein Bericht von Chiara Denaro.
In manchen Augenblicken des Tages ist der Bahnhof von Catania voll mit syrischen Familien und Kindern. Weniger Meter entfernt auf derselben Wiese andere Kinder, unbegleitete minderjährige Ägypter - ganz alleine. 9 bis 14 Jahre alt, aber wenn man sie reden hört, sind es kleine Männer. Schüchtern. Nur wenige Worte. „Wo willst Du hingehen?“ „So Gott will, nach Mailand“, antworten sie und imitieren die Stimme von Erwachsenen.
Mittwoch, 11. Dezember 2013
1200 Flüchtlinge aufgegriffen
Süddeutsche.de - Rom – Die italienische Marine und Küstenwache haben südlich von
Lampedusa innerhalb weniger Stunden mehr als 1200 Migranten gerettet.
Die Menschen waren auf sechs kaum seetüchtigen Schlauch- und Holzbooten
unterwegs, wie die Marine am Dienstag mitteilte. 274 Flüchtlinge wurden
mit zwei Motorbooten zur Insel Lampedusa südlich von Italien gebracht,
zwei weitere Schiffe der Marine mit 392 und 566 Menschen an Bord waren
auf dem Weg nach Sizilien, wo sie am Mittwoch ankommen sollten.Unter den
Geretteten waren auch 65 Kinder. Die insgesamt 1233 Migranten kommen
aus verschiedenen Ländern, darunter Eritrea, Syrien, Ägypten und
Nigeria.
Montag, 2. Dezember 2013
Flüchtlinge vor Lampedusa: Vergebliche Hilferufe und 250 Tote
Thomas Schmidt/fr - Die Schiffskatastrophe vor Lampedusa, bei der am 3.
Oktober 366 Flüchtlinge – vorwiegend aus Eritrea und Somalia –
ertranken, löste weithin Entsetzen aus. Als acht Tage später vor der
italienischen Insel wieder ein Schiff sank und mehr als 250 Menschen –
fast alle aus Syrien – ihr Leben verloren, wurde dies in der
Öffentlichkeit kaum noch wahrgenommen.
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