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Freitag, 4. August 2017

Nach der Ankunft bleiben die Menschenrechte auf der Strecke. Der Fall des Außerordentlichen Aufnahmezentrums von Rosolini

Mohamed und Ahmed (Namen von der Redaktion geändert) kommen am ersten Juli auf Sizilien an. Das schwedische Schiff Bkv 002, das sie mitten auf dem Meer aufgenommen hat, bringt sie zusammen mit weiteren 650 Migrant*innen und neun Leichnamen in den Hafen von Catania. „Es war unglaublich, als Europa nur noch zwei Schritte entfernt war“, beschreiben sie ihre Landung. So enthusiastisch klingen sie jedenfalls noch bei unserer ersten Begegnung im Hafen von Catania. 

Migrant*innen im Hafen von Augusta (Provinz Syrakus)

Donnerstag, 5. Januar 2017

Unbegleitete Minderjährige in Zeltstädten und Hotspots. Die Fälle von Pozzallo, Augusta, Catania und Messina

2016 endet mit weiteren Ankünften, Toten, Vermissten. 2017 beginnt mit dem Vorschlag für neue Haftzentren und weitere Eingrenzung der Bewegungsfreiheit der Migrant*innen. Die kriminelle Politik der Festung Europa verursacht immer mehr Auseinandersetzungen und aktive Gedenk- und Solidaritätsmaßnahmen. Am 24. Dezember kamen in Pozzallo 111 Migrant*innen an Land, aber die Berichterstattung konzentriert sich nur auf die unmittelbaren Festnahmen der zwei mutmaßlichen Schleuser. Hiermit sind es 200 Festnahmen im Jahr 2016 in der Provinz von Ragusa, Sizilien. 
Der Hotspot von Pozzallo - Foto: Lucia Borghi