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Dienstag, 18. Juli 2017

Borderline Sicilia mobilisiert sich gegen die Landeerlaubnis des rassistischen Schiffes in Catania

Borderline Sicilia unterschreibt und unterstützt den Aufruf, den die antirassistischen Organisationen von Catania gegen die Landeerlaubnis am Hafen ihrer Stadt des Schiffes C-Star gestartet haben. Das Schiff wurde – wie in dem Artikel von Andrea Palladino, der gestern in der Zeitung Famiglia Cristiana erschien, berichtet wird – von der rechtsextremen Organisation „Identitären Bewegung“ bei einer englischen Firma, die Söldner vermittelt, gemietet. 

Freitag, 13. Mai 2016

Pressemitteilung: Borderline Sicilia gegen die Kriminalisierung von antirassistischen Vereinigungen

Borderline Sicilia zeigt sich besorgt aufgrund der Worte, die bei der Anhörung der parlamentarischen Untersuchungskommission vom Präfekten Morcone ausgesprochen wurden:
„Da sind unsere Freunde von der Organisation Askavusa, und auch noch ein spanischer Herr, der bereits festgenommen wurde, die diese Personen auch noch ermutigen und bestärken darin, sich den Maßnahmen der Identifizierung zu entziehen, nicht zu erscheinen und nicht teilzunehmen.  Dazu kommt wahrscheinlich auch noch ein Teil der Bevölkerung, der sich mit ihnen solidarisiert“ als Antwort auf die Frage, was momentan auf Lampedusa passiert.  
Der Verein ist der Meinung, dass ein Akt der Solidarität gegenüber Personen, die in der Form von zivilem Ungehorsam protestieren, nicht kriminalisiert werden darf. 
Es ist nicht das erste Mal, dass Gruppen von Asylsuchenden einen absolut friedlichen Protest in Bewegung bringen, um die Gesetze zum Zugang zum Schutzgesuch in Europa anzufechten, wie sie vom Dublin-Abkommen geregelt sind und im Scheitern der Hotspot-Ansätze und der „relocation“-Abkommen Bestätigung finden. 
Borderline Sicilia hält es für wünschenswert, dass auch in Momenten höchster Anspannung und Meinungsverschiedenheit ein gegenseitiger Respekt aller Seiten im Interesse der Einhaltung grndlegender Menschenrechte aufrechterhalten wird. 

Catania, 13.05.2016 Borderline Sicilia

Übersetzung aus dem italienischen von Sophia Bäurle

Sonntag, 8. Mai 2016

Das Versagen des Hotspots auf Lampedusa: Straßenproteste mit Forderungen nach Transparenz und Würde


In den vergangenen Wochen hatten wir bereits mehrfach die desaströse Lage des Hotspots im Viertel Imbriacola auf Lampedusa angeprangert. Grund für die menschenunwürdigen Zustände sind die sich auf unbestimmte Zeit hinziehenden bürokratischen Vorgänge, die die Verteilung der Migrant*innen auf den Rest Italiens verlangsamen. Die Bewohner*innen des Hotspots erhalten keinerlei Informationen, und es mangelt an grundlegenden hygienischen Vorrichtungen, sowie an regelmäßiger und außergewöhnlicher Wartung des zerfallenden Gebäudes, das chronisch überfüllt ist. Die dort untergebrachten Menschen werden sich selbst überlassen.