In diesen Wochen, in
denen sich die Nachrichtenmeldungen anderen Angelegenheiten widmen, verweigert
Italien weiterhin jungen Migranten Zukunft und Hoffnung. Diese jungen Migranten
sind aus den Händen der Terroristen, vor den 'demokratischen' Bomben, vor den
multinationalen Unternehmen und vor der Sklaverei geflüchtet. Nachdem sie es
durch die Wüste und über das Meer geschafft haben, sind sie unter Brücken oder
Arkaden gelandet.
siciliamigranti.blogspot.com ist ein italienischsprachiges Monitoringprojekt zur Situation der Flüchtlinge in Sizilien, dort finden Sie die Original-Berichte, hier finden Sie die deutschen Übersetzungen. Klicken Sie auf die auf die Namen der Schlagworte (keywords), wenn Sie bestimmte Themen suchen.
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Sonntag, 22. November 2015
Donnerstag, 3. September 2015
Geschichten aus Siculiana: Licht und Schatten der Aufnahme im Zentrum für Erstaufnahme „Villa Sikania“*
„Zeit existiert hier nicht.
Man verbringt die Tage mit essen, schlafen und warten; mit der Zeit ist es, als
ob es sie gar nicht gäbe.“ Das sind die Worte von A., einem sehr jungen
Afrikaner, der uns sagt, dass er gerade am Tag zuvor 18 Jahre alt geworden sei.
Wir beglückwünschen ihn mit Verspätung, er lächelt, aber sofort verdunkelt sich
sein Blick von neuem. Sein Freund B. hat ein weißes Pflaster in der rechten
Armbeuge. „Ich war krank, sie mussten mich vor ein paar Tagen ins Krankenhaus
bringen. Hier (ndr, in der Villa Sikania) geben sie keine Medizin aus,
überhaupt keine.“ Wir wissen aber, dass es in der Einrichtung eine
Krankenschwester gibt. Es gelingt uns nicht, genau zu verstehen, woran B.
leidet. Fakt ist, dass ihn ein Mitarbeiter ins Krankenhaus begleitet hat, wo er
behandelt wurde.
Mittwoch, 12. August 2015
Soviel Heuchelei und Verwirrung, eine einzige Gewissheit: Der Tod – Trapani
Unsere Reise führt weiter nach Trapani, wo
die Verwirrung und Heuchelei nicht kleiner sind. Der Präfekt des Hauptortes wiederholt, dass kleine
Zentren mit wenigen Bewohnern optimal wären. Aber nach der Schliessung des
Aufnahmezentrums in Salinagrande vor zwei Monaten, hat er trotzdem veranlasst,
dass ein außerordentliches Aufnahmezentrum mit 200 Plätzen jenen Betreibern übergeben
wurde, die in Trapani bereits das Monopol in der Flüchtlingsaufnahme haben. Es
ist die Kooperative Badiagrande mit Ablegern in Palermo in der Zusammenarbeit
mit Sviluppo Solidale und Opera Don Calabria.
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