Über jene die bleiben, jene die in ihr Heimatland zurückgeschickt werden und über die immer größer werdende Gruppe jener, die ihr Leben auf dem Meer verlieren.
Die Flüchtlingssituation bleibt, auch ein Jahr nach dem Unglück vom 3. Oktober 2013, dramatisch; Die Lage all jener Menschen, die nur eine Wahl haben, um den Bomben zu entkommen, zu Überleben und eine sichere Zukunft zu haben: die Flucht über das Meer. Allein an der Südküste Siziliens zählte man in der vergangenen Woche mindestens 528 Neuankünfte.
siciliamigranti.blogspot.com ist ein italienischsprachiges Monitoringprojekt zur Situation der Flüchtlinge in Sizilien, dort finden Sie die Original-Berichte, hier finden Sie die deutschen Übersetzungen. Klicken Sie auf die auf die Namen der Schlagworte (keywords), wenn Sie bestimmte Themen suchen.
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Samstag, 4. Oktober 2014
Mittwoch, 10. September 2014
415 Flüchtlinge treffen in Palermo ein
Am
9. September sind 415 syrische, palästinensische, ägyptische,
eritreische, somalische und sudanesische Flüchtlinge an Bord eines
Frachtschiffes in Palermo angekommen. Da das Schiff im Hafen
nicht anlegen konnte, musste ein Boot der Küstenwache zwischen Romagnolo, wo das
Frachtschiff ankerte, und dem Kai Puntone, viermal hin und herpendeln um
die Ausschiffung einzelner Gruppen durchzuführen. Die Maßnahme hat lange
gedauert: Die ersten Flüchtlinge, die das Land erreichten, sind um
9:30 Uhr angekommen und die Letzten um 12:00 Uhr. Die oberste Priorität
war es, Familien mit Kindern und schwangere Frauen an einen sicheren Ort
zu bringen. Dieses Kriterium hat dazu geführt, dass sich die ersten
zwei Gruppen hauptsächlich aus Syriern und Menschen aus dem Nahen
Osten zusammensetzten, die mit der Familie eingereist sind, während die
letzte Gruppe überwiegend aus Männern bestand, die aus Ländern des
subsaharischen Afrika stammen.
Dienstag, 26. August 2014
Ankunft in Augusta der Überlebenden einer erneuten Tragödie. 24 Leichname und hunderte Vermisste
Im Handelshafen von Augusta ist es unruhig, als ich um 14 Uhr dieses
warmen und windigen Nachmittags den Kai betrete. Das Schiff „Fiorillo“
von der Küstenwache liegt schon seit zwei Stunden im Hafen, überfüllt
mit Migranten, aber die Anlandung hat noch nicht begonnen. Vor dem
Schiff wartet eine Traube aus Menschen: Ärzte des Roten Kreuzes und der
Ärzte ohne Grenzen, Arbeiter des Zivilschutzes, Vertreter von OIM, UNHCR
und Save the Children für das Projekt Praesidium, Polizei, Carabinieri
und Zollbeamte.
Samstag, 23. August 2014
Vendicari, Augusta, Pozzallo: Neue Serie von Ankünften und Anlandungen
Eine Serie von Ankünften
ohne Pause hat die Stunden zwischen der Nacht des 21. und dem Morgen des 22.
August bestimmt. Der Erklärung des stellvertretenden Kommissars Carlo Parini
zufolge, die er im Namen der truppenübergreifenden Gruppe für illegale
Einwanderung der Staatsanwaltschaft von Syrakus abgegeben hat, ist Donnerstagnacht
um 22 Uhr ein blaues Segelschiff von ca. 10 Metern Länge in dem Naturreservat
der kleinen Insel Verdicari gestrandet. Ungewöhnlicher Weise soll das Schiff von
der Türkei aus aufgebrochen sein. Es wurde nicht von den Schiffen der Operation
„Mare Nostrum“ abgefangen, da diese schon mit weiteren Hilfsoperationen
beschäftigt waren.
Donnerstag, 5. September 2013
Anlandungen ohne Unterlass an der Küste um Syrakus
Am 2. September erreichte ein Boot mir 106 Migranten den Porto Grande (großen Hafen) von Syrakus, die Migranten waren von Einheiten des Zolls gerettet worden. An Bord befand sich auch der Körper einer zwei Tage zuvor verstorbenen Frau. Die 23 Frauen und 48 Männer sowie 34 Minderjährige sind Syrer bzw. palästinensische Syrer.
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