Am Freitag, den 16. Dezember, sind wir zum Hafen von Palermo gefahren, um die 388 Migrant*innen willkommen zu heißen, die über den Tod gesiegt hatten und an Bord des spanischen Militärschiffes Navarra angekommen waren. Zusammen mit den Überlebenden ist auch ein Leichnam angekommen. Den Mitarbeiter*innen der Ämter und Hilfsorganisationen, die sich am Hafen befanden, um die Landungsoperationen zu begleiten, wussten nicht von dem Leichnam, bis zur Ankunft des Schiffs in Palermo. Wahrscheinlich ist dieser Mensch, der in einem schwarzen Sack an Land gebracht wurde und von dem immer am Hafen anwesenden Comboni-Missionar gesegnet wurde, erst nach der Rettung im Meer auf dem Weg nach Palermo verstorben. Er litt an Diabetes und hat es nicht geschafft, unter psychophysischem Stress und den unmenschlichen Bedingungen den ungleichen Kampf zu gewinnen. Der Tod hat wieder einmal mit Hilfe der Europäischen Migrationspolitiken gewonnen.
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Samstag, 24. Dezember 2016
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