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Freitag, 1. Juli 2016

Je weniger Migrant*innen wir aufnehmen, solange sie leben, desto mehr Tote kommen an: In Catania landete ein Schiff mit 10 Toten an.

Von Rete Antirazzista Catanese*

Diese bittere Feststellung bestätigt sich jeden Tag von Neuem: Die Anzahl der registrierten Toten ist immens, aber unsere Regierung ist mehr an demagogischen pressewirksamen Aktionen interessiert, wohlwissend, dass die von Europa und Frontex angestrebte Einigelungspolitik mitverantwortlich ist für die Schiffsbrüche einerseits und die üppigen Gewinne der Mafia im Mittelmeer andererseits ist. Im Hafen von Catania ist die Landungsoperationen der 348 Migrant*innen aus dem Schiff der Küstenwache CP 941 U. Diciotti beendet worde: Die Migrant*innen, die überwiegend aus Nigeria und aus der Südsahara stammen, wurden von den untergehenden Schlauchbooten ca. 20 Meilen vor der lybischen Küsten in drei verschieden Rettungsaktionen geborgen.

Sonntag, 1. Mai 2016

Tage der Trauer und Proteste




Seit Tagen kommen nacheinander von Schiffen der NGOs, der italienischen Küstenwache oder anderen Frontex zugehörigen Kontrollorganen gerettete Migrant*innen in diversen Häfen Siziliens an. Den Ankünften folgt die Zählung der Toten. Seit der vergangenen Woche wird die Liste andauernd aktualisiert: Die letzten Todesfälle wurden in der von dem deutschen Schiff geretteten Gruppe gezählt. Darunter sollen mindestens drei Menschen die Überfahrt nicht überlebt haben, nach der erneuten Katastrophe, die sich 70 Meilen vor den Küsten Libyens ereignet hat. Von dieser haben die heute Morgen angekommenen Überlebenden erzählt. Mindestens 100 Personen seien vom Meer verschluckt worden, ein Meer, das in den kommenden Tagen die Körper, die es nicht verdauen kann, ausspucken wird!

Donnerstag, 21. April 2016

Die menschliche Tragödie nimmt ihren Lauf, ohne Erinnerung

18. April 2016: Am Gedenktag der Toten des Unglücks vom 18. April 2015, als über 800 Migrant*innen, die immer noch am Meeresgrund liegen, ihr Leben verloren, sind auf den Tag genau weitere 400 Personen Opfer der europäischen Migrationspolitik geworden. Zahlen, die ein für alle Mal klarstellen, wie eingeigelt das System ist, und inwieweit die Toten, die Manche weiterhin stur zählen, keine Empörung, kein Tränevergießen mehr verursachen. Anstelle dessen, feiert man genau am ersten Jahrestag der schrecklichen Tragödie das neue Vorhaben der EU-Regierungen zur Errichtung weiterer Barrikaden und zur Militarisierung des Meeres sowie der Grenzen.