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Freitag, 4. November 2016

Von der Schwierigkeit, Menschen aufzunehmen: Agrigent

Den letzten Angaben nach scheint Zurückweisung wieder gängige Praxis in den sizilianischen Polizeidirektionen zu sein. Letzte Woche wurden in Agrigent 26 Marokkaner*innen und 3 Algerier*innen abgewiesen, nachdem sie mit einer Fähre aus Lampedusa in Porto Empedocle angekommen waren. Mit ihnen zusammen war auch ein Tunesier gereist, der als „mutmaßlicher Schleuser“ festgenommen wurde. Aus der Fähre, die die Pelagischen Inseln mit Sizilien verbindet, sind ferner ca. zwanzig unbegleitete minderjährige Geflüchtete ausgestiegen, die sich zu den vielen Minderjährigen gesellen werden, die schon in den unzähligen Aufnahmezentren der Provinz Agrigent untergebracht sind. Die Konzentration von Erstaufnahmezentren für Minderjährige, die wie immer als Notlösung funktionieren, ist hier die höchste im ganzen Land.



Montag, 3. Oktober 2016

Kanonenfutter

Ich sitze an einem Tisch mit zwei Angestellten eines CAS* in Trapani. Wir reden über einige Probleme, die sich in den Zentren eingeschlichen haben, nicht nur in dem Trapanis. Wir werfen einen Blick auf mögliche praktische Lösungen und auf die Analyse, die in diesem Zusammenhang mit ihrer ganzen Härte zu Tage tritt: „Sie sind Kanonenfutter, die Erwachsenen und die Minderjährigen, die Frauen und Männer, vielerorts gibt es ihnen gegenüber keinerlei Aufmerksamkeit, von den Institutionen bis hin zu den gestressten und überforderten Angestellten. Vorfälle, die dem Stress geschuldet sind, bei denen die Schuldigen immer die Migrant*innen sind und immer die gleichen Protagonist*innen zu bezahlen haben. Angestellte, die sich immer weiter von den Bedürfnissen der Leute entfernen, da sie nicht bezahlt werden und oft keine Antworten auf die drängenden Fragen der Migrant*innen haben, die durch den Fleischwolf gedreht werden, ohne Möglichkeit, unversehrt aus der Sache herauszukommen.“