Von Salvo Catalano, Meridionnews.it – Die Erste, die das SOS des Fischkutters, der dann gekentert ist, erhalten hat, war die Aktivistin Nawal Soufi. „Aber kurz danach klingelte das Telefon nicht mehr.“ „Ärzte ohne Grenzen“ erzählt von der Rettung: „Menschen, die sich verzweifelt an irgendetwas geklammert haben, um sich zu retten.“ Und klagt an: „Wir sind um 9:00 Uhr gerufen, aber dann zu einem anderen Einsatz beordert worden; es gibt einen großen Mangel an Ressourcen.“
siciliamigranti.blogspot.com ist ein italienischsprachiges Monitoringprojekt zur Situation der Flüchtlinge in Sizilien, dort finden Sie die Original-Berichte, hier finden Sie die deutschen Übersetzungen. Klicken Sie auf die auf die Namen der Schlagworte (keywords), wenn Sie bestimmte Themen suchen.
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Donnerstag, 6. August 2015
Sonntag, 2. November 2014
Am heutigen Sonntag, den 2. November 2014, erinnern wir hier, auf dem Friedhof Dei Rotoli, unserer lieben Verstorbenen. Wir wollen auch der anderen Toten gedenken.
Heute gedenken wir auch der 12 Migranten, vermutlich aus Eritrea, die im Meer den Tod gefunden haben und die seit Monaten ohne Name unter der nackten Erde liegen.
Wir, Bürgerinnen und Bürger von Palermo, bringen Blumen und errichten eine Gedenktafel aus Holz als Zeichen der Wiederherstellung der Menschenwürde dieser Ertrunkenen. Wir verlangen eine sofortige Veränderung der Migrationspolitik, sowohl in Italien als auch in Europa. Niemand soll auf der Suche nach einer besseren Existenz sein Leben verlieren. Denn kein Mensch ist illegal.
Seit 1988 haben auf dem Weg nach Europa mindestens 21 436 Menschen den Tod gefunden. Seit 1994 sind im Kanal von Sizilien über 6200 Menschen ertrunken, mehr als die Hälfte von ihnen - 4790 Tote - werden bis heute vermisst. Das Jahr 2011 war das schlimmste mit 1800 Toten und Vermissten: 150 jeden Monat – 5 jeden Tag. Weitere Kriege und Konflikte entflammten in Irak, in Syrien, im Gazastreifen und in Lybien.
Wir, Bürgerinnen und Bürger von Palermo, bringen Blumen und errichten eine Gedenktafel aus Holz als Zeichen der Wiederherstellung der Menschenwürde dieser Ertrunkenen. Wir verlangen eine sofortige Veränderung der Migrationspolitik, sowohl in Italien als auch in Europa. Niemand soll auf der Suche nach einer besseren Existenz sein Leben verlieren. Denn kein Mensch ist illegal.
| Ein zerstörter Traum... |
Seit 1988 haben auf dem Weg nach Europa mindestens 21 436 Menschen den Tod gefunden. Seit 1994 sind im Kanal von Sizilien über 6200 Menschen ertrunken, mehr als die Hälfte von ihnen - 4790 Tote - werden bis heute vermisst. Das Jahr 2011 war das schlimmste mit 1800 Toten und Vermissten: 150 jeden Monat – 5 jeden Tag. Weitere Kriege und Konflikte entflammten in Irak, in Syrien, im Gazastreifen und in Lybien.
Mittwoch, 17. September 2014
Staatsanwaltschaft über den Schiffbruch der Migranten: Sie wurden versenkt.
Von Argo Catania
Bezirksstaatsanwalt der Republik
am Gericht von Catania
PRESSEMITTEILUNG
Die zu dem Schiffbruch, der sich in internationalen Gewässern
ereignet hat, bisher durchgeführten Untersuchungen erlauben es, erste
Ergebnisse bekannt zu geben.
Mehrere Quellen weisen darauf hin, dass die Versenkung eines
Schiffes mit einer hohen, aber noch nicht präzise bestimmbaren Zahl, die mit
mehr als 400 Migranten unterschiedlicher Nationalität angegeben wird, gewollt
dadurch verursacht wurde, dass ein anderes, größeres Schiff das Boot gerammt
hat. Dieses Verhalten sei verursacht worden durch die Weigerung
der Migranten (und der Besatzung des dann untergegangenen Schiffes) in ein Boot
umzusteigen, dass die Anzahl der Passagiere nicht verkraftet hätte.
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