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Freitag, 26. August 2016

Die Stimmen der Abgeschobenen, zwischen tötenden Mauern und Gleichgültigkeit

In diesen schwülen Augusttagen lesen wir verschiedene Geschichten über Gewalt an Migrant*innen. Vom Politiker, der Verordnungen erfindet um die Solidarität gegenüber einem um Essen bettelnden, Migranten zu verbieten; über die Jugendlichen, die beim Versuch ihre Eltern zu erreichen sterben, weil sie von einer gleichgültigen Gesellschaft erdrückt werden; bis hin zu niederträchtigen Strafverlegungen gegen Migrant*innen, die die Landschaft vieler italienischer Städte bevölkern. Das Klima das wir erleben ist das Ergebnis eines zunehmenden institutionellen Rassismus. Dieser schafft und legitimiert eine Gewalt, die Mauern errichtet und, vor allem, tötet. Aus diesen Gründen spült das Meer weiterhin Leichen an, die letzten fünf am vergangenen 21. August. 

Donnerstag, 21. April 2016

Die menschliche Tragödie nimmt ihren Lauf, ohne Erinnerung

18. April 2016: Am Gedenktag der Toten des Unglücks vom 18. April 2015, als über 800 Migrant*innen, die immer noch am Meeresgrund liegen, ihr Leben verloren, sind auf den Tag genau weitere 400 Personen Opfer der europäischen Migrationspolitik geworden. Zahlen, die ein für alle Mal klarstellen, wie eingeigelt das System ist, und inwieweit die Toten, die Manche weiterhin stur zählen, keine Empörung, kein Tränevergießen mehr verursachen. Anstelle dessen, feiert man genau am ersten Jahrestag der schrecklichen Tragödie das neue Vorhaben der EU-Regierungen zur Errichtung weiterer Barrikaden und zur Militarisierung des Meeres sowie der Grenzen.