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Donnerstag, 16. November 2017
Die neuen Sklav*innen
“Ein Freund hatte mir gesagt, dass ich Arbeit finden und die Möglichkeit haben würde etwas Geld zu verdienen. Ich muss weiterhin meine Frau und meine Kinder ernähren, nachdem ich meine Arbeit in Rom verloren habe, wo ich seit vielen Jahren lebe. Aber er hatte mir nicht gesagt, dass ich in diese Hölle geraten würde.“
Mittwoch, 4. Oktober 2017
Alcamo und Campobello di Mazara: Kein Ende der Ausbeutung auf sizilianischen Feldern in Sicht
Einige Wochen nach unserem letzten Besuch in Campobello sind wir wieder hier, um die jungen Menschen zu besuchen, die im provisorischen Lager von Erbe Bianche leben. Die Zeltstadt hat sich in der Zwischenzeit stark vergrößert: Mehr als 400 Personen halten sich nun hier auf, in Erwartung der bald beginnenden Olivenernte.
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| Campobello di Mazara (TP) - Das provisorische Lager von Erbe Bianche |
Donnerstag, 7. September 2017
Campobello di Mazara: Prekäre Arbeitsbedingungen und Diskriminierung in der Landwirtschaft
Einer der wichtigsten Abschnitte der Saisonarbeit auf Sizilien ist sicherlich der von Campobello di Mazara. Jedes Jahr zwischen September und Dezember reisen bis zu 1.300 Hilfsarbeiter*innen an um bei der Olivenernte auszuhelfen, wobei die meisten von ihnen aus Ländern südlich der Sahara stammen. Die Situation ist komplex: während zu Beginn dieses Phänomens die meisten Arbeiter*innen in einer Gegend außerhalb der Stadt, Erbe Bianche genannt, ihre Lager aufschlugen, ist seit 2014 ein Bezirk rund um eine ehemalige Ölmühle hinzugekommen, welche zuvor von der Mafia konfisziert worden war.
| Das Camp in der Gegend Erbe Bianche, in Campobello di Mazara (TP) |
Dienstag, 25. Oktober 2016
Das Tagebuch von Campobello di Mazara
Wir sind Simon und Verena, zwei Anthropologiestudierende aus Bozen, die sich entschieden haben einen der Schauplätze der Migration zu besuchen, von denen uns unsere Freund*innen von Borderline Sicilia "erzählt" haben. Wir wollten diese Wirklichkeit mit unseren eigenen Augen sehen, dazu haben wir die Aktivist*innen von Campobello für mehr als einen Monat in einem Dorf begleitet, indem sich zurzeit wegen der Olivenernte viele Migrant*innen aufhalten. Unsere Erfahrungen haben wir versucht in einem Tagebuch festzuhalten.


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