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Dienstag, 17. Dezember 2013

„Das Lager“ von Lampedusa – Die entkleideten Migranten im Zentrum „Imbriacola"

Meltingpot - Ausgezogen, eingereiht, gedemütigt und einer Desinfektion unterzogen. Das sind die Bilder die vom TG2 (zweite staatliche Fernsehen) im Zentrum „Imbriacola“, auf Lampedusa aufgezeichnet wurden. Szenen die an längst vergangene Bilder erinnern und  die keiner mehr sehen wollte: Frauen, Männer, Eritreer, Somalier, Syrer, Ghanesen, Kurden, nackt im Innenhof des Erstaufnahme- und Hilfe-Zentrums.  Sie werden von einem Wasserstrahl abgespritzt. Die Desinfektion soll ein Krankheit bekämpfen, die im Zentrum fast zum Protokoll gehört. Jedoch, in fast allen Fällen, infizieren sich Migranten erst in Italien mit der Krankheit, wegen den „Aufnahme-Bedingungen“ denen sie ausgesetzt sind.

Freitag, 29. November 2013

Über 200 Bootsflüchtlinge sterben, weil die rechtzeitige Rettung verweigert wurde - Italienische Küstenwache sendet Notruf weiter an Malta und bleibt tatenlos!



Presseerklärung 29.11.2013

Acht Tage nach der Lampedusa-Tragödie vom 3. Oktober 2013: Admiral der Italienischen Küstenwache rechtfertigt sich mit Verweis auf die Zuständigkeit von Malta; aktuelle Recherchen dokumentieren die verweigerte Seenotrettung am 11.Oktober 2013.

Die Angst vor dem Asylantrag

Die Grenzschutzagentur Frontex soll Flüchtlingsschiffen früher zu Hilfe kommen. Wie dringend das erforderlich ist, belegt das Protokoll eines Untergangs.

BRÜSSEL taz - Christian Jakob | In dieser Woche hat das Europäische Parlament über die Neuregelung der Seeaußengrenzen beraten. Dabei geht es unter anderem um die Frage, ob Einheiten der Grenzschutzagentur Frontex verbindlich verpflichtet werden sollen, in Seenot Geratenen Hilfe zu leisten.

Mittwoch, 6. November 2013

Schiffbruch vom 11.10.2013: die Libyer, die von Italien mit Waffen ausgerüstet wurden, schießen auf die Flüchtlinge


Nachdem die Tränen des Schmerzes, die die Presse ein Zeit lang über das Schiffsunglück genährt hatte, versiegen und die Toten wieder in der Dunkelheit versinken, sind Presse und öffentliche Meinung wieder zum Alltag übergegangen und niemand fragt sich, was denn aus den Überlebenden geworden ist. Borderline Sicilia hatte von dem Unglück des 11. Oktober von Lampedusa aus berichtet. In den darauffolgenden Tagen trafen wir einen Syrer, nennen wir ihn Hamed. Ein Teil von ihm hat sein Leben bei diesem Schiffbruch gelassen, er hat an diesem Tag seine Frau, seine Schwiegertochter und sein Enkelkind verloren.