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| Foto:Alessandro Puglia, Vita.it |
siciliamigranti.blogspot.com ist ein italienischsprachiges Monitoringprojekt zur Situation der Flüchtlinge in Sizilien, dort finden Sie die Original-Berichte, hier finden Sie die deutschen Übersetzungen. Klicken Sie auf die auf die Namen der Schlagworte (keywords), wenn Sie bestimmte Themen suchen.
Freitag, 15. Dezember 2017
Wir sind keine Schleuser
Vita.it – Tag und Nacht haben sie gearbeitet, um das Haus des Weihnachtsmanns fertigzustellen. Einer hat Holz gehackt, ein anderer den Schlitten oder den Baum lackiert, wieder einer hat Blätter für die kleinen Gestecke gesammelt und der nächste das Moos und die Steine für die Höhle. Zwischen dem Besuch bei eine*m Anwält*in und dem Telefonat mit den Eltern im Senegal oder in Ghana, die noch bis vor kurzem, als sie im Gefängnis waren, gedacht hatten, sie seien tot. Zwischen dem einen und dem anderen hoffnungsvollen Wort. Bevor sie bei den Carabinieri unterschreiben, so wie sie es jeden Nachmittag tun, bevor sie ins Gefängnis zurückkehren.
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Zuccaro
Montag, 11. Dezember 2017
Newsletter SICILIAMIGRANTI - November 2017
- Lampedusa: Versuchspersonen der Migrationspolitik
- Die Aufnahme zwischen Irrationalität und Notverwaltung
- Unsichtbare Migrant*innen immer erpressbarer: Die neuen Sklav*innen
- Die Eingriffe der libyschen Küstenwache verursachen Tote und Zurückgewiesene
- News: Interreligiöse Gedenkfeier in Palermo; MEDU* übergibt Minniti einen Brief zum libyschen Massaker
- Events: Permanentes Völkertribunal in Palermo einberufen; Das Jahr 2017 ist im letzten Monat angekommen und es ist fast Weihnachten...
Dienstag, 5. Dezember 2017
Migrationspolitik und Unmenschlichkeit
„Das Leiden der Migrant*innen, die in Libyen gefangen gehalten werden, ist eine Beleidigung für das Gewissen der Menschheit.“ Wer diese Erklärung abgibt ist kein*e Aktivist*in sondern ein Repräsentant des Hochkommissariats für Menschenrechte der UNO.
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Freitag, 1. Dezember 2017
Migrant*innen, NGO klagt an: auch Rom untersagt Rettungen
Redattoresociale.it - Die Retter*innen der NGO SOS Méditerranée werden vor der Küste Libyens gezwungen, vier Stunden lang nicht einzugreifen für die Rettung zweier Boote in Seenot. Der Befehl an ihr Schiff Aquarius sich auf "Distanz zu halten" wegen der Anwesenheit der Küstenwache von Tripolis erging auch von den Behörden in Rom.
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| Foto: SOS Méditerranée |
Entscheidungen und aufgezwungene Prioritäten, die die Risiken nicht berücksichtigen
Am Montag, den 27. November 2017 erreicht das Schiff Aquarius den Hafen von Catania, mit 421 Menschen, hauptsächlich Eritreer*innen, an Bord. Unter den Geretteten sind auch 5 Männer, die aus Ägypten, Bangladesch, Äthiopien, Pakistan und Süd-Sudan stammen. Sehr hoch ist die Prozentzahl der Frauen - ca. 40% - unter ihnen sieben Schwangere, und der Minderjährigen – insgesamt 98 – darunter 60 unbegleitete. Während der Anlandung mussten 3 Migrant*innen ins Krankenhaus eingeliefert werden, unter ihnen eine im neunten Monat schwangere Frau, deren Fruchtwasser geplatzt war.
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Freitag, 24. November 2017
Die ehemalige Kaserne Gasparro und der Rione Bisconte: Zerfall und Verwahrlosung
Die Lage in der ehemaligen Kaserne Gasparro im Stadtviertel Bisconte in Messina verschlechtert sich zusehends, insbesondere jetzt nachdem seit Ende September zu dem schon vorhandenen Aufnahmezentrum eine neue Einrichtung hinzugekommen ist – Container und Fertighäuser, die offiziell als Hotspot* dienen.
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| Messina - Die Einrichtung der ehemaligen Kaserne in Bisconte |
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Donnerstag, 16. November 2017
Die neuen Sklav*innen
“Ein Freund hatte mir gesagt, dass ich Arbeit finden und die Möglichkeit haben würde etwas Geld zu verdienen. Ich muss weiterhin meine Frau und meine Kinder ernähren, nachdem ich meine Arbeit in Rom verloren habe, wo ich seit vielen Jahren lebe. Aber er hatte mir nicht gesagt, dass ich in diese Hölle geraten würde.“
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