In der vergangenen Woche kamen 200 Bootsflüchtlinge im Hafen von Trapani an, nachdem sie vom Frachter BC Hamburg auf hoher See gerettet worden waren. Die Besatzung der BC Hamburg rettete zwei Boote auf denen sich 200 Menschen befanden. Sie alle haben das Meer herausgefordert. Auf dem ersten Boot befanden sich Somalier, auf dem zweiten Menschen aus Subsahara Afrika; unter ihnen viele, ungefähr 50, unbegleitete Minderjährige und mindestens sieben schwangere Frauen. Eine von ihnen wurde ins Krankenhaus von Trapani gebracht, da sie sich nicht wohl fühlte.
siciliamigranti.blogspot.com ist ein italienischsprachiges Monitoringprojekt zur Situation der Flüchtlinge in Sizilien, dort finden Sie die Original-Berichte, hier finden Sie die deutschen Übersetzungen. Klicken Sie auf die auf die Namen der Schlagworte (keywords), wenn Sie bestimmte Themen suchen.
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Freitag, 28. November 2014
Montag, 24. März 2014
Sold out
Es ist der 21. März 2014 in der Provinz
Trapani. Für die aus dem Meer „gefischten“ und dann auf Sizilien verteilten
Migranten gibt es keine „Aufnahme Plätze“ mehr. Deshalb steigt die Zahlt der
neu eröffneten außerordentlichen
Aufnahmestrukturen. Offizielle Zahlen sprechen von 1.800 Migranten in der
Provinz Trapani, alle oder fast alle Gemeinden sind betroffen. Die Provinz
Trapani verfügt, ausgenommen das Mega Zentrum von Mineo, über die
höchste Zahl von außerordentlichen Aufnahme-Zentren (CAS centri di accoglienza
straordinaria) von ganz Sizilien.
Mittwoch, 5. Februar 2014
Trapani, neue Proteste von Immigranten im Cara di Salinagrande
TrapaniOK.it - Sie haben bereits den Status "politischer Flüchtling" zuerkannt bekommen und unter Berufung auf einen Artikel des Einwanderungsgesetzes beantragt, in eine Wohnunterkunft überstellt zu werden.
Donnerstag, 17. Oktober 2013
Man kann zwei Mal sterben
Während im Fernsehen und in den Zeitungen die Fotos und Bilder von gerührten und erschütterten Politikern umgehen, die die Toten bedauern, die sie selbst auf dem Gewissen haben, sterben die Migranten weiter. Denn in Italien kann man zwei Mal sterben... Gestorben wird im Meer, doch momentan wird auch in den Turnhallen, in den Zentren oder draußen vor einem Zelt gestorben. Ja, es stirbt auch die Hoffnung, nach zwei Monaten eingesperrt in einer Turnhalle ohne jeglichen Kontakt nach außen und ohne die Möglichkeit einen Asylantrag zu stellen.
Dienstag, 8. Oktober 2013
Von einer Turnhalle zur nächsten: Aufnahme in Trapani
Seit mehr
als einem Monat sind sie in Italien, und sie haben bislang nur die
Wände der Turnhallen gesehen, die sie beherbergten. Dies ist das
unmenschliche Los von 44 Migranten, die seit dem 28. August in
Trapani von einer Turnhalle zur nächsten verschoben werden.
Verlagerungen, die kein Ergebnis haben als die Migranten zu
provozieren und den psychisch-physisch ohnehin schon geschwächten
Zustand negativ zu beeinflussen.
Donnerstag, 20. Juni 2013
Die Ruhe vor dem Sturm? Ein Besuch in Salinagrande
Das ist einer der Fragen, die wir uns nach dem Besuch im CARA von Salinagrande stellen...Vielleicht, denn im Moment ist es recht ruhig, die Bewohner, die wir gesprochen haben, haben sich kaum über die Unterbringung beschwert, im Gegenteil, sie zeigten sich zufrieden mit der derzeitigen Situation, da das Verhältnis mit der Leitung und den Ordnungskräften "normal" sei. Die Mitarbeiter des Heimes seien nach Aussagen der Flüchtlinge sehr hilfsbreit bei der Zusammenstellung der Dokumente für die Anhörung und, im Falle der Ablehung, auch bei der Einreichung einer Klage.
Montag, 18. März 2013
Bericht aus Salina Grande
Obgleich des Endes des humanitaeren Notstandes “Nord Afrika” vom 28.02.2013, der die Schließung der sogenannten Brückenstrukturen mit sich brachte und so eine unsichere Zukunft für viele Flüchtlinge und Asylbewerber ankündigt, zeigt sich die Situation im Aufnahmezentrum für Asylbewerber (CARA) in Salina Grande allem Anschein nach ruhig. Das angespannte Klima, das charakteristisch für das ganze Jahr 2012 war, scheint auf den ersten Blick wesentlich entspannter, auch wenn weiterhin verschiedene Vertreter der Staatsgewalt (Militaer, Finanzpolizei, Polizei) im Innenbereich des Zentrums umhergehen.
Montag, 21. Mai 2012
Inakzeptable Bedingungen in Salinagrande; Trapani
Sechs Betten pro Zimmer, Matratzen auf dem Fußboden, überschwemmte Zimmer. So leben die Flüchtlinge von Salinagrande (Region Trapani). Minderjährige Kinder, die aufgrund der Abwesenheit der Eltern den Bewohnern anvertraut werden. Die Unzulänglichkeit der Wohnsituation der Asylbewerber, die in Salinagrande untergebracht sind, wird dieses Mal von den Fotos bestätigt, die uns gezeigt werden. In einem Raum von 10 bis 15m² schlafen fünf, sechs Personen. Die Anordnung der Zimmer sieht vier Liegen plus zwei Matratzen am Boden vor. Insbesondere ein Zimmer ist aufgrund eines Rohrbruchs seit gut sechs Monaten ständig überflutet. Trotz der wiederholten Beschwerden der Personen, die zur Zeit dort wohnen, sind jeden Abend zwei der sechs Flüchtlinge gezwungen ihre Matratzen auf den nassen Boden zu legen.
Sonntag, 29. April 2012
Salinagrande: Verbesserung der Wohnsituation, aber es herrschen weiterhin gravierende Probleme und die Polizeikontrollen “auf Jagd” nach den illegalen Einwanderern verstärken sich.
Immer noch sind die Bedingungen der tunesischen Gemeinde von Trapani kritisch. Auf Drängen hat das Aufnahmezentrum für Asylsuchende (CARA) von Salinagrande, den letzten noch draußen verbliebenen Tunesiern Einlass gewährt. Seitdem wir im Februar das Monitoring begonnen haben, haben wir circa 30 Asylsuchende verschiedener Nationalität befragt, die auf den Feldern um Trapani, der Umgebung von Salinagrande in verlassenen Gebäuden nächtigten, das Wasser aus öffentlichen Brunnen tranken und aßen wenn ihnen ihre Landsleute etwas besorgen konnten. Jetzt sind auch die letzten im CARA aufgenommen worden, nachdem sie das Gastrecht verloren hatten, da sie sich auf der Suche nach Arbeit entfernt hatten.
Freitag, 6. April 2012
Salinagrande: Sanktionen gegen diejenigen die mit Externen sprechen
Migranten des Zentrums berichten von Überbelegung sowie Alkoholismus und Depressionen
In Salinagrande durften wir eine kleine Freude erleben. Wir haben eine alte Bekanntschaft wiedergetroffen, ein Asylbewerber aus Pakistan. Als wir ihn kennen lernten, klagte er über gesundheitliche Probleme und musste fünf Monate lang in der Nähe des Aufnahmezentrums im Freien schlafen. Mehrmals wurden Klagen und Mahnungen an die entsprechenden Ämter, an die Caritas und an das Aufnahmezentrum selbst gerichtet, aber nichts änderte sich. Dank der Unterstützung von Emergency, mit dem wir ihn in Kontakt brachten, erhielt er schließlich Medikamente und sein Zustand verbesserte sich. Vor wenigen Tagen wurde er schließlich in dem Aufnahmezentrum aufgenommen. Er bedankte sich bei uns und betonte wie sehr sich seine Lage verbessert hat.
In Salinagrande durften wir eine kleine Freude erleben. Wir haben eine alte Bekanntschaft wiedergetroffen, ein Asylbewerber aus Pakistan. Als wir ihn kennen lernten, klagte er über gesundheitliche Probleme und musste fünf Monate lang in der Nähe des Aufnahmezentrums im Freien schlafen. Mehrmals wurden Klagen und Mahnungen an die entsprechenden Ämter, an die Caritas und an das Aufnahmezentrum selbst gerichtet, aber nichts änderte sich. Dank der Unterstützung von Emergency, mit dem wir ihn in Kontakt brachten, erhielt er schließlich Medikamente und sein Zustand verbesserte sich. Vor wenigen Tagen wurde er schließlich in dem Aufnahmezentrum aufgenommen. Er bedankte sich bei uns und betonte wie sehr sich seine Lage verbessert hat.
Freitag, 16. März 2012
Salinagrande: Unter den glücklichen Flüchtlingen sind zahlreiche Asylsuchende ohne Unterstützung
Es hagelt Ablehnungen für Tunesier. Revolte im Identfikations- und Abschiebezentrum (CIE) in Milo in der Nacht von Freitag, den 16. auf Samstag, den 17., sechs Immigranten sind verletzt.
Wir erreichen Salinagrande mit der Absicht, die Umgebung des Aufnahmezentrums für Asylsuchende (CARA) zu besichtigen, das von der Kooperative Badia Grande verwaltet wird. Wir wissen, dass für viele Asylsuchende, die in der Gegend leben, weder ein Dach noch jedwede Unterstützung zur Verfügung steht. Sie finden Unterschlupf wo es gerade passt, wenn möglich nicht weit vom Aufnahmezentrum entfernt, wo einige Landsleute bereit sind, ihre magere Verpflegung mit ihnen zu teilen.
Wir erreichen Salinagrande mit der Absicht, die Umgebung des Aufnahmezentrums für Asylsuchende (CARA) zu besichtigen, das von der Kooperative Badia Grande verwaltet wird. Wir wissen, dass für viele Asylsuchende, die in der Gegend leben, weder ein Dach noch jedwede Unterstützung zur Verfügung steht. Sie finden Unterschlupf wo es gerade passt, wenn möglich nicht weit vom Aufnahmezentrum entfernt, wo einige Landsleute bereit sind, ihre magere Verpflegung mit ihnen zu teilen.
Freitag, 2. März 2012
Salinagrande: zwanzig Asylbewerber in einer Hütte mit Asbestdach
Eine im siebten Monat schwangere Frau, die nie untersucht wurde. Berichte über die Gewalt im Zentrum zur Identifikation und zur Abschiebung (C.I.E.) in Milo
Als wir beim Aufnahmezentrum für Asylsuchende (C.A.R.A.) in Salinagrande (Trapani, Stadt im Westen von Sizilien) ankommen, um kurz nach dreizehn Uhr, sind die Tore verschlossen und ringsherum ist alles wie ausgestorben. Im Innern des Zentrums für Asylbewerber hingegen erkennen wir einige Mitarbeiter und Sicherheitskräfte in Bewegung. Nur wenige Migranten sind im Innenhof, wahrscheinlich sind sie noch in der Mensa. Schon nach wenigen Minuten werden einige von ihnen auf uns aufmerksam, zwei recht junge Tunesier, und bitten die Wächter, herausgehen zu dürfen. Sie wollen wissen, ob wir auf der Suche nach Arbeitskräften sind. „Arbeit? Arbeit?“, fragen sie uns. Wir antworten, dass wir zu einem Verein aus Palermo gehören und in Trapani sind, um Aussagen über die Lebensbedingungen im Aufnahmezentrum einzuholen. Sie beginnen sofort begierig zu erzählen.
Samstag, 25. Februar 2012
Salinagrande voll belegt
Das C.A.R.A. Salinagrande und das Aufnahmezentrum der Caritas sind voll belegt, Asylsuchende schlafen an Bahngleisen
Es ist der erste Tag des Monotoring-Projekts des C.A.R.A. von Salinagrande (Erstaufnahmezentrum für Asylsuchende in der Region Trapani).Wir kommen gegen 17:00 Uhr nach einem Treffen mit lokalen antirassistischen Initiativen an und finden nur wenige Migranten außerhalb des Aufnahmezentrums vor. Im Vergleich zum Vorjahr und seit die Kooperative „Badia Grande“ das C.A.R.A. verwaltet (die sich auch um das Zentrum für Identifikation und Abschiebung in Milo kümmert), wird die Überwachung strenger gehandhabt und es ist fast unmöglich geworden, hinein- und wieder herauszugehen, um Erkundigungen anzustellen. Die Tore sind verschlossen und die Migranten können das Zentrum nur einzeln verlassen; am Eingang ist ein Wärter, der zur Kooperative gehört. Er kontrolliert die Papiere und erlaubt gegebenenfalls den Zutritt. Ab 20:00 Uhr setzt eine Art Ausgangssperre ein; wer danach zurückkommt, muss draußen schlafen.
Sonntag, 27. November 2011
„Salinagrande ist die Hölle“. EU – Delegation ist geschockt von dem Aufnahmelager in Trapani
Heruntergekommene Bäder mit kalten Duschen, keine medizinische Versorgung, Zerrissene Kleidung. So leben die Asylbewerber, darunter Frauen und Kinder in der Einrichtung, die vom Innenminister als Aushängeschild bezeichnet wurde. Der zusammengefasste Bericht von Rosario Crocetta und Rita Borsellino, die das Lager als Europaabgeordnete der Kommission für bürgerliche Freiheit besucht haben.
Freitag, 12. August 2011
Nigerianer stirbt in Salinagrande
Gestern ist im CARA in Salinagrande ein junger Nigerianer gestorben... ein Tod, der scheint als wäre er nie passiert, so unsichtbar wie leider viele dieser jungen Leute... der einzige Aufschrei, den wir gehört haben, war der der anderen Gefangenen, die ihrem Zorn über die fehlende rechtzeitige Hilfe Luft gemacht haben... Stimmen, die sofort von der mobilen Einheit zum Schweigen gebracht worden sind... und dann die Freunde und Landsleute, die sich im Gebet auffangen... wie so häufig sagen wir... hinter alldem steht keine Nummer oder ein „schlimmer Vorfall“... es ist ein Mensch, ein Leben das erlischt ohne die Möglichkeit gehabt zu haben, die begehrte Zukunft zu finden, ein Leben, das Aufmerksamkeit und Respekt auch im Abschied verdient.
Michela Nuzzo
Freitag, 29. Juli 2011
Proteste im Cara von Salinagrande:” Gebt uns unsere Ausweise oder lasst uns nach Libyen zurück”
“Möge Allah Libyen segnen”. Ihr Schrei klingt nach Hoffnung. Hoffnung auf eine bessere Zukunft, in der sie endlich frei sind in einem freien und demokratischen Staat. Richard und Mbalo sind nur einige der Stimmen und der Gesichter des Protestes, der heute Morgen vor den Toren des Aufnahmezentrums für politische Flüchtlinge in Salinagrande, einem kleinen Ort vor den Toren Trapanis, ausgebrochen ist und an dem sich ewa 30 Migranten beteiligt haben.
Dienstag, 21. Juni 2011
Der Tag des Flüchtlings in Salina Grande
Um den Tag des Flüchtlings am 20. Juni im C.A.R.A. von Salina Grande (Aufnahmezentrum für Asylsuchende bei Trapani, Westsizilien) würdig zu feiern, hat die Lagerverwaltung ein großes Fest organisiert: ein Volleyballturnier, Karatekämpfe, Musik und Theatervorstellungen. Natürlich war die Absicht dahinter zu zeigen, dass das Lager in eine Situation der „beständigen Normalität“ zurückgekehrt sei; geradezu voll mit Aktivitäten für die „beherbergten“ Migranten. Trotzdem: Auch bei diesem Anlass wurde das Ziel verfehlt.
Dienstag, 26. April 2011
Salinagrande, 26. April 2011
Sofort nach unserer Ankunft vor dem Aufnahmezentrum (C.A.R.A.) in Salinagrande wird uns von einer Schlägerei, die sich am Abend des 24. April zwischen zwei Gruppen von Tunesiern ohne Eingreifen der Ordnungskräfte abspielte, berichtet. Um 6 Uhr morgens des Folgetages (25. April) jedoch werden die Migranten aus ihren Betten geholt und gezwungen sich in Gruppen im Vorhof im Innern des C.A.R.A. aufzustellen (der Platz der sich hinter den Geschäften, weit weg von der Straße befindet).
Abschiebungen von Punta Raisi, 26. April 2011
Die Situation gestaltet sich immer kritischer. Momentan dürften sich im Aufnahmezentrum (CARA) ca. 350 Personen befinden, 310 Plätze weist das Aufnahmezentrum laut italienischem Innenministerium vor. In der Turnhalle, der Teil des CARA der zum CIE (Identifikations- und Abschiebezentrum) umfunktioniert wurde, befinden sich ca. 80 weitere Personen.
Freitag, 22. April 2011
Salinagrande, 22. April 2011
Die Rechtsnatur des Aufnahmezentrums in Salina Grande (C.A.R.A.) wird immer ungenauer. Auf der einen Seite fungiert das Zentrum angesichts der 130 Migranten, die mit Blick auf ihre Abschiebung in der Turnhalle festgehalten werden, als Identifikations- und Abschiebezentrum (CIE- Centro di Identificazione ed Espulsione);
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